- 12.01.2010, 13:54:26
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Caritas-Präsident Franz Küberl kritisiert Asyl-Politik der Bundesregierung
Wien (OTS) - In der morgigen Ausgabe des Falter übt
Caritas-Präsident Franz Küberl Kritik an der Politik der
Bundesregierung in Bezug auf das
Asyl-Erstaufnahmezentrum:
"Die Regierung steht vor den Scherben ihrer eigenen Politik. Man
kann Asylwerber nicht jahrelang vernichtend darstellen und dann
meinen, man könnte in einer Art geheimer Aktion etwas zustande
bringen. Es ist sehr viel versemmelt worden. Jetzt muss man das
Vertrauen der Menschen wiedergewinnen."
Küberl plädiert für ein Integrationsministerium, zu VP-Chef Josef
Prölls Aussage in Bezug auf den Fall Arigona Zogaj, der Rechtsstaat
könne nicht dem Mitleid geopfert werden, meint Küberl:
"Ich sage das als in der Wolle gefärbter Katholik: Mitleid kann
nicht dem Rechtsstaat geopfert werden.[...] Im Falle Arigona Zogaj
ist es aber eine ganz normale rechtsstaatliche Angelegenheit. Es gibt
seit 1997 das Institut des humanitären Bleiberechts, das wäre hier
anzuwenden. Bis jetzt hat der Rechtsstaat bloß zu Wege gebracht, dass
eine Familie und eine Reihe von Leben zerstört worden sind.?
Zur aktuellen Grazer Diskussion über die Öffnung des Trauungssaals
für die Verpartnerung homosexueller Paare, meint Küberl:
"Da bleibe ich bei der kirchlichen Definition, die deutlich
festlegt: Homosexuelle dürfen nicht diskriminiert werden."
Rückfragehinweis:
Falter Redaktion 01 53660/811
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/6237
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