ORF-RSO Wien mit Orchestersuite "Die Planeten" von Gustav Holst im Wiener Musikverein

Wien (OTS) - Drei Konzerte stehen im Jänner auf dem Spielplan des ORF-RSO Wien: eine "Klassische Verführung" im ORF-RadioKulturhaus (14.1.), Gustav Holsts "Die Planeten" und die österreichische Erstaufführung des Stückes "Bright Cecilia-Variation 'Thou Tun'st'" von Judith Weir im Wiener Musikverein (15.1.) und am 22. Jänner spielt das RSO im Konzerthaus Werke von Dutilleux, Strauss und Varèse (live in Ö1). Eine besondere Auszeichnung erhält am 13. Jänner RSO-Chefdirigent Bertrand de Billy: Im ORF-RadioKulturhaus wird ihm die Wiener Flötenuhr der Mozartgemeinde Wien verliehen für herausragende Einspielungen von Mozart-Werken.

Neben Stücken von Judith Weir und Bohuslav Martinu gibt das RSO Wien unter Dirigent Wayne Marshall am 15. Jänner (Beginn: 19.30 Uhr) ein legendäres, wenn auch selten gespieltes Werk: "Die Planeten" von Gustav Holst kreisen an diesem Abend durch den Wiener Musikverein. Frank Zappa tat es, John Williams tat es - sogar bei den Simpsons geschieht es: Sie alle haben beim bekanntesten Werk des englischen Komponisten Gustav Holst, der zwischen 1914 und 1916 komponierten Orchestersuite "Die Planeten", musikalische Anleihe genommen. Mit Mars zog John Williams in die Schlachten von "Star Wars" und Jupiter inspirierte nicht nur Frank Zappa zu "Invocation and Ritual Dance of the Young Pumpkin", sondern begleitete auch Lisa Simpson, als sie ihre Liebe zur Astronomie entdeckte. Im Konzertsaal sind die sieben Sätze - Mars, Venus, Merkur, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun -selten zu hören. Pluto, der erst 1930 entdeckt wurde, fehlt bei Holst. Der britische Komponist Colin Matthews hat im Jahr 2000 den fehlenden Himmelskörper musikalisch ergänzt. Die Ironie der Geschichte: Die Wissenschaft hat Pluto 2006 den Planetenstatus wieder aberkannt. Judith Weir, Schülerin von John Tavener und Robin Holloway, zählt zu den schillerndsten Persönlichkeiten unter den zeitgenössischen britischen Komponisten. Ihrem Stück "Bright Cecilia-Variation 'Thou Tun'st'" - zu hören als österreichische Erstaufführung - liegt ein Thema aus Henry Purcells Ode an die Hl. Cecilia zugrunde. Das Werk entstand anlässlich des Zehn-Jahr-Jubiläums des BBC Music Magazine und wurde bei den Proms 2002 uraufgeführt. "Meine Variation", beschreibt die Komponistin, "stellt hohe, helle, schnell wechselnde Klangfarben in Bläsern und Geigen dem tiefen, langsamen, geheimnisvollen Choral in Celli und Kontrabässen, Kontrafagott und Pauke gegenüber." Voller Kontraste ist auch Bohuslav Martinus Konzert für zwei Klaviere und Orchester. So humorvoll wie virtuos fordert es dem Klavierduo Jennifer Micallef & Glen Inanga - seit 15 Jahren von Kritikern gerühmt - alles ab. In Ö1 ist der Konzertmitschnitt am 31. Jänner ab 19.30 Uhr zu hören.

Einen Tag davor wird im ORF-RadioKulturhaus die Möglichkeit geboten, im Rahmen einer "Klassischen Verführung" mit Wilhelm Sinkovicz und Wayne Marshall "Die Planeten" von Gustav Holst und ihre Geschichte näher kennenzulernen. Die "Klassische Verführung" am 14. Jänner im ORF-RadioKulturhaus beginnt um 19.30 Uhr. In Kooperation mit dem Wiener Stadtschulrat findet am Vormittag (11.00 Uhr) auch eine Schülervorführung statt.

Der Solistin Patricia Kopatchinskaya liegt die zeitgenössische Violinliteratur besonders am Herzen - dem Dirigenten de Billy ist das Oeuvre von Henri Dutilleux ein wichtiges Anliegen: Daraus folgt die Programmierung von Stücken für Violine und Orchester von Dutilleux. Der französische Komponist verglich die musikalischen Verästelungen in seinem Violinkonzert "L'Arbre des songes" mit dem Werden eines Baumes, dessen "Zweige sich vermehren und immer wieder erneuern." Das Konzert ist Isaac Stern gewidmet, der es 1985 in Paris uraufführte. Der Komponist meinte einmal, die größte Herausforderung sei es gewesen, "ein Stück für einen großen Solisten zu schreiben, ohne dabei der Virtuosität zu frönen." Auch das Nocturne "Sur le même accord" ist einer großen Solistin gewidmet: Anne-Sophie Mutter. Spielerisch lässt Dutilleux das Stück, das der berühmte Musikmäzen Paul Sacher in Auftrag gab, aus sechs Tönen entstehen. Weiters sind an diesem Abend die Werke "Amériques" von Edgar Varèse und "Till Eulenspiegels lustige Streiche" von Richard Strauss zu hören. Das RSO-Konzert unter Chefdirigent Bertrand de Billy am 22. Jänner im Wiener Konzerthaus beginnt um 19.30 Uhr und wird live in Ö1 übertragen. Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind abrufbar unter http://rso.orf.at.

Ehrung für RSO-Chefdirigent Bertrand de Billy

Am Mittwoch, den 13. Jänner wird bei einer Veranstaltung im ORF-RadioKulturhaus RSO-Chefdirigent Bertrand de Billy die Wiener Flötenuhr der Mozartgemeinde Wien verliehen - eine Auszeichnung für herausragende Einspielungen von Mozart-Werken. Der seit 1969 verliehene Preis, gefördert vom Kulturamt der Stadt Wien, wird traditionsgemäß im Rahmen eines Preisträgerkonzertes verliehen. Der Vorstand der Mozartgemeinde hat beschlossen, die Wiener Flötenuhr 2009 dem Dirigenten Bertrand de Billy für seine Einspielung der drei Da Ponte-Opern von Mozart zu verleihen. In Anwesenheit des Preisträgers werden neben Barbara Moser (Klavier) auch Protagonisten und Protagonistinnen der CD-Produktion, u.a. Heidi Brunner (Sopran) und Birgit Steinberger (Sopran), sowie Musiker des RSO Wien mitwirken. Die Veranstaltung der Mozartgemeinde Wien im Großen Sendesaal beginnt um 19.30 Uhr, Eintritt 15/17 Euro, mit RadioKulturhaus-Vorteilskarte 10 bzw. 30 Prozent Ermäßigung; bei Buchungen über Ticket Online 10 Prozent Ermäßigung. Weitere Informationen zum Programm des RadioKulturhauses gibt es auf der Homepage http://radiokulturhaus.orf.at oder über das Kartenbüro (Tel. 01/501 70-377).(ih)

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