- 20.01.2010, 09:10:12
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FORMAT: Telekom Austria legt Festnetz- und Mobilfunksparte zusammen - 120 bis 150 Millionen Euro Einsparungspotenzial
Integration sieht Abbau von bis zu tausend Jobs vor - Betriebsratschef Kolek will "das nicht kampflos hinnehmen"
Wien (OTS) - Am 23. Februar will der Aufsichtsrat der Telekom
Austria (TA) die Zusammenlegung von Festnetz und Mobilfunk
beschließen, berichtet das Magazin FORMAT in seiner online-Ausgabe.
Die Fusion soll der TA in den Bereichen Technik, Einkauf und Personal
zwischen 120 und 150 Millionen Euro an Einsparungspotenzial bringen.
Wie aus Aufsichtsratskreisen verlautet, sieht die Integration bis
Mitte 2011 eine Streichung von bis zu tausend Arbeitsplätzen vor -
zusätzlich zum bereits laufenden Abbau von 1.250 Jobs.
Zwei Drittel der Stellen sollen im Zuge des Integrationsprozesses bei
der 8.673 Mitarbeiter beschäftigenden Mobilkom gestrichen werden.
"Das wird nicht so schwer, weil bei der Mobilkom kaum Beamte sitzen.
Das Problem ist aber die Gewerkschaft. Die Zahl tausend bleibt also
ein Wunschdenken", so ein Aufseher zu FORMAT.
TA-Sprecherin Elisabeth Mattes dementiert den geplanten Abbau von
tausend Arbeitsplätzen. Ob es im Fall einer Fusion zur Streichung von
Jobs kommen werde, könne derzeit nicht gesagt werden. "Noch wird
geprüft, ob eine Zusammenlegung sinnvoll ist", sagt Mattes. Berater
Clemens Böhmer, bis vor kurzem Manager bei Arthur D. Little, wurde
aber bereits angeheuert, um den Integrationsprozess zu begleiten,
heißt es auf FORMAT-online.
Dass ein so hoher Personalabbau an der Gewerkschaft scheitern wird,
macht auch TA-Betriebsratschef Kolek klar: "Mit uns wird es keine
Deals geben. Ich werde das nicht kampflos hinnehmen und bleibe gegen
eine Fusion, so sie eine Stellenkürzung mit sich bringt." Noch vor
der Aufsichtsratssitzung will Kolek dazu ein Treffen mit
Betriebsratskollegen und dem TA-Vorstand einberufen.
Der Vorschlag, Festnetz und Mobilfunk zusammenzulegen, kommt vom
Vorstand: "In Europa sind wir Schlusslicht. Alle anderen großen
Betreiber haben Festnetz und Mobilfunk bereits zusammengelegt. Das
Sparpotenzial etwa im Bereich Technik ist enorm. Und auch kann der
Markt mit einer einzigen Datenbank viel effizienter bearbeitet
werden," so TA-Chef Hannes Ametsreiter.
Rückfragehinweis:
FORMAT Jelincic, Wirtschaft, 21755-0
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/81
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