GRAS: Gegen den rechtsextremen WKR-Ball!

Rektoren sind aufgefordert, den Ehrenschutz nicht zu übernehmen

wien (OTS) - Auch heuer geben sich wieder rassistische,
sexistische, homophobe und antisemitische Burschenschafter ihr Stelldichein beim Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) in den Prunkräumen der Hofburg. Im WKR sind mehr als zwanzig lokale Studentenverbindungen organisiert, die sich politisch in einem Spektrum zwischen "national-freiheitlich", völkisch-deutschnational und offen rechtsextrem bewegen.
"Weder in Österreich noch sonst wo darf akzeptiert werden, dass homophobes, antisemitisches und deutschnationales Gedankengut auf diese Weise zur Schau gestellt wird!" so Antonia Fa, Aktivistin der GRAS.
Ebenso ist die mangelnde Abgrenzung der österreichischen Universitäten zum (akademischen) Rechtsextremismus nicht hinzunehmen. So entsetzte vor kurzem die Ehrung des "Revisionisten" und Holocautleugners Walter Lüftl durch Peter Skalicky, den Rektor der TU. Skalicky war als Rektor bereits letztes Jahr im Vorfeld des WKR-Balls in Kritik geraten, als bekannt wurde, dass österreichische Rektoren den Ehrenschutz für den rechten WKR-Ball übernommen hatten. "Wir fordern Rektor Skalicky auf, die Ehrung des Holocaustleugners Lüfls umgehend zurück zu nehmen!", betont Antonia Fa.
Damit es nicht wie im Jahr 2008 zu "unabsichtlich" zugesagtem Ehrenschutz kommt, erinnert die GRAS alle Rektoren, sich gegen den rechtsextremen WKR-Ball auszusprechen und Ehrenschutz-Anfragen entschieden abzulehnen.

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