Diakonie Katastrophenhilfe: Immer mehr Hilfe erreicht Opfer in Haiti

Mehrere Tonnen Hilfsgüter sind in Jacmel angekommen

Wien (OTS) - Das Team der Diakonie Katastrophenhilfe hat bis zum Wochenende 7,5 Tonnen Hilfsgüter von Haitis Hauptstadt Port-au-Prince in die Stadt Jacmel weiter in den Süden transportiert. Die Güter konnten nur per Helikopter befördert werden, da der Zustand der Straßen ungenügend ist. Mit der Verteilung der Medikamente, Decken, Plastikplanen, Wasserkanister und Nahrungsmittel wird umgehend begonnen. Der Bedarf der Opfer an Hilfe ist enorm. "Die meisten Menschen in der Hauptstadt Port-au-Prince schlafen weiterhin im Freien", sagt Rainer Lang, der für die Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort ist.

"Viele Häuser und Wohnungen sind zerstört, viele Menschen haben aber auch Angst vor den ständigen Nachbeben, die es im Katastrophengebiet täglich gibt", berichtet Lang. Als erstaunlich beschrieb er, wie die Menschen in dem Chaos der Zerstörung ihr Leben organisieren. Zum Wochenende hin hat sich die Lage im Katastrophengebiet seiner Einschätzung nach ein Stück weit entspannt. Hilfsgüter erreichen nach und nach die Betroffenen, auch wenn die logistischen Herausforderungen enorm sind. Dazu zählt vor allem der schlechte Zustand der Straßen, der eine geordnete Verteilung der Hilfsgüter sehr erschwert.

Trotz der schwierigen Situation ist die Lage bislang weitestgehend ruhig geblieben. Es gibt jetzt wieder Benzin, auch Banken und Supermärkte sind zum Teil wieder geöffnet. Über das Ausmaß der Zerstörung in der Innenstadt zeigt sich Lang schockiert. Immer noch hängt über vielen Gebäuden der Verwesungsgeruch und in den Trümmern liegen noch Tote. "Viele Überlebende stehen nach wie vor unter Schock und können noch gar nicht das ganze Ausmaß der Katastrophe fassen", berichtet Rainer Lang. "Auch für uns Helfer ist die Lage oft bedrückend. Hier ist langfristige Hilfe nötig", betont er im Blick auf die bittere Armut, die in dem Land herrscht.
Die Diakonie Katastrophenhilfe hat seit fünf Jahren ein eigenes Büro in Haiti hat. Gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen und den Partnern im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Action by churches together) arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe in einem lokal eingebundenen Hilfsnetzwerk.

Diakonie Direktor Michael Chalupka appelliert an die ÖsterreicherInnen: "Die Spendenbereitschaft und Solidarität der österreichischen Bevölkerung ist beeindruckend und freut uns sehr. Aber gleichzeitig möchte ich Sie bitten mit uns "Durchzuhalten", denn für den Wiederaufbau des zerstörten Landes werden wir einen sehr langen Atem brauchen."

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden für Haiti! Die Diakonie Katastrophenhilfe ist Trägerin des Spendengütesiegels. Die Spende ist steuerlich absetzbar.

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