Falter: BIA-Chef Kreutner gibt auf

Knalleffekt im Innenministerium: erfahrener BIA-Korruptionsermittler wirft das Handtuch

Wien (OTS) - Die oberste Korruptionsbehörde des Innenministeriums wird neu besetzt. Wie die Wiener Wochenzeitung Falter in ihrer morgen Abend erscheinenden Ausgabe exklusiv berichtet, wirft der Leiter des Büros für Interne Angelegenheiten (BIA), Martin Kreutner, 45, das Handtuch. "Nach neuneinhalb Jahren ist es Zeit für neue Herausforderungen", so Kreutner im Interview mit dem Falter.

Im Falter erzählt Kreutner auch, dass er immer wieder von Politikern, Medien und Verdächtigen "angekübelt" worden sei. Er wolle nicht als "Don Quichotte" enden. Politischer Druck sei nicht der Grund für den Rückzug. Kreutner hat sich für den Posten des neu geschaffenen Leiters des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung nicht mehr beworben. Insider im Innenministerium berichten, Kreutner sei zunehmend frustriert gewesen. Innenministerin Maria Fakter verliert mit Kreutner ausgerechnet jetzt einen der besten Korruptionsfahnder des Landes. Er klärte die Fälle Horngacher, Cheibani Wague, Bakary J. und die Visa-Affäre. Zuletzt war Kreutner im Kärntner Parteispendensumpf tätig - etwa bei Ermittlungen gegen Uwe Scheuch. Kreutner will weiterhin im Innenministerium tätig sein und Korruption nun auf internationaler Ebene thematisieren - etwa im Rahmen von UN-Missionen in Afghanistan.

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