Nach über 650.000 Untersuchungen: 2. BSE-Fall in Oberösterreich

Linz (OTS) - Oberösterreichs Veterinär- und Agrarlandesrat Stockinger: Sicherheitsnetz hat bestens funktioniert -Konsumentensicherheit
war zu jeder Zeit 100 %ig gewährleistet

Bei allen geschlachteten Rindern über 48 Monaten wird verpflichtend ein BSE-Schnelltest durchgeführt. Dabei wurde am 19. Jänner 2010 ein Rind positiv getestet. Das Untersuchungsergebnis wurde heute Nachmittag (22. Jänner 2010) durch das nationale Referenzlabor der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit in Mödling bestätigt. Damit gibt es in Oberösterreich nach 2006 einen zweiten und bundesweit den siebenten BSE-Fall.

Durch die exakte Information aus der AMA-Rinderdatenbank konnte das Tier, seine Herkunft und die Nachkommen auf Knopfdruck einwandfrei identifiziert werden. Es handelt sich dabei um eine in Österreich geborene, überdurchschnittlich alte, 12-jährige Kuh, die aus einem traditionellen oberösterreichischen Grünlandbetrieb stammt.

Von der Veterinärbehörde wurden in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit unverzüglich alle notwendigen Vorkehrungen veranlasst. Der betroffene Schlachtkörper wurde entsprechend dem Krisenplan unter behördlicher Aufsicht sofort aus dem Verkehr gezogen und entsorgt. Das Fleisch ist damit zu keinem Zeitpunkt in die Lebensmittelkette gelangt.

In allen bisher in Österreich aufgetretenen BSE-Fällen gab es keine Übertragung der Krankheit auf die Nachkommen. Trotzdem wurden die Nachkommen des Tieres ebenfalls unverzüglich behördlich kontrolliert. Dabei sind keinerlei klinische Auffälligkeiten festgestellt worden. Die Tiere werden weiterhin durch den Amtstierarzt laufend überwacht und im Falle einer späteren Schlachtung natürlich auch auf BSE untersucht.

Es dürfte sich, wie schon beim ersten oberösterreichischen BSE-Fall im Jahr 2006, um einen weiteren unabhängigen Einzelfall handeln.

In Österreich wurden seit Dezember 2000 insgesamt 1.945.611 Rinder lückenlos auf BSE untersucht, davon 652.163 Rinder - also rund ein Drittel - in Oberösterreich.

"Das dichte Sicherheitsnetz hat in Oberösterreich wie schon vor 5 Jahren lückenlos gehalten, die Lebensmittel- und damit Konsumentensicherheit war zu jeder Zeit 100%ig gewährleistet", betont der in Oberösterreich für das Veterinärwesen zuständige Landesrat Dr. Josef Stockinger. "Das rasche Umsetzen aller notwendigen Vorkehrungsmaßnahmen durch den Landesveterinärdienst in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium rechtfertigt das große Vertrauen in das funktionierende und sichere Kontrollsystem in Österreich. Heimisches Rindfleisch kann daher auch in Zukunft mit ruhigem Gewissen genossen werden."

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