- 15.01.2010, 09:29:50
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Diakonie erfreut über Gesprächsbereitschaft des Innenministeriums
Erstaufnahmezentrum Traiskirchen kann und muss entlastet werden
Wien (OTS) - Diakonie Direktor Michael Chalupka zeigt sich erfreut
über die Gesprächsbereitschaft des Innenministeriums zum
Diakonie-Vorschlag, der eine Lösung in der Erstaufnahmezentrums-Krise
bewirken könnte.
"Durch eine gerechte Aufteilung der Verantwortung auf alle
Bundesländer, wäre die Diskussion rasch zu beenden. Einer solchen
Lösung könnte sich wohl auch kein Bundesland entziehen", bekräftigte
der Diakonie-Direktor seine Ansicht. Zudem könnte durch die Schaffung
kleinerer Einheiten auch besser auf den unterschiedlichen
Betreuungsbedarf von besonders Schutzbedürftigen, wie kranken,
behinderten oder gebrechlichen Personen, oder etwa auf allein
stehende Frauen, eingegangen werden.
Die von Innenministerin Maria Fekter befürchtete weitere
Aufsplitterung der Asylbehörde sei zur Umsetzung des
Diakonie-Vorschlages nicht nötig, da dieser ja eine zeitliche und
räumliche Trennung von Behördenverfahren und Unterbringung vorsehe.
Zentrales Anliegen des Vorschlages der Diakonie sei, den Streit
zwischen dem Bund und den Ländern zu beenden und gleichzeitig dem
Innenministerium in der Aufnahme- und Verteilungsentscheidung "wieder
das Heft in die Hand zu geben". Ein gemeinsam getragenes
Aufnahmesystem von Bund und Ländern könne nämlich nur dann
funktionieren, wenn sich alle an die gemeinsam vereinbarten
Spielregeln halten.
"Selbstverständlich sind wir, wie sicher auch andere NGOs bereit,
unsere langjährige Erfahrung bei der Errichtung und dem Betrieb von
adäquaten Betreuungsstrukturen einfließen zu lassen", so Chalupka
abschließend.
Rückfragehinweis:
Bettina Klinger/Diakonie Österreich Leitung Kommunikation Tel: 409 80 01-14 Mobil: 0664 / 314 93 95 E-Mail: [email protected] Internet: www.diakonie.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1583
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