Große Solidarität in Österreich für Bebenopfer in Haiti: 4,4 Millionen Euro für "Nachbar in Not"

Wien (OTS) - "10 Tage nach Start der 'Nachbar in Not'-Hilfe für
die Erdbebenopfer in Haiti sind bereits 4.389.681,46 Euro gespendet worden", gab Sissy Mayerhoffer, ORF-Koordinatorin von "Nachbar in Not", bei einem Pressegespräch heute, Freitag, dem 22. Jänner 2010 im "Presseclub Concordia" bekannt. Gemeinsam mit "Nachbar in Not"-Vorstandsvorsitzendem und Caritas-Auslandshilfechef Christoph Petrik-Schweifer, Michael Opriesnig, zweitem Vorstandsvorsitzenden von "Nachbar in Not" und Kommunikationschef des Österreichischen Roten Kreuzes und Dagmar Lassmann, Leiterin Diakonie Auslandshilfe und ebenfalls im "Nachbar in Not"-Vorstand, wurden die einzelnen Maßnahmen der Hilfeleistung durch die "Nachbar in Not"-Organisationen vorgestellt und um weitere Unterstützung der so dringend notwendigen Hilfe gebeten.

Petrik-Schweifer: "Hilfe für Millionen Menschen ist notwendig" "Nachbar in Not"-Vorstandsvorsitzender Christoph Petrik-Schweifer und Caritas-Auslandshilfechef: "Das Ausmaß der Katastrophe ist unvorstellbar. Die Situation vor Ort ist erdrückend. Die Katastrophe hat stattgefunden im ärmsten Land Lateinamerikas. Einem Land, wo die Hälfte der Menschen unter 18 Jahre alt ist. Einem Land, in dem Zwei Drittel der Menschen von weniger als zwei Dollar am Tag leben. Haiti hatte schon die große Katastrophe, bevor die große Katastrophe kam." Petrik-Schweifer weiter: "Die 'Nachbar in Not'-Hilfsorganisationen haben bereits in den ersten Tagen zehntausenden Menschen geholfen. Ein Schulterschluss der Hilfe hat stattgefunden, der Überleben gesichert hat und weiterhin sichert. Was wichtig ist - trotz schwerster Bedingungen, die Hilfe kommt an. Durch den internationalen Einsatz aller Hilfsorganisationen ist schon hunderttausenden Menschen humanitäre Hilfe geleistet worden - aber Hilfe für Millionen Menschen ist notwendig."

Opriesnig: "'Nachbar in Not' ist die humanitäre Visitenkarte Österreichs"
Michael Opriesnig, zweiter Vorstandsvorsitzender von "Nachbar in Not" und Kommunikationschef vom Österreichischen Roten Kreuz, betonte: "Es ist in der 150-jährigen Geschichte der Rot-Kreuz-Bewegung der größte Einsatz, den es jemals in einem Land gegeben hat. Ich glaube, auch das verdeutlicht das Ausmaß der Katastrophe." Und weiter: "Das Allerwichtigste ist im Moment nicht nur die Aufbereitung von sauberem Trinkwasser, sondern die Verbesserung der Hygienebedingungen. Gestern ist die erste Hygiene- und Sanitäreinheit - unter anderem auch mitfinanziert aus Mitteln von 'Nachbar in Not' - in Haiti gelandet. Das zeigt auch, dass wir in der 'Nachbar in Not'-Hilfe auch international vorne sind." Opriesnig abschließend: "Für mich ist 'Nachbar in Not' so etwas wie die humanitäre Visitenkarte Österreichs - der gemeinsame Ausdruck von Hilfsbereitschaft und Solidarität:
bekannt, anerkannt und geschätzt - von Jugoslawien bis Darfur, von Pakistan bis Indonesien und jetzt auch bis Haiti."

Mayerhoffer: "Schulterschluss von Medien und Hilfe"
Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting, erinnerte an die schwierige Situation, in der sich alle - Helfer wie Berichterstatter - vor Ort befinden und dankte allen für ihren Einsatz: "Ich glaube, wir haben bewiesen, dass wir Tag und Nacht damit beschäftigt sind, Informationen auszutauschen und bewegte Bilder und O-Töne unter die Menschen zu bringen. Alle ORF-Medien -Fernsehen, Radio, Internet und ORF TELETEXT - unterstützen diese Aktion. Das ist auch notwendig, um die Menschen um weitere Mithilfe zu bitten: Wir hoffen, dass diese Spendenbereitschaft weitergeht, um die Hilfe, die die Menschen in Haiti jetzt brauchen, zu ermöglichen."

Lassmann: "Medizinische Hilfe ist jetzt vorrangig"
Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie-Auslandshilfe und im "Nachbar in Not"-Vorstand: "Die Diakonie liefert genau heute in der Region Jacmel Mediakamente, Hygieneartikel und medizinischen Bedarf mit Hilfe von 'Nachbar in Not'. Es gibt immer noch viel zu viele unversorgte oder nicht ausreichend versorgte Verletzte. Daher legen alle 'Nachbar in Not'-Hilfsorganisationen - Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz, CARE, Malteser, Samariterbund, Volkshilfe, Hilfswerk Austria -gerade jetzt in der ersten Phase ihren Fokus auf medizinische Hilfe jeder Art. Insgesamt wird unsere Hilfe einen langen Atem brauchen -sie wird Wochen, Monate und Jahre beanspruchen."

So hilft jede "Nachbar in Not"-Spende:
1 x Essenspaket um 25 Euro
1 x "Schule in der Box" für 40 Kinder um 500 Euro
1 x Küchenset für eine Kleinfamilie um 30 Euro
1 x Hygiene-Set für eine Familie um 32 Euro
1 x LWK (gebraucht) für 25.000 Euro
1 x Werkzeugset für den Bau von Notunterkünften um 35 Euro
1 x Generator (Benzin oder Diesel) ab 500 Euro
1 x Zelt um 90 Euro
1 x Ernährung für eine Familie für einen Monat um 100 Euro

ORF-Aktionstag: "Österreich hilft Haiti"
Die vom ORF mitgetragene "Nachbar in Not"-Aktion für Haiti findet am Montag, dem 25. Jänner, einen programmlichen Höhepunkt: Mittelpunkt eines "Nachbar in Not"-Aktionstages ist um 20.15 Uhr in ORF 2 der große Benefizabend "Österreich hilft Haiti". Barbara Stöckl präsentiert aktuelle Berichte aus dem Erdbebengebiet, spricht mit Betroffenen und erhält dabei musikalische Unterstützung von Stars aller Genres - von Semino Rossi über DJ Ötzi bis Christina Stürmer. Im ORF-Zentrum sind bereits ab 6.00 Uhr Spendentelefone unter der Telekom-Austria-Nummer 0800 222 444 (kostenlos aus ganz Österreich) freigeschaltet, an denen auch ORF-Stars und weitere Prominente aus allen Bereichen Spenden entgegennehmen.

Stellvertretend für alle dankte "Nachbar in Not"-Vorstandsvorsitzender Christoph Petrik-Schweifer abschließend bei dem Pressegespräch allen Partnern, Spenderinnen und Spendern sowie Unterstützern der Hilfsaktion: "Dank an alle: Denn ohne Ihre Hilfe könnten wir nicht helfen!"

Spendenmöglichkeiten für "Nachbar in Not":
NACHBAR IN NOT-Erdbeben Haiti
PSK 90 150 500 (BLZ 60000)
Online-Spenden unter:
http://nachbarinnot.ORF.at
Telekom Austria-Spendentelefon (kostenlos aus ganz Österreich):
0800 222 444
SMS-Spenden:
0664 660 33 33 (Kennwort NIN plus Spendenbetrag schicken)

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/248

Rückfragen & Kontakt:

ORF - Humanitarian Broadcasting
Christine Kaiser
Tel.: +43 (0)1/87878 - DW 12422
http://nachbarinnot.ORF.at
http://tv.ORF.at
http://kundendienst.ORF.at

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