Jank: City-Maut gefährdet Wiens Betriebe

Einführung einer City-Maut Teil der Volksbefragung der Stadt Wien Mitte Februar - Auch wenn sie nur für die Innere Stadt kommen sollte, würde dies die Wirtschaft schwer belasten.

Wien (OTS) - 19.01.2010 - Ein klares Nein zur derzeit diskutierten City-Maut kommt von der obersten Interessenvertreterin der Wiener Betriebe, Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin Brigitte Jank. "Die Wirtschaft zahlt bereits genug für die LKW-Maut, die Autobahn-Vignette oder das Parkpickerl in Wien", sagt Jank. Gerade jetzt, wo sich die Wirtschaft wieder langsam erholt, sei dies eine unzumutbare Belastung - besonders für Kleinbetriebe. Denn mit der City Maut fallen nicht nur unmittelbare Kosten an. "Zusätzlich hätten die Betriebe auch mit Umsatzrückgängen zu kämpfen", sagt Jank, denn die City Maut würde auch einen Kaufkraftabfluss verursachen, viele Kunden würden in andere - nicht bemautete - Gebiete ausweichen. Schwer treffen würde dies vor allem die Gastronomie, die Freizeitwirtschaft und die renommierten Wiener Kulturbetriebe - von den Handelsbetrieben in den Wiener Einkaufsstraßen gar nicht zu reden. Eine City Maut kommt für die Wiener Wirtschaft daher nicht in Frage - auch nicht für einzelne Bezirke.

System funktioniert

Einen Bärendienst an der Wirtschaft leistet die City Maut bereits jetzt schon - sie sorgt für große Verunsicherung. Denn mittlerweile wird täglich über dieses Phantomprojekt diskutiert, konkrete Details werden nicht genannt. So wurde bisher weder festgelegt, in welchem Bereich eine City Maut kommen könnte, noch was innerhalb dieses Bereichs mit bestehenden Instrumenten wie Kurzparkzonen und Parkpickerl passieren soll. Die City-Maut als Ersatz für das Parkpickerl einzuführen und die Kurzparkzonen aufzulassen (siehe London), würde jedenfalls bedeuten, dass die Straßen komplett und nachhaltig verparkt wären. Für Kunden, Besucher und Lieferanten wäre kein Platz mehr.
"Mit der Parkraumbewirtschaftung gibt es in Wien bereits ein funktionierendes System, das sich grundsätzlich bewährt hat", sagt Jank, "auch wenn wir nach wie vor gegen die Bewirtschaftung bis 22 Uhr sind und unsere Forderung nach Ausweitung des kostenlosen Parkens auf 20 Minuten für Ladetätigkeiten noch immer nicht erfüllt ist". Zusätzlich zu den Verkehrsmaßnahmen im ruhenden Verkehr eine City-Maut, die den fließenden Verkehr betrifft, einzuführen, ist jedenfalls kontraproduktiv.

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