Wohnbeihilfe: Diskriminierende Schikanen Haimbuchners tragen nicht zu Integration bei

Kapeller: "Das Prinzip bürgernaher Information darf nicht fremdenfeindlicher Politik weichen"

Linz (OTS) - Das Informationsangebot des Landes OÖ zur
Wohnbeihilfe steht derzeit in Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch und Serbokroatisch zur Verfügung. Die Ankündigung von Wohnbau-LR Haimbuchner, die türkische und serbokroatische Darstellung von der Homepage durch Weisung entfernen zu lassen, erschüttert SP-Wohnbausprecher Kapeller: "Der Antrag auf Wohnbeihilfe selbst ist ohnehin nur in Deutsch erhältlich, gute Deutschkenntnisse sind also erforderlich. Um Missverständnissen vorzubeugen, leistet das Land OÖ als Service die dazugehörige Information mehrsprachig. Der englischen und französischen Sprache nun den Vorzug vor Türkisch und Serbokroatisch zu geben, ist nichts weiter als ein beschämend fremdenfeindlicher Einfall des freiheitlichen Landesrates".

Geht man davon aus, dass 5 Jahre Aufenthalt in Österreich als Voraussetzung für den Bezug der Wohnbeihilfe für alle Menschen genügen, um erwartbar ausreichende Deutschkenntnisse zu erwerben, dann soll Haimbuchner erklären, warum er aber englisch- und französischsprachigen Personen Information in ihrer Muttersprache einräumt. Denn seiner Argumentation folgend, müssten diese doch ebenfalls gut genug Deutsch können. Damit demaskiert Haimbuchner sich, dass er nur ganz bestimmte Gruppen von Information ausschließen will, während er anderen zusätzliche Information zugesteht. "Ein eindeutig diskriminierendes Vorgehen - erneut teilt die FP nach ihrem Gutdünken in gute und schlechte Ausländer," kritisiert Kapeller und fordert Haimbuchner auf, von solch abstrusen Aktionen Abstand zu nehmen.

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