• 22.01.2010, 13:58:05
  • /
  • OTS0177 OTW0177

Große Solidarität in Österreich für Bebenopfer in Haiti: 4,4 Millionen Euro für "Nachbar in Not"

Wien (OTS) - "10 Tage nach Start der 'Nachbar in Not'-Hilfe für
die Erdbebenopfer in Haiti sind bereits 4.389.681,46 Euro gespendet
worden", gab Sissy Mayerhoffer, ORF-Koordinatorin von "Nachbar in
Not", bei einem Pressegespräch heute, Freitag, dem 22. Jänner 2010 im
"Presseclub Concordia" bekannt. Gemeinsam mit "Nachbar in
Not"-Vorstandsvorsitzendem und Caritas-Auslandshilfechef Christoph
Petrik-Schweifer, Michael Opriesnig, zweitem Vorstandsvorsitzenden
von "Nachbar in Not" und Kommunikationschef des Österreichischen
Roten Kreuzes und Dagmar Lassmann, Leiterin Diakonie Auslandshilfe
und ebenfalls im "Nachbar in Not"-Vorstand, wurden die einzelnen
Maßnahmen der Hilfeleistung durch die "Nachbar in Not"-Organisationen
vorgestellt und um weitere Unterstützung der so dringend notwendigen
Hilfe gebeten.

Petrik-Schweifer: "Hilfe für Millionen Menschen ist notwendig"
"Nachbar in Not"-Vorstandsvorsitzender Christoph Petrik-Schweifer und
Caritas-Auslandshilfechef: "Das Ausmaß der Katastrophe ist
unvorstellbar. Die Situation vor Ort ist erdrückend. Die Katastrophe
hat stattgefunden im ärmsten Land Lateinamerikas. Einem Land, wo die
Hälfte der Menschen unter 18 Jahre alt ist. Einem Land, in dem Zwei
Drittel der Menschen von weniger als zwei Dollar am Tag leben. Haiti
hatte schon die große Katastrophe, bevor die große Katastrophe kam."
Petrik-Schweifer weiter: "Die 'Nachbar in Not'-Hilfsorganisationen
haben bereits in den ersten Tagen zehntausenden Menschen geholfen.
Ein Schulterschluss der Hilfe hat stattgefunden, der Überleben
gesichert hat und weiterhin sichert. Was wichtig ist - trotz
schwerster Bedingungen, die Hilfe kommt an. Durch den internationalen
Einsatz aller Hilfsorganisationen ist schon hunderttausenden Menschen
humanitäre Hilfe geleistet worden - aber Hilfe für Millionen Menschen
ist notwendig."

Opriesnig: "'Nachbar in Not' ist die humanitäre Visitenkarte
Österreichs"
Michael Opriesnig, zweiter Vorstandsvorsitzender von "Nachbar in Not"
und Kommunikationschef vom Österreichischen Roten Kreuz, betonte: "Es
ist in der 150-jährigen Geschichte der Rot-Kreuz-Bewegung der größte
Einsatz, den es jemals in einem Land gegeben hat. Ich glaube, auch
das verdeutlicht das Ausmaß der Katastrophe." Und weiter: "Das
Allerwichtigste ist im Moment nicht nur die Aufbereitung von sauberem
Trinkwasser, sondern die Verbesserung der Hygienebedingungen. Gestern
ist die erste Hygiene- und Sanitäreinheit - unter anderem auch
mitfinanziert aus Mitteln von 'Nachbar in Not' - in Haiti gelandet.
Das zeigt auch, dass wir in der 'Nachbar in Not'-Hilfe auch
international vorne sind." Opriesnig abschließend: "Für mich ist
'Nachbar in Not' so etwas wie die humanitäre Visitenkarte Österreichs
- der gemeinsame Ausdruck von Hilfsbereitschaft und Solidarität:
bekannt, anerkannt und geschätzt - von Jugoslawien bis Darfur, von
Pakistan bis Indonesien und jetzt auch bis Haiti."

Mayerhoffer: "Schulterschluss von Medien und Hilfe"
Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting,
erinnerte an die schwierige Situation, in der sich alle - Helfer wie
Berichterstatter - vor Ort befinden und dankte allen für ihren
Einsatz: "Ich glaube, wir haben bewiesen, dass wir Tag und Nacht
damit beschäftigt sind, Informationen auszutauschen und bewegte
Bilder und O-Töne unter die Menschen zu bringen. Alle ORF-Medien -
Fernsehen, Radio, Internet und ORF TELETEXT - unterstützen diese
Aktion. Das ist auch notwendig, um die Menschen um weitere Mithilfe
zu bitten: Wir hoffen, dass diese Spendenbereitschaft weitergeht, um
die Hilfe, die die Menschen in Haiti jetzt brauchen, zu ermöglichen."

Lassmann: "Medizinische Hilfe ist jetzt vorrangig"
Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie-Auslandshilfe und im "Nachbar
in Not"-Vorstand: "Die Diakonie liefert genau heute in der Region
Jacmel Mediakamente, Hygieneartikel und medizinischen Bedarf mit
Hilfe von 'Nachbar in Not'. Es gibt immer noch viel zu viele
unversorgte oder nicht ausreichend versorgte Verletzte. Daher legen
alle 'Nachbar in Not'-Hilfsorganisationen - Caritas, Diakonie, Rotes
Kreuz, CARE, Malteser, Samariterbund, Volkshilfe, Hilfswerk Austria -
gerade jetzt in der ersten Phase ihren Fokus auf medizinische Hilfe
jeder Art. Insgesamt wird unsere Hilfe einen langen Atem brauchen -
sie wird Wochen, Monate und Jahre beanspruchen."

So hilft jede "Nachbar in Not"-Spende:
1 x Essenspaket um 25 Euro
1 x "Schule in der Box" für 40 Kinder um 500 Euro
1 x Küchenset für eine Kleinfamilie um 30 Euro
1 x Hygiene-Set für eine Familie um 32 Euro
1 x LWK (gebraucht) für 25.000 Euro
1 x Werkzeugset für den Bau von Notunterkünften um 35 Euro
1 x Generator (Benzin oder Diesel) ab 500 Euro
1 x Zelt um 90 Euro
1 x Ernährung für eine Familie für einen Monat um 100 Euro

ORF-Aktionstag: "Österreich hilft Haiti"
Die vom ORF mitgetragene "Nachbar in Not"-Aktion für Haiti findet am
Montag, dem 25. Jänner, einen programmlichen Höhepunkt: Mittelpunkt
eines "Nachbar in Not"-Aktionstages ist um 20.15 Uhr in ORF 2 der
große Benefizabend "Österreich hilft Haiti". Barbara Stöckl
präsentiert aktuelle Berichte aus dem Erdbebengebiet, spricht mit
Betroffenen und erhält dabei musikalische Unterstützung von Stars
aller Genres - von Semino Rossi über DJ Ötzi bis Christina Stürmer.
Im ORF-Zentrum sind bereits ab 6.00 Uhr Spendentelefone unter der
Telekom-Austria-Nummer 0800 222 444 (kostenlos aus ganz Österreich)
freigeschaltet, an denen auch ORF-Stars und weitere Prominente aus
allen Bereichen Spenden entgegennehmen.

Stellvertretend für alle dankte "Nachbar in
Not"-Vorstandsvorsitzender Christoph Petrik-Schweifer abschließend
bei dem Pressegespräch allen Partnern, Spenderinnen und Spendern
sowie Unterstützern der Hilfsaktion: "Dank an alle: Denn ohne Ihre
Hilfe könnten wir nicht helfen!"

Spendenmöglichkeiten für "Nachbar in Not":
NACHBAR IN NOT-Erdbeben Haiti
PSK 90 150 500 (BLZ 60000)
Online-Spenden unter:
http://nachbarinnot.ORF.at
Telekom Austria-Spendentelefon (kostenlos aus ganz Österreich):
0800 222 444
SMS-Spenden:
0664 660 33 33 (Kennwort NIN plus Spendenbetrag schicken)

Rückfragehinweis:

ORF - Humanitarian Broadcasting
   Christine Kaiser
   Tel.: +43 (0)1/87878 - DW 12422
   http://nachbarinnot.ORF.at
   http://tv.ORF.at
   http://kundendienst.ORF.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/248

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GOK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel