Worum geht es wirklich? Provisionen sind längst kein Thema mehr!

Wien (OTS) - Wiens Hörakustiker pflegen eine einwandfreie Geschäftskultur, in der Korruption oder Korruptionsnähe nie unterstellt werden konnte und kann, betont Anton Koller, Landesinnungsmeister der Augenoptiker und Hörakustiker in Wien eindeutig. Er verwehrt sich gegen den, im Rahmen eines Ö1 Mittagsjournals am 19.12.2009 geäußerten Vorwurf der Sozialversicherungen, "dass Hals-Nasen-Ohrenärzte illegale Provisionen von Hörgerätehändlern kassiert hätten". Damit werden die Standesvertretungen und Mitglieder zweier Berufsgruppen in einen gemeinsamen Topf geworfen und (be-) rufschädigend kategorisiert. Die Gefahr der Verunsicherung und des Schadens für die Konsumenten ist groß.

Zwischen der Bundesinnung der Hörakustiker und dem stellvertretenden Generaldirektor und Hauptverhandler des Hauptverbandes der Sozialversicherungen, Herrn Dr. Josef Probst, wurde ursprünglich ein Abschlag von Euro 50,00 vereinbart. Bei den Verhandlungen unberücksichtigt blieb die Tatsache, dass die Tarifversorgung für die Hörakustiker ohnehin lange nicht mehr kostendeckend ist. Die vereinbarte Abschlagszahlung war keineswegs als Kompensation versteckter Provisionen angedacht, sondern als SOLIDARBEITRAG DER BERUFSGRUPPE HÖRAKUSTIKER, um die Geldnöte der Sozialversicherungen zu lindern. Die zusätzlich geforderten unrealistischen Technologieverbesserungen bei der Standardversorgung jedoch sprengten den Rahmen der ökonomischen Möglichkeiten. Es konnte keine sinnvolle Einigung erzielt werden. Somit kommt natürlich auch der Solidarbeitrag nicht mehr zur Anwendung. Der, SEITENS DER SOZIALVERSICHERUNGSTRÄGER am 23.12.2009 gekündigte Vertrag, könnte den Schluss zulassen, das Scheitern der Verhandlungen (vorsätzlich) herbeigeführt zu haben. Die Leidtragenden sind die, auf ein Hörgerät angewiesenen, Versicherten.

Für uns, hebt Landesinnungsmeister Koller hervor, sind nur jene Lösungen sinnvoll, die auch einen Vorteil für die Versicherten berücksichtigen. Aus Sicht der Landesinnung Wien der Augenoptiker und Hörakustiker scheint es nicht möglich mit dem vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger beauftragten Verhandlungsführer, Herrn Dr. Josef Probst, diesbezüglich zielführende Verhandlungsergebnisse zu erzielen. Mit der Kündigung des Vertrages führt sich auch das getätigte Ö1 Interview vom 19.12.2009 ad absurdum.

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Anton Koller, MSc. Clinical Optometry, Landesinnungsmeister
Landesinnung Wien der Augenoptiker und Hörakustiker
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