Bundesschulsprecherin Bauer: Österreichisches Schülerparlament legt Fundament für neue Bildungspolitik

Schülerinnen und Schüler fordern freiwillige Ganztagsschulen, Streikrecht und schulpartnerschaftliche Gremien auf Landes- und Bundesebene.

Wien (OTS) - Unter großem Interesse der Öffentlichkeit trat gestern das von der Bundesschülervertretung initiierte Österreichische Schülerparlament in St. Pölten zusammen, in dessen Verlauf knapp 100 Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich bildungspolitische Forderungen diskutierten und abstimmten.

Bundesschulsprecherin Pia Bauer zeigt sich mit dem Verlauf des Schülerparlaments zufrieden: "Bereits die große Zahl der Anmeldungen machte deutlich, dass sich viele Schülerinnen und Schüler aktiv zur Verbesserung der Bildungspolitik einsetzen wollen. Diese konstruktive Grundeinstellung und die gute Diskussionskultur haben dieses Schülerparlament zu einem vollen Erfolg sowohl für die Schülervertretung, als auch für alle Schülerinnen und Schüler dieses Landes werden lassen"

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler stimmten neben grundsätzlichen Forderungen auch über aktuelle bildungspolitische Themen ab: Umfassende Zustimmung der knapp 100 Delegierten erhielten neben anderen die Forderungen nach einer freiwilligen Ganztagsschule, einem Streikrecht für Schülerinnen und Schüler, der Einführung eines Modulsystems in Gymnasien, verpflichtender pädagogischer Weiterbildung für Lehrkräfte und der Einsetzung von Schulgemeinschaftsausschüssen auf Landes- und Bundesebene. Mehrheitlich abgelehnt wurde ein Antrag auf flächendeckende Einführung einer gemeinsamen Schule der 6 - 14. Jährigen.

Die Beschlüsse des Österreichischen Schülerparlaments sind für die Bundesschülervertretung bindend und sind die Eckpfeiler der inhaltlichen Arbeit der höchsten gesetzlichen Schülervertretung "Die Schülerinnen und Schüler haben dieses Wochenende klare Worte zu schulpolitischen Fragestellungen gefunden. Nun liegt es an der Politik, daraus auch klare Antworten auf die bildungspolitischen Herausforderungen unserer Zeit zu formulieren und sie umzusetzen. Ein erster logischer Schritt wäre die von vielen Seiten geforderte gesetzliche Verankerung eines österreichweiten Schülerparlaments, welches dieses Wochenende seine Probe aufs Exempel höchst erfolgreich bestanden hat", so Bundesschulsprecherin Bauer abschließend.

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