- 16.01.2010, 11:11:23
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Haiti: Medikamente und Ärzte fehlen
Büro der Diakonie Katastrophenhilfe Notunterkunft für Teammitglieder
Wien (OTS) - "Die Stadt Port-au-Prince, wie wir sie kennen, hat
nach dem Erdbeben aufgehört zu existieren", sagt Astrid Nissen, die
Leiterin des Büros der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti. Die
Verzweiflung der Menschen nimmt zu. Auch im Büro der Diakonie
Katastrophenhilfe gehen den dort Untergebrachten Trinkwasser und
Nahrungsmittel aus. "Es gibt weder genügend Medikamente noch
ausreichend Ärzte. Läden und Supermärkte, die nicht zerstört wurden,
bleiben aus Angst vor Plünderungen geschlossen."
Die Arbeit gestaltet sich nach Angaben von Astrid Nissen äußerst
schwierig. Die meisten der 26 Mitglieder des Teams haben
Familienangehörige verloren. Ihre Häuser sind zerstört. Das Büro der
Diakonie Katastrophenhilfe ist deshalb auch zur Notunterkunft für
Teammitglieder und ihre Angehörigen geworden.
Schlechte Nachrichten kommen auch aus dem Projektgebiet der
Diakonie Katastrophenhilfe im Südosten des Landes. Von dort berichten
Mitarbeiter von schweren Zerstörungen, vor allem aus der Stadt
Jacmel.
Zwar konnte nach Angaben von Nissen die Arbeit nur eingeschränkt
wieder aufgenommen werden. Aber jeder, der nach dem traumatischen
Erlebnis dazu in der Lage ist, beteiligt sich daran, gemeinsam mit
den lokalen Partnerorganisationen und den internationalen Partnern im
globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam)
sowie mit weiteren Organisationen eine Hilfsstruktur aufzubauen. Die
für Montag geplante Hilfslieferung wird u.a. Medikamente für 80.000
Menschen, das sind acht Health Kits für je 10.000 Menschen für drei
Monate, Decken sowie Plastikplanen nach Port au Prince bringen.
Es geht darum, Hilfsgüter, die ins Land kommen, schnellstmöglich
und professionell zu verteilen. Diese Verteilung wird in großem Maße
von den Organisationen vor Ort getragen. Die dringend benötigte
Nothilfe hat Astrid Nissen nur als den ersten Schritt bezeichnet.
Ebenso wichtig sei der zweite Schritt, die Wiederaufbauphase, in der
sich die Diakonie Katastrophenhilfe engagieren will.
Michael Chalupka, der Direktor der Diakonie Österreich, ruft zu
weiterer Hilfe auf: "Wir haben schon in den ersten Stunden nach dem
Erdbeben eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft der
Österreicherinnen und Österreicher erlebt. Dafür sind wir sehr
dankbar, sind aber dringend auf weitere Hilfe angewiesen. Jeder Euro
wird gebraucht".
Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe
PSK 23.13.300 (BLZ 60.000)
Kennwort: Erdbeben Haiti
Online Spende: http://www.diakonie.at/katastrophenhilfe
*[ Dahinter liegender Link:
https://spenden1.diakonie.at/goto/de/AH/hilfe?spende=1 ]
Nachbar in Not
PSK 90 150 300 (BLZ 60.000)
Kennwort: Erdbeben Haiti
Rückfragehinweis:
Maga. Dagmar Lassmann
Bereichsleitung Diakonie Katastrophenhilfe
Tel.: 0664 - 827 33 49
e-mail: [email protected]
www.diakonie.at/katastrophenhilfe
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1583
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