- 19.01.2010, 13:07:24
- /
- OTS0169 OTW0169
Erstes Landesleistungszentrum für Dameneishockey in Salzburg
Brenner: Sportressort unterstützt Pionierarbeit mit jährlich 10.000 Euro
Salzburg (OTS) - Gemeinsam mit Dr. Thomas Seywald, dem Gründer des
erfolgreichen Dameneishockey-Teams "Salzburg Ravens" und der
International Hockey Academy präsentierte Sportreferent LH-Stv. Mag.
David Brenner heute, Dienstag, 19. Jänner, in einem
Informationsgespräch die Pläne für das erste offizielle
Landesleistungszentrum Österreichs für Dameneishockey.
Die "International Hockey Academy" der Salzburg Ravens wird zum
ersten offiziellen Landesleistungszentrums für Dameneishockey
Österreichs aufgewertet und dabei mit 10.000 Euro Jahresförderung vom
Sportressort des Landes unterstützt. "Wir unterstützen damit die
hervorragende Pionierarbeit von Dr. Thomas Seywald und Silvia Fürst,
die in den vergangenen Jahren gemeinsam mit ihrem Team das
Dameneishockey in Salzburg so stark gemacht haben", so Sportreferent
Brenner.
"Eishockey ist schon lange keine reine Männerdomäne mehr. Mit den
Ravens beheimatet Salzburg nicht nur den amtierenden österreichischen
Staatsmeister im Dameneishockey. Seit Kurzem steht außerdem fest,
dass die Ravens in der European Womens Hockey League als bestes
österreichisches Team den zweiten Platz belegen wird. Und auch das
Farmteam - eine Ausbildungsmannschaft für junge Spielerinnen - kämpft
heuer wieder in der Bundesliga mit um den Titel", erklärte Brenner
den Stellenwert des Salzburger Dameneishockeys.
"Mit dem Landesleistungszentrum Dameneishockey und unserer
Landesunterstützung schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer
Klappe: Einerseits unterstützen wir den derzeit besten
Dameneishockey-Club Österreichs, die Salzburg Ravens, in ihrer
weiteren Entwicklung. Und andererseits tragen wir dazu bei, noch mehr
Mädchen für diese tolle Sportart zu gewinnen und eine entsprechende
Struktur und Organisation dafür bereitzustellen", schilderte Brenner
die Beweggründe des Sportressorts.
Landesleistungszentrum mit internationaler Beteiligung
Neben diesen sportlichen Erfolgen engagiert man sich in Salzburg
insbesondere auch auf dem Ausbildungssektor enorm für den Nachwuchs.
"Das Ziel der International Hockey Academy bzw. des
Landesleistungszentrums Dameneishockey ist einerseits der
internationale Studenten- und Schüleraustausch in Kombination mit dem
Eishockeysport. Derzeit wohnen zehn Mädchen aus mehreren Nationen
gemeinsam in einer Wohngemeinschaft, um zusammen leben, lernen und
trainieren zu können. Dies dient dem Aufbau von sozialer Kompetenz
ebenso wie der Intensivierung von Kontaktfreudigkeit, Sprachgefühl
und -ausbildung, sowie sportlicher Effizienz. Dass davon naturgemäß
auch und insbesondere die heimischen Spielerinnen und der
Dameneishockeysport in Salzburg und Österreich insgesamt profitieren,
liegt auf der Hand", schilderte der Landeshauptmann-Stellvertreter.
Vorteile der International Hockey Academy
1. Die Möglichkeit einer intensivierten, gemeinsamen
Sportausbildung in vier Eis- und mehreren Trockentrainingseinheiten
über das ganze Jahr gewährleistet die höchstmögliche Effi-zienz im
sportlichen Bereich. Auch das unterschiedliche Niveau der sportlichen
Grundlagen führt zu einer automatischen Orientierung nach oben, indem
Schwächere den Stärkeren nacheifern.
2. Das schulische/studentische Fortkommen wird durch das
gemeinsame Lernen ebenso gefördert, indem ebenfalls die Stärkeren die
Schwächeren bzw. die Älteren die Jüngeren mitziehen. Auch und vor
allem ausländischen Spielerinnen erleichtert die Mitgliedschaft in
der International Hockey Academy Schule bzw. Studium in Salzburg zu
beginnen bzw. fortzuführen, indem die Mitarbeiter/innen mit Rat und
Tat zur Seite stehen.
3. Zudem wird durch das unterschiedliche Sprachgefüge der
"Europäische Gedanke" im Sinne einer logischerweise besseren
Sprachausbildung intensiviert. Der Schwerpunkt liegt hier auf
Englisch, wie man es in der Praxis später ohnehin anwenden würde.
Aber auch andere Sprachen sollen in der International Hockey Academy
gefördert und erlernt werden. Für Mädchen aus der International
Hockey Academy werden die Zukunftsperspektiven im Sinne eines
europäischen Gesamtkonzepts am Arbeitsmarkt besser und erleichtert,
da zum einen Kontakte zu ausländischen Mädchen automatisch entstehen
und zum anderen Sprachgefühl und verschiedene Sprachen
Auslandsaufenthalte von vornherein erleichtern.
4. Die Integration von Sportlerinnen und Sportlern mit Handicap
soll dazu anhalten, Außenseiter in unserer Gesellschaft in die
inneren Kreise eines sozialen Gefüges (in diesem Falle eben des
Dameneishockey-Teams "The Ravens Salzburg") zu holen und dort zu
behalten. Dieser Versuch wurde im Vorjahr bereits erfolgreich über
drei Wochen unternommen und wird ab dem heurigen Jahr zum Standard
werden. Erstmals hat die International Hockey Academy eine gehörlose
Spielerin aufgenommen, um den Versuch des vorigen Jahres über die
ganze Saison auszudehnen, wobei erfreulicher Weise die Mädchen des
Teams sich ausgesprochen dafür eingesetzt haben. Dieses finnische
Mädchen, Heli Romu, wurde z.B. auch beim European Women Champions Cup
2009 in Salzburg eingesetzt.
5. Europa kennenzulernen und die Möglichkeiten von
Auslandsaufenthalten schulischer oder beruflicher Natur auszuloten
ist ein weiterer entscheidender Vorteil für Teilnehmerinnen der
International Hockey Academy. Da die Salzburger "Ravens" auch die
internationale Liga EWHL (European Women Hockey League) spielen, ist
das Kennenlernen anderer europäischer Staaten zwangsläufig.
6. Zu guter Letzt ist der Aufbau sozialer Kompetenz ein weiterer
Schwerpunkt. Diese kann nur im Zusammenleben und zusammen arbeiten
bzw. trainieren mit anderen erreicht werden.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/15
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SBG






