• 19.01.2010, 09:42:38
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Jank: City-Maut gefährdet Wiens Betriebe

Einführung einer City-Maut Teil der Volksbefragung der Stadt Wien Mitte Februar - Auch wenn sie nur für die Innere Stadt kommen sollte, würde dies die Wirtschaft schwer belasten.

Wien (OTS) - 19.01.2010 - Ein klares Nein zur derzeit diskutierten
City-Maut kommt von der obersten Interessenvertreterin der Wiener
Betriebe, Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin Brigitte Jank. "Die
Wirtschaft zahlt bereits genug für die LKW-Maut, die
Autobahn-Vignette oder das Parkpickerl in Wien", sagt Jank. Gerade
jetzt, wo sich die Wirtschaft wieder langsam erholt, sei dies eine
unzumutbare Belastung - besonders für Kleinbetriebe. Denn mit der
City Maut fallen nicht nur unmittelbare Kosten an. "Zusätzlich hätten
die Betriebe auch mit Umsatzrückgängen zu kämpfen", sagt Jank, denn
die City Maut würde auch einen Kaufkraftabfluss verursachen, viele
Kunden würden in andere - nicht bemautete - Gebiete ausweichen.
Schwer treffen würde dies vor allem die Gastronomie, die
Freizeitwirtschaft und die renommierten Wiener Kulturbetriebe - von
den Handelsbetrieben in den Wiener Einkaufsstraßen gar nicht zu
reden. Eine City Maut kommt für die Wiener Wirtschaft daher nicht in
Frage - auch nicht für einzelne Bezirke.

System funktioniert

Einen Bärendienst an der Wirtschaft leistet die City Maut bereits
jetzt schon - sie sorgt für große Verunsicherung. Denn mittlerweile
wird täglich über dieses Phantomprojekt diskutiert, konkrete Details
werden nicht genannt. So wurde bisher weder festgelegt, in welchem
Bereich eine City Maut kommen könnte, noch was innerhalb dieses
Bereichs mit bestehenden Instrumenten wie Kurzparkzonen und
Parkpickerl passieren soll. Die City-Maut als Ersatz für das
Parkpickerl einzuführen und die Kurzparkzonen aufzulassen (siehe
London), würde jedenfalls bedeuten, dass die Straßen komplett und
nachhaltig verparkt wären. Für Kunden, Besucher und Lieferanten wäre
kein Platz mehr.
"Mit der Parkraumbewirtschaftung gibt es in Wien bereits ein
funktionierendes System, das sich grundsätzlich bewährt hat", sagt
Jank, "auch wenn wir nach wie vor gegen die Bewirtschaftung bis 22
Uhr sind und unsere Forderung nach Ausweitung des kostenlosen Parkens
auf 20 Minuten für Ladetätigkeiten noch immer nicht erfüllt ist".
Zusätzlich zu den Verkehrsmaßnahmen im ruhenden Verkehr eine
City-Maut, die den fließenden Verkehr betrifft, einzuführen, ist
jedenfalls kontraproduktiv.

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Wien - Pressestelle
Dr. Gary Pippan
Tel.: (++43-1) 51450-1314
[email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/242

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