Lebende Tiere unter Schneemassen erstickt

Wiener Tierschutzverein fordert sofortige Aufklärung über Lawinenversuche mit Schweinen im Ötztal

Wien (OTS) - Wie aus den Medien zu entnehmen ist, werden in Vent
im Ötztal 29 Schweine lebendig in den Schneemassen einer simulierten Lawine vergraben. Die Tiere kommen dabei ums Leben. Das Experiment ist genehmigt und dauert 14 Tage. WissenschafterInnen erhofften sich so Aufschlüsse über die Umstände des Todes eines Verschütteten in einer Lawine.

Dazu Dr. Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins: "Ich frage mich, welche wissenschaftlichen Annahmen diese Barbarei zugrunde liegen. Da werden ohne Not leidensfähige Lebewesen einfach verscharrt und dem Erstickungstod ausgesetzt."

Petrovic weiter: "Das mangelnde Gefühl mancher WissenschafterInnen, was ethisch vertretbar ist und was nicht, bestürzt mich. Diese Versuche sind ein Schlag ins Gesicht für jeden seriösen Zugang zur Wissenschaft. Wir kritisieren zurecht den wissenschaftlich völlig wertlosen Walfang der Japaner, lassen aber dann diesen grausamen Unfug mit Schweinen zu."

Dr. Madeleine Petrovic ist Mitglied der Kommission gemäß §13 Tierversuchsgesetz. "Warum wurde ich als Mitglieder des §13-Beirates über diese Versuche nicht informiert? Der Wiener Tierschutzverein fordert vom Wissenschaftsministerium umgehende Aufklärung, wer diese Barbarei genehmigt hat", schließt die WTV-Präsidentin.

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