Post-Partnersuche läuft wieder auf Zusperrwelle hinaus

Schönpass: ÖVP-Gemeindebund unterstützt neuen Anschlag auf Postversorgung

Linz (OTS) - "Die großspurige Ankündigung der Post, für jede Gemeinde eine Poststelle zu schaffen, mag im ersten Moment gut klingen, ist aber eine gefährliche Drohung. Das Postpartner-Konzept würde zwangsläufig neue Postamtssperren und Kündigungen bedeuten", stellt die Landesvorsitzende des SPÖ-Gemeindevertreterverbandes (GVV), Bürgermeisterin Rosemarie Schönpass, zur jüngsten Ankündigung von Post, Wirtschafts- und Gemeindebund fest.

In den Gemeinden, die ohne Postamt dastehen oder denen eine Sperre droht, ist die Suche nach Postpartnern bisher meist kläglich gescheitert. Jetzt dreht die Post den Spieß um und sucht auch dort nach Partnern, wo es noch ein Postamt gibt. Findet sich jemand, der sich ein Zubrot verdienen will, kann das Postamt zugesperrt werden. Im schlimmsten Fall könnte das dazu führen, dass es nur noch in den Ballungsräumen vollwertige Postämter gibt. "Wenn ÖVP-Gemeindebundpräsident Mödlhammer gemeinsam mit Postgeneral Pölzl und Wirtschaftsbundchef Leitl diese Zusperrstrategie propagiert, handelt er damit eindeutig gegen die Interessen der Gemeinden!", so Schönpass.
"Das geht klar gegen die Kundeninteressen!", hält Schönpass fest. "Die Postgewerkschaft hat schon wiederholt darauf hingewiesen, dass Postpartner nur 10 bis maximal 15 Prozent jener Dienstleistungen anbieten können, die ein Postamt erbringt. Das Postpartner-Konzept ist auf keinen Fall nachhaltig, sondern extrem kurzsichtig und durchschaubar. Es geht der Post ums Zusperren und um Kündigungen. Ein Postpartner, der jetzt einsteigt, kann aber jederzeit zusperren und die Gemeinde steht ohne postalische Versorgung da. Angesichts des Greißlersterbens und der anhaltenden Wirtschaftskrise in vielen Branchen ist das eine akute Gefahr".
Die SPÖ Oberösterreich trete weiter massiv gegen jede Verschlechterung der Postversorgung in Oberösterreich auf, bekräftigt die GVV-Landesvorsitzende.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/194

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich, Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001