- 25.01.2010, 12:10:42
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Bedarf von 350.000 hochwertigen ganztägigen Schulangeboten
Verdreifachung und Aufwertung der bisherigen Angebote notwendig
Wien (OTS) - 143.716 Eltern haben an der größten jemals
durchgeführten Eltern-Befragung zum Thema ganztägige Schulangebote
teilgenommen. Die Teilnehmer-Quote liegt bei rund 20 Prozent der
eingeladenen Eltern. Diese eindrucksvoll hohen Teilnehmerzahlen
unterstreichen das hohe Interesse an dem Thema und die hohe Bedeutung
der Befragung.
Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick:
-) 17 Prozent der befragten Eltern nehmen bereits heute ein
ganztägiges Schulangebot (inklusive Hort) für ihr Kind in Anspruch.
Das sind rund 120.000 Plätze. Diese Angaben entsprechen dem heute
bestehenden Angebot von Tagesbetreuung an Schulen und Hortplätzen.
-) Bei einem qualitativ hochwertigen Angebot läge der Bedarf der
Eltern laut IFES-Berechnungen allerdings bei rund 350.000 Plätzen.
-) Dieses qualitativ hochwertige Angebot sollte nach Meinung der
Eltern ein ausgewogenes Mittagessen, Lernhilfe und Förderangebote,
das gemeinsame Machen von Hausaufgaben, Kreativ-Kurse sowie Sport-
und Freizeitangebote umfassen.
-) Der Bedarf an ganztägigen Schulangeboten macht somit eine
Verdreifachung der bestehenden Plätze sowie eine qualitative
Aufwertung des Angebots notwendig.
-) Im Rahmen dieses qualitativ hochwertigen Angebots wären die Eltern
bereit, einen Kostenbeitrag für das Mittagessen zu bezahlen.
"Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Wir müssen den Weg des
Ausbaus qualitativ hochwertiger ganztägiger Schulangebote konsequent
fortsetzen. Die Eltern haben mit dieser Befragung ein klares Signal
an die Politik gesendet. Es wird erwartet, dass das öffentliche
Schulwesen in Richtung ganztägige Schulformen und Schulangebote
ausgebaut wird. Ich freue mich, dass in der Bundesregierung breiter
Konsens über die Notwendigkeit der Finanzierung dieses Ausbaus
besteht und habe Bundeskanzler und Finanzminister bereits über die
Ergebnisse der Studie informiert. Ich werde in einem nächsten Schritt
die Bundesländer, den Städtebund, den Gemeindebund, die Schulpartner
sowie den Unterrichtssausschuss des Nationalrates über die Ergebnisse
informieren. Weiters werde ich mit den Landeshauptleuten und den
Landesschulräten Kontakt aufnehmen, um Vorschläge zur Durchführung
des Ausbaus im jeweiligen Bundesland gemeinsam zu erarbeiten" so
Bildungsministerin Claudia Schmied.
"Gemeinsam mit Ulf Scheriau werde ich die Vorsitzenden aller
Parlamentsparteien um konstruktive Gespräche zu diesem Thema bitten,
denn die Schaffung von Betreuungsplätzen ist keine parteipolitische
Frage, sondern eine Zukunftsfrage für unser Land, die alle angeht.",
so Pflichtschulelternvereine-Vorsitzender Gerald Netzl.
Die Studie steht ab sofort unter www.bmukk.gv.at zur Verfügung.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Nikolaus Pelinka, MSc
Tel.: (++43-1) 53 120-5030, 5031
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4920
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