- 15.01.2010, 21:23:39
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Chefsessel könnte Schleudersitz sein (von Markus Kaufmann)
Ausgabe 16. Jan. 2010
Klagenfurt (OTS) - Heute ist der Tag der Entscheidung. Beim
Parteitag in Klagenfurt geht es für die FPK um Sein oder Nichtsein.
Stimmen die Delegierten gegen den Weg von Parteiobmann Uwe Scheuch,
wäre die Partei schon vor ihrer Gründung zu Grabe getragen und
Scheuch wäre politisch tot. Räumt der FPK-Capo heute aber ab, sieht
es für das BZÖ schlecht aus. Bundesweit liegen die Orangen auf dem
Bauch, und ohne die Kärntner wäre der Platz im Nationalrat vermutlich
futsch. Also was tun? Wenn die Orangen gescheit sind, verzichten sie
auf einen Gegenkandidaten. Tritt Scheuch gegen einen BZÖler an und
gewinnt mit 70 Prozent, wäre das ein respektables Ergebnis. Steht
aber nur er zur Wahl und bekommt 70 Prozent, käme das einer kräftigen
Watschn gleich. Dann müsste der Parteichef eine Revolte im eigenen
Lager befürchten. Der Klagenfurter Vizebürgermeister Albert Gunzer
hat ihm bereits ausgerichtet, dass alles unter 80 Prozent eine Absage
an seinen Kurs sei. Scheuchs Spiel ist also sehr riskant, denn in der
Politik wird der Chefsessel schnell zu einem Schleudersitz.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
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