Gesundheut - SP-Ramskogler zu Kontrollausschuss: "Psychiatriereform schreitet voran"

Wien (OTS/SPW-K) - "Die Stadt Wien treibt die Psychiatriereform voran. Ziel ist die bestmögliche psychotherapeutische Behandlung", erklärte heute SP-Gemeinderätin und Mitglied des Kontrollausschusses Sonja Ramskogler im Vorfeld des am Dienstag stattfindenden Kontrollausschusses. "Mit der für heuer geplanten Fertigstellung der neuen Krankenpflegeschule im Kaiser-Franz-Josef-Spital kann der Schulstandort im Herbst von der Rudolfstiftung dorthin übersiedeln. Mitten im dicht verbauten dritten Bezirk wird damit Platz für die neue Psychiatrische Abteilung für die Bezirke 3 und 11 geschaffen", sagte Ramskogler.

Weitere Vorhaben sind die Übersiedlung der Abteilungen für die Bezirke 17 bis 19 ins Wilhelminenspital, für die Bezirke 20 und 21 ins neue Krankenhaus Nord sowie für die Bezirke 12, 13 und 23 ins Krankenhaus Hietzing. Ramskogler wandte sich klar gegen die Versuche der Opposition, die psychosoziale Versorgung in Wien pauschal schlecht zu machen. Das Prüfersuchen von ÖVP und Grünen in Sachen Erwachsenenpsychiatrie sei nur als weiterer Versuch in diese Richtung zu werten - nach der Untersuchungskommission und dem letztjährigen Kontrollamtsbericht zur Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Der Kontrollamtsbericht merke an, dass die Dezentralisierung rascher hätte erfolgen können. "In der Regel werden geplante Absiedlungen aber erst durch Neubauten ermöglicht. Diese wurden von der Stadt Wien für die nächsten Jahre Schritt für Schritt vorgesehen.", merkte Ramskogler an.

Viele der Psychiatrischen Abteilungen des Wiener Krankenanstaltenverbunds sind in Gebäuden untergebracht, die noch aus der Kaiserzeit stammen. "Das Kontrollamt erkennt die bereits erfolgten Investitionen in die Häuser mit älterer Bausubstanz als positiv an. Allein für das Otto-Wagner-Spital sind für das Jahr 2010 Investitionen in der Höhe von rund sieben Millionen Euro geplant", sagte Ramskogler. Auch hinsichtlich der Gebäude des PSD bestätigte das Kontrollamt, dass das bauliche Optimierungspotenzial bereits erkannt worden sei.

"Im aktuellen Bericht hat das Kontrollamt die korrekte medizinische und pflegerische Betreuung der psychiatrischen PatientInnen in Wien bestätigt. Sie entspricht anerkannten medizinischen und pflegerischen Standards", sagte Ramskogler. Auch die Bedeutung der intensiv-medizinischen und intensiv-psychiatrischen Betreuung wird im Bericht unterstrichen.
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