BAGS-Kollektivvertrag für die Sozialbranche erfolgreich abgeschlossen

Wien (OTS) - Nach mehreren langwierigen Verhandlungsrunden
erzielten die Sozialpartner trotz der wirtschaftlich besonders schwierigen Rahmenbedingungen in den Morgenstunden des 22. Jänner 2010 für den größten Kollektivvertrag der Sozialbranche eine Einigung.

"Beide Verhandlungsparteien sind inhaltlich an ihre Grenzen gegangen. Angesichts der anfangs sehr weit auseinander liegenden Vorstellungen ist mit einer Erhöhung der Kollektivvertragsbezüge ab 1. Februar 2010 um 1,5 % und der Ist-Löhne und -Gehälter um 1,25 % ein tragbarer Abschluss gelungen. Das Instrument des Kollektivvertrages hat sich damit einmal mehr bewährt", betont Wolfgang Gruber, Verhandlungsführer und Vorsitzender der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS).

Dieser Abschluss berücksichtigt die Inflationsrate, bewirkt eine Kaufkraftsteigerung und stellt eine besondere Wertschätzung der MitarbeiterInnen der Gesundheits- und Sozialbranche dar.

Walter Marschitz, stellvertretender BAGS Vorsitzender, bewertet das Ergebnis als Erfolg für beide Seiten: "Der Abschluss ist ein Kompromiss zwischen den Ansprüchen der ArbeitnehmerInnen und den Finanzierungsmöglichkeiten der ArbeitgeberInnen. Schließlich erfordert der Umgang mit öffentlichen Geldern einen sehr effektiven Mitteleinsatz."

"Es war ein mühsamer Weg, zu einem Abschluss zu kommen. Das Ergebnis zeigt, dass die soziale Arbeit Mehrwert schafft. Es hat sich gelohnt, in den langen Verhandlungen diesen Kompromiss zustande zu bringen, der auch die finanzielle Situation der Länder und Gemeinden berücksichtigt. Die MitarbeiterInnen der Trägerorganisationen erhalten hierdurch ein gerechtes Entgelt für ihre qualitätsvolle Arbeit", so Erich Fenninger, stellvertretender Vorsitzender der BAGS.

Die Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) wurde im Bestreben, gleiche Arbeitsbedingungen für gleiche Tätigkeiten in ein und derselben Branche zu schaffen, im Februar 1997 mit freiwilliger Mitgliedschaft gegründet. Sie verhandelte in der Folge mit den Fachgewerkschaften GPA-DJP und Vida einen bundesweiten Kollektivvertrag für den gesamten Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste einschließlich Behindertenarbeit, der Kinderbetreuung und Jugendwohlfahrt sowie der Arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungen. Mit der Satzung des BAGS Kollektivertrages unterliegen mehr als 80.000 ArbeitnehmerInnen dem BAGS Kollektivvertrag.

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