Diakonie erfreut über Gesprächsbereitschaft des Innenministeriums

Erstaufnahmezentrum Traiskirchen kann und muss entlastet werden

Wien (OTS) - Diakonie Direktor Michael Chalupka zeigt sich erfreut über die Gesprächsbereitschaft des Innenministeriums zum Diakonie-Vorschlag, der eine Lösung in der Erstaufnahmezentrums-Krise bewirken könnte.
"Durch eine gerechte Aufteilung der Verantwortung auf alle Bundesländer, wäre die Diskussion rasch zu beenden. Einer solchen Lösung könnte sich wohl auch kein Bundesland entziehen", bekräftigte der Diakonie-Direktor seine Ansicht. Zudem könnte durch die Schaffung kleinerer Einheiten auch besser auf den unterschiedlichen Betreuungsbedarf von besonders Schutzbedürftigen, wie kranken, behinderten oder gebrechlichen Personen, oder etwa auf allein stehende Frauen, eingegangen werden.

Die von Innenministerin Maria Fekter befürchtete weitere Aufsplitterung der Asylbehörde sei zur Umsetzung des Diakonie-Vorschlages nicht nötig, da dieser ja eine zeitliche und räumliche Trennung von Behördenverfahren und Unterbringung vorsehe. Zentrales Anliegen des Vorschlages der Diakonie sei, den Streit zwischen dem Bund und den Ländern zu beenden und gleichzeitig dem Innenministerium in der Aufnahme- und Verteilungsentscheidung "wieder das Heft in die Hand zu geben". Ein gemeinsam getragenes Aufnahmesystem von Bund und Ländern könne nämlich nur dann funktionieren, wenn sich alle an die gemeinsam vereinbarten Spielregeln halten.

"Selbstverständlich sind wir, wie sicher auch andere NGOs bereit, unsere langjährige Erfahrung bei der Errichtung und dem Betrieb von adäquaten Betreuungsstrukturen einfließen zu lassen", so Chalupka abschließend.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1583

Rückfragen & Kontakt:

Bettina Klinger/Diakonie Österreich
Leitung Kommunikation
Tel: 409 80 01-14
Mobil: 0664 / 314 93 95
E-Mail: bettina.klinger@diakonie.at
Internet: www.diakonie.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DIK0001