Konjunkturfaktor Wiener Linien: Investitionen sichern auch im Jahr 2010 tausende Arbeitsplätze

U-Bahn-Ausbau weiter im Zentrum der Vorhaben

1030 Wien, Wiener Linien (OTS) - Mit 2,2 Millionen Fahrgästen pro Tag und einer Gesamtlinienlänge von 925 Kilometern sind die Wiener Linien schon heute der führende Anbieter im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der Stadt Wien. Das Unternehmen investiert auch im Jahr 2010 massiv in das öffentliche Verkehrssystem und sichert damit Arbeitsplätze und Aufträge für Klein- und Mittelunternehmen. 471 Mio. Euro Investitionsvolumen nehmen die Wiener Linien heuer in die Hand. Davon kommen rund 300 Mio. Euro dem U-Bahn-Ausbau zugute, der somit das Zugpferd der Investitionen bleibt, erklärten heute Wiens Vizebürgermeistern Mag. Renate Brauner sowie die Geschäftsführer der Wiener Linien, DI Günter Steinbauer und Mag. Walter Andrle, im Rahmen einer Pressekonferenz und blickten gemeinsam auch auf die Meilensteine 2009 zurück.

Zwtl. Stadt Wien bekennt sich zum Ausbau der öffentlichen Infrastruktur auch im Rahmen des Konjunkturpakets

"Die Wiener Linien sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Stadt Wien und einer der größten Arbeitgeber. Allein der U-Bahn-Ausbau sichert im Jahr 2010 rund 7.000 Arbeitsplätze. Deshalb ist auch für die Stadt Wien klar: Gerade in Krisenzeiten, in denen private Unternehmungen zurückstecken, verstärkt die Stadt ihre Anstrengungen. Das Bekenntnis zu den Wiener Linien und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir daher auch im Konjunkturpaket 2009 deutlich gemacht", erklärt Brauner.

Im Rahmen des Konjunkturpakets 2009 können auch die Wiener Linien große Projekte mit erheblicher konjunktureller Wirkung ankurbeln: Um 10,85 Mio. Euro werden die Stationen der Unterpflasterstraßenbahn (USTRAB) am Gürtel revitalisiert. Durch Investitionen aus dem Konjunkturpaket in der Höhe von 8,5 Mio. Euro kann auch das erfolgreich Linien- und Reinigungsservice der Wiener Linien bis ins Jahr 2011 finanziert werden. Auch die Gleisverbindung Reichsratsstraße konnte durch Unterstützung der Stadt Wien sehr rasch umgesetzt werden (Investition von ca. 3,5 Mio. Euro). Weiters fallen die zusätzlichen rechnergesteuerten Betriebsleitsysteme (RBL-Anlagen) in der Höhe von 650.000 Euro in das Wiener Linien-Budget der Stadt Wien.

"Mit der Unterstützung der Wiener Linien hat die Stadt Wien klar gemacht, dass wir auch in Krisenzeiten Prioritäten in der Infrastruktur setzen. Denn gerade der öffentliche Verkehr, der in Wien so hervorragend funktioniert und so gut akzeptiert ist wie in kaum einer anderen Metropole, muss auch in einer wirtschaftlich schwierigen Lage weiter ausgebaut und verbessert werden", so Brauner.

Zwtl. Rückblick 2009: Investitionen auch im Krisenjahr

"Die Wiener Linien haben im Jahr 2009 durch ihre Investitionen gerade auch im Bausektor für eine Entspannung der Auftragslage gesorgt. Das zeigt uns deutlich: Die Wiener Linien waren auch im schwierigen Jahr 2009 ein krisenunabhängiger Konjunktur- und Standortfaktor, der tausende Arbeitsplätze erhalten, gesichert und geschaffen hat", resümiert Mag. Walter Andrle, Geschäftsführer der Wiener Linien für den kaufmännischen Bereich.
Im Rahmen des U-Bahn-Ausbaus wurden zahlreiche Aktivitäten gesetzt:
Die sechs neuen Stationen zwischen Stadion und Aspernstraße wurden im Innenbereich ausgebaut - einer der letzten Arbeitsschritte zur Finalisierung der neuen U-Bahn-Trasse bis zur Aspernstraße mit einer Gesamtinvestition von 500 Mio. Euro (Einsparung von 16 Mio. Euro gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung). Der Spatenstich für drei weitere U2-Stationen von der Aspernstraße zur Seestadt erfolgte genauso wie die Bauvorbereitungen für die 5km lange Verlängerung der U1 vom Reumannplatz bis Rothneusiedl - 366 Mio. Euro werden in den nächsten Jahren hier investiert. Auch die U1-Stammstrecke am Reumannplatz und Taubstummengasse wurde mit Elektroinstallationen und Lüftungsanlagen adaptiert. Am Südtirolerplatz hat der Umbau begonnen, womit der direkte U-Bahn-Anschluss des neuen Hauptbahnhofes gewährleistet wird (Fertigstellung Juni 2012). Weiters ist der Auftrag für die Lieferung von neuen Zugsicherungssystemen für die vierte Ausbaustufe mit einem Auftragsvolumen von rund 25 Mio. Euro erteilt worden (Installation bis 2015).

Ein weiteres erfolgreiches Projekt wurde im Jahr 2009 gestartet: Das Linien- und Reinigungsservice, für die 8,5 Mio. Euro investiert wurden. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass die öffentlichen Verkehrsmittel noch sauberer und sicherer sind. Wir freuen uns sehr, dass diese Services so gut aufgenommen wurden. Die durchwegs positiven Rückmeldungen bestätigen, dass wir damit den Bedürfnissen der Fahrgäste nachkommen", freut sich Andrle und erklärt, dass durch diese Services allein 120 Arbeitsplätze - von gesamt über 8.000 Arbeitsplätzen bei den Wiener Linien - auf die nächsten Jahre gesichert werden können.

Zwtl. U-Bahn wird auch 2010 weiter ausgebaut

Die U-Bahn ist heute das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in Wien. Der kontinuierliche Ausbau seit 1969 um 8 Mrd. Euro hat dazu geführt, dass heute mehr als 1,3 Mio. Fahrgäste täglich die U-Bahn nutzen. Somit ist es das beliebteste Verkehrsmittel in Wien, das durch schnelle Verbindungen sowie die stetige Verbesserung des Angebots punktet und so maßgeblich zur Lebensqualität in Wien beiträgt.
Im Jahr 2010 wird die U-Bahn um 300 Mio. Euro inkl. Bundeszuschuss ausgebaut - das bedeutet eine Steigerung um 36 Prozent oder 80 Mio. Euro gegenüber 2009. Rund 7.000 Arbeitsplätze werden damit gesichert. "Ein Highlight dieses Jahr wird die Eröffnung des neuen Teilstücks der U2 vom Stadion bis zur Aspernstraße im Oktober sein. Wir überqueren nach U1 und U6 damit das dritte Mal die Donau, können sechs neue Stationen bieten und erschließen damit wichtige Siedlungsschwerpunkte optimal", zeigt sich Steinbauer erfreut.

Auch die bauvorbereitenden Maßnahmen für die Erweiterung der Straßenbahnlinie 26 (Baubeginn 2011) - der ersten Netzerweiterung einer Straßenbahn seit 1996 - werden im Jahr 2010 begonnen. Die Linie 26 wird bis Ende 2013 um zehn neue Haltestellen ergänzt und die ideale Verbindung zwischen Donaustadt und Floridsdorf darstellen. In diesem Zusammenhang wird auch die Straßenbahnlinie 25 verlängert. Zusätzlich steht eine weitere Modernisierung der Fahrzeugflotte (Straßenbahn und Bus) um 100 Mio. Euro im Zentrum der Aktivitäten 2010.

Zwtl. Vorschau auf weitere Investitionsvorhaben bis 2020 bestätigt die Bedeutung der Wiener Linien als wichtiger Konjunkturfaktor

"Unabhängig davon, wie sich die Gesamt-Wirtschaftslage entwickelt:
Die Wiener Linien werden auch in diesem Jahrzehnt in Wien ein bedeutender Faktor bleiben, um die Konjunktur zu stärken und weiterhin tausende Arbeitsplätze zu sichern. Das zeigt auch eine Reihe von Investitionsvorhaben, die bis 2020 umgesetzt werden", blickt Steinbauer weiter in die Zukunft.

Der U-Bahn-Ausbau wird auch in den kommenden Jahren das Herzstück bleiben. In der vierten Ausbauphase bis 2019 wird das U-Bahn-Netz auf 90 Kilometer verlängert - das entspricht einer Entfernung von Wien bis zum Semmering. Bund und Land haben dafür ein Paket von 1,85 Mrd. Euro geschnürt. 35 neue U-Bahn-Züge (V-Wagen) werden bis Mitte 2017 angeschafft, ein Investitionsvolumen von 326 Mio. Euro kommt hier zum Tragen. Weitere Highlights in diesem Jahrzehnt: Die Lieferung von 150 neuen ULFs bis 2014 um 357 Mio. Euro sowie von 146 neuen Niederflurgelenkbussen bis Ende 2012 um 5,8 Mio. Euro.
Außerdem wird die Hauptwerkstätte bis 2013 um 163 Mio. Euro umgebaut. Durch energieoptimierte Bauweise und technische Anpassungen - im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der Wiener Linien - können künftig 270.000 EUR an Betriebskosten und 80 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden. Auch die Kosten für den Wasserverbrauch werden durch intelligentes Wasser-Management um etwa 50 Prozent reduziert. Mit dem dadurch eingesparten Energieverbrauch könnten 3.400 österreichische Haushalte ein Jahr lang versorgt werden.

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