Chefsessel könnte Schleudersitz sein (von Markus Kaufmann)

Ausgabe 16. Jan. 2010

Klagenfurt (OTS) - Heute ist der Tag der Entscheidung. Beim Parteitag in Klagenfurt geht es für die FPK um Sein oder Nichtsein. Stimmen die Delegierten gegen den Weg von Parteiobmann Uwe Scheuch, wäre die Partei schon vor ihrer Gründung zu Grabe getragen und Scheuch wäre politisch tot. Räumt der FPK-Capo heute aber ab, sieht es für das BZÖ schlecht aus. Bundesweit liegen die Orangen auf dem Bauch, und ohne die Kärntner wäre der Platz im Nationalrat vermutlich futsch. Also was tun? Wenn die Orangen gescheit sind, verzichten sie auf einen Gegenkandidaten. Tritt Scheuch gegen einen BZÖler an und gewinnt mit 70 Prozent, wäre das ein respektables Ergebnis. Steht aber nur er zur Wahl und bekommt 70 Prozent, käme das einer kräftigen Watschn gleich. Dann müsste der Parteichef eine Revolte im eigenen Lager befürchten. Der Klagenfurter Vizebürgermeister Albert Gunzer hat ihm bereits ausgerichtet, dass alles unter 80 Prozent eine Absage an seinen Kurs sei. Scheuchs Spiel ist also sehr riskant, denn in der Politik wird der Chefsessel schnell zu einem Schleudersitz.

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