Hundstorfer und Brauner eröffnen Regionalgeschäftsstelle AMS Wien Jugend

Jugendarbeitslosigkeit gemeinsam bekämpfen

Wien (OTS/BMASK) - "Mit dem neuen Standort der regionalen Geschäftsstelle AMS Wien Jugendliche ist gewährleistet, dass junge arbeitssuchende Menschen eine optimale und effiziente Betreuung durch das Arbeitsmarktservice erhalten", so Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Dienstag bei der gemeinsamen Eröffnung mit Vizebürgermeisterin Renate Brauner und AMS-Vorstand Herbert Buchinger. "Auch im Jahr 2010 geht es darum, die Chancen für junge Menschen am Arbeitsmarkt zu verbessern und ihnen bestmögliche Qualifikation zukommen zu lassen", unterstrich Hundstorfer. *****

"Am neuen Standort am Gumpendorfer Gürtel 2b kümmern sich 100 AMS-MitarbeiterInnen darum, dass die jungen Menschen so schnell wie möglich einen fixen Arbeitsplatz, eine Lehrstelle oder eine passende Qualifikation erhalten", erklärte Dr. Buchinger. Das AMS Wien Jugendliche ist die einzige Regionalgeschäftsstelle österreichweit, in der ausschließlich junge Menschen betreut werden. Hauptaufgaben des AMS Jugendliche sind Lehrstellenakquisition- und vermittlung mit Schwerpunkt überbetriebliche Lehrwerkstätten und die Betreuung von jungen Erwachsenen unter 21 Jahren.

In der ersten Jahreshälfte 2009 hat die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen besonders stark zugenommen. "Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit konnte jedoch seit Herbst aufgrund der umfangreichen Arbeitsmarkt- und Konjunkturpakete und der Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit wie der Aktion Zukunft Jugend und der Ausbildungsgarantie gedämpft werden", so Hundstorfer.

Mit der "Aktion Zukunft Jugend" garantiert die Bundesregierung jugendlichen Arbeitslosen zwischen 19 und 24 Jahren, innerhalb von sechs Monaten ein Angebot für einen Arbeitsplatz, eine zielgerichtete Schulung oder eine geförderte Beschäftigung. Insgesamt haben 2009 138.191 Jugendliche eine Arbeit aufgenommen und 83.108 ein Kursangebot genützt. In Wien haben 22.582 Jugendliche ein Kursangebot genutzt und 18.238 eine Arbeit aufgenommen.

"Die Ausbildungsgarantie wurde konsequent umgesetzt", so Hundstorfer. Derzeit absolvieren 10.239 Jugendliche durch Maßnahmen der Ausbildungsgarantie eine vollwertige Berufsausbildung, davon 4.270 in Wien.

Häupl/Brauner: Wien kämpft für gute Ausbildung für alle Jugendlichen

Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Vizebürgermeisterin, Wirtschaftsstadträtin Mag.a Renate Brauner betonen den Stellenwert, den Wien der Ausbildung für alle Wiener Jugendlichen beimisst. "Wien hat nicht nur ein Konjunkturpaket in Höhe von beinahe einer Milliarde Euro geschnürt, sondern gleichzeitig ganz bewusst die Ausbildung unserer Jugend in den Mittelpunkt bei der Krisenbekämpfung gestellt. Dass die Wiener Jugendmaßnahmen wirken, zeigt der nachhaltige Rückgang der Zahl der lehrstellensuchenden Jugendlichen im Herbst 2009, alleine im Dezember um minus 20 Prozent", so Häupl und Brauner unisono. Insgesamt gibt es in Wien keine einzige Lehrstelle, die nicht öffentlich gefördert wird.

Wien habe seit Ende 2008 mit zahlreichen Maßnahmen auf die für junge Menschen zunehmend schwierigere Situation reagiert. "Die Aufstockung der Plätze in den Wiener Lehrwerkstätten von bislang 3.500 auf jetzt 4.500 ist der engen Kooperation zwischen Stadt Wien und dem AMS zu verdanken.
Gleichzeitig haben die Wiener Betriebe in der Krise Verantwortung bewiesen und setzen weiter stark auf die Ausbildung im eigenen Unternehmen", erklärte Brauner. Darüber hinaus laufe seit Herbst 2009 das Programm "Meine Chance", das 250 jungen WienerInnen ermögliche, Bildungsabschlüsse nachzuholen.

Wien habe 2009 im Bundesländervergleich über viele Monate insgesamt den geringsten Zuwachs bei der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen gehabt. "Wir haben dem Anstieg der Arbeitslosigkeit so weit wie möglich Paroli geboten. Das war das Ergebnis einer ganz gezielten Strategie für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Wien. Wien verfügt als einziges Bundesland mit dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) über eine eigene Beratungs-und Fördereinrichtung für ArbeitnehmerInnen. An den waff können sich alle Wiener Beschäftigten wenden, denen berufliche Veränderungen ins Haus stehen oder die sich qualifizieren und weiterbilden möchten. Wien steht den Menschen zur Seite - in der Krise mehr denn je", so Häupl und Brauner abschließend. (Schluss)

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