Erstes Landesleistungszentrum für Dameneishockey in Salzburg

Brenner: Sportressort unterstützt Pionierarbeit mit jährlich 10.000 Euro

Salzburg (OTS) - Gemeinsam mit Dr. Thomas Seywald, dem Gründer des erfolgreichen Dameneishockey-Teams "Salzburg Ravens" und der International Hockey Academy präsentierte Sportreferent LH-Stv. Mag. David Brenner heute, Dienstag, 19. Jänner, in einem Informationsgespräch die Pläne für das erste offizielle Landesleistungszentrum Österreichs für Dameneishockey.

Die "International Hockey Academy" der Salzburg Ravens wird zum ersten offiziellen Landesleistungszentrums für Dameneishockey Österreichs aufgewertet und dabei mit 10.000 Euro Jahresförderung vom Sportressort des Landes unterstützt. "Wir unterstützen damit die hervorragende Pionierarbeit von Dr. Thomas Seywald und Silvia Fürst, die in den vergangenen Jahren gemeinsam mit ihrem Team das Dameneishockey in Salzburg so stark gemacht haben", so Sportreferent Brenner.

"Eishockey ist schon lange keine reine Männerdomäne mehr. Mit den Ravens beheimatet Salzburg nicht nur den amtierenden österreichischen Staatsmeister im Dameneishockey. Seit Kurzem steht außerdem fest, dass die Ravens in der European Womens Hockey League als bestes österreichisches Team den zweiten Platz belegen wird. Und auch das Farmteam - eine Ausbildungsmannschaft für junge Spielerinnen - kämpft heuer wieder in der Bundesliga mit um den Titel", erklärte Brenner den Stellenwert des Salzburger Dameneishockeys.

"Mit dem Landesleistungszentrum Dameneishockey und unserer Landesunterstützung schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits unterstützen wir den derzeit besten Dameneishockey-Club Österreichs, die Salzburg Ravens, in ihrer weiteren Entwicklung. Und andererseits tragen wir dazu bei, noch mehr Mädchen für diese tolle Sportart zu gewinnen und eine entsprechende Struktur und Organisation dafür bereitzustellen", schilderte Brenner die Beweggründe des Sportressorts.

Landesleistungszentrum mit internationaler Beteiligung

Neben diesen sportlichen Erfolgen engagiert man sich in Salzburg insbesondere auch auf dem Ausbildungssektor enorm für den Nachwuchs. "Das Ziel der International Hockey Academy bzw. des Landesleistungszentrums Dameneishockey ist einerseits der internationale Studenten- und Schüleraustausch in Kombination mit dem Eishockeysport. Derzeit wohnen zehn Mädchen aus mehreren Nationen gemeinsam in einer Wohngemeinschaft, um zusammen leben, lernen und trainieren zu können. Dies dient dem Aufbau von sozialer Kompetenz ebenso wie der Intensivierung von Kontaktfreudigkeit, Sprachgefühl und -ausbildung, sowie sportlicher Effizienz. Dass davon naturgemäß auch und insbesondere die heimischen Spielerinnen und der Dameneishockeysport in Salzburg und Österreich insgesamt profitieren, liegt auf der Hand", schilderte der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Vorteile der International Hockey Academy

1. Die Möglichkeit einer intensivierten, gemeinsamen Sportausbildung in vier Eis- und mehreren Trockentrainingseinheiten über das ganze Jahr gewährleistet die höchstmögliche Effi-zienz im sportlichen Bereich. Auch das unterschiedliche Niveau der sportlichen Grundlagen führt zu einer automatischen Orientierung nach oben, indem Schwächere den Stärkeren nacheifern.

2. Das schulische/studentische Fortkommen wird durch das gemeinsame Lernen ebenso gefördert, indem ebenfalls die Stärkeren die Schwächeren bzw. die Älteren die Jüngeren mitziehen. Auch und vor allem ausländischen Spielerinnen erleichtert die Mitgliedschaft in der International Hockey Academy Schule bzw. Studium in Salzburg zu beginnen bzw. fortzuführen, indem die Mitarbeiter/innen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

3. Zudem wird durch das unterschiedliche Sprachgefüge der "Europäische Gedanke" im Sinne einer logischerweise besseren Sprachausbildung intensiviert. Der Schwerpunkt liegt hier auf Englisch, wie man es in der Praxis später ohnehin anwenden würde. Aber auch andere Sprachen sollen in der International Hockey Academy gefördert und erlernt werden. Für Mädchen aus der International Hockey Academy werden die Zukunftsperspektiven im Sinne eines europäischen Gesamtkonzepts am Arbeitsmarkt besser und erleichtert, da zum einen Kontakte zu ausländischen Mädchen automatisch entstehen und zum anderen Sprachgefühl und verschiedene Sprachen Auslandsaufenthalte von vornherein erleichtern.

4. Die Integration von Sportlerinnen und Sportlern mit Handicap soll dazu anhalten, Außenseiter in unserer Gesellschaft in die inneren Kreise eines sozialen Gefüges (in diesem Falle eben des Dameneishockey-Teams "The Ravens Salzburg") zu holen und dort zu behalten. Dieser Versuch wurde im Vorjahr bereits erfolgreich über drei Wochen unternommen und wird ab dem heurigen Jahr zum Standard werden. Erstmals hat die International Hockey Academy eine gehörlose Spielerin aufgenommen, um den Versuch des vorigen Jahres über die ganze Saison auszudehnen, wobei erfreulicher Weise die Mädchen des Teams sich ausgesprochen dafür eingesetzt haben. Dieses finnische Mädchen, Heli Romu, wurde z.B. auch beim European Women Champions Cup 2009 in Salzburg eingesetzt.

5. Europa kennenzulernen und die Möglichkeiten von Auslandsaufenthalten schulischer oder beruflicher Natur auszuloten ist ein weiterer entscheidender Vorteil für Teilnehmerinnen der International Hockey Academy. Da die Salzburger "Ravens" auch die internationale Liga EWHL (European Women Hockey League) spielen, ist das Kennenlernen anderer europäischer Staaten zwangsläufig.

6. Zu guter Letzt ist der Aufbau sozialer Kompetenz ein weiterer Schwerpunkt. Diese kann nur im Zusammenleben und zusammen arbeiten bzw. trainieren mit anderen erreicht werden.

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