Caritas-Präsident Franz Küberl kritisiert Asyl-Politik der Bundesregierung

Wien (OTS) - In der morgigen Ausgabe des Falter übt Caritas-Präsident Franz Küberl Kritik an der Politik der Bundesregierung in Bezug auf das
Asyl-Erstaufnahmezentrum:

"Die Regierung steht vor den Scherben ihrer eigenen Politik. Man kann Asylwerber nicht jahrelang vernichtend darstellen und dann meinen, man könnte in einer Art geheimer Aktion etwas zustande bringen. Es ist sehr viel versemmelt worden. Jetzt muss man das Vertrauen der Menschen wiedergewinnen."

Küberl plädiert für ein Integrationsministerium, zu VP-Chef Josef Prölls Aussage in Bezug auf den Fall Arigona Zogaj, der Rechtsstaat könne nicht dem Mitleid geopfert werden, meint Küberl:

"Ich sage das als in der Wolle gefärbter Katholik: Mitleid kann nicht dem Rechtsstaat geopfert werden.[...] Im Falle Arigona Zogaj ist es aber eine ganz normale rechtsstaatliche Angelegenheit. Es gibt seit 1997 das Institut des humanitären Bleiberechts, das wäre hier anzuwenden. Bis jetzt hat der Rechtsstaat bloß zu Wege gebracht, dass eine Familie und eine Reihe von Leben zerstört worden sind.?

Zur aktuellen Grazer Diskussion über die Öffnung des Trauungssaals für die Verpartnerung homosexueller Paare, meint Küberl:

"Da bleibe ich bei der kirchlichen Definition, die deutlich festlegt: Homosexuelle dürfen nicht diskriminiert werden."

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