- 12.01.2010, 10:00:20
- /
- OTS0052 OTW0052
ORF-RSO Wien mit Orchestersuite "Die Planeten" von Gustav Holst im Wiener Musikverein
Wien (OTS) - Drei Konzerte stehen im Jänner auf dem Spielplan des
ORF-RSO Wien: eine "Klassische Verführung" im ORF-RadioKulturhaus
(14.1.), Gustav Holsts "Die Planeten" und die österreichische
Erstaufführung des Stückes "Bright Cecilia-Variation 'Thou Tun'st'"
von Judith Weir im Wiener Musikverein (15.1.) und am 22. Jänner
spielt das RSO im Konzerthaus Werke von Dutilleux, Strauss und Varèse
(live in Ö1). Eine besondere Auszeichnung erhält am 13. Jänner
RSO-Chefdirigent Bertrand de Billy: Im ORF-RadioKulturhaus wird ihm
die Wiener Flötenuhr der Mozartgemeinde Wien verliehen für
herausragende Einspielungen von Mozart-Werken.
Neben Stücken von Judith Weir und Bohuslav Martinu gibt das RSO
Wien unter Dirigent Wayne Marshall am 15. Jänner (Beginn: 19.30 Uhr)
ein legendäres, wenn auch selten gespieltes Werk: "Die Planeten" von
Gustav Holst kreisen an diesem Abend durch den Wiener Musikverein.
Frank Zappa tat es, John Williams tat es - sogar bei den Simpsons
geschieht es: Sie alle haben beim bekanntesten Werk des englischen
Komponisten Gustav Holst, der zwischen 1914 und 1916 komponierten
Orchestersuite "Die Planeten", musikalische Anleihe genommen. Mit
Mars zog John Williams in die Schlachten von "Star Wars" und Jupiter
inspirierte nicht nur Frank Zappa zu "Invocation and Ritual Dance of
the Young Pumpkin", sondern begleitete auch Lisa Simpson, als sie
ihre Liebe zur Astronomie entdeckte. Im Konzertsaal sind die sieben
Sätze - Mars, Venus, Merkur, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun -
selten zu hören. Pluto, der erst 1930 entdeckt wurde, fehlt bei
Holst. Der britische Komponist Colin Matthews hat im Jahr 2000 den
fehlenden Himmelskörper musikalisch ergänzt. Die Ironie der
Geschichte: Die Wissenschaft hat Pluto 2006 den Planetenstatus wieder
aberkannt. Judith Weir, Schülerin von John Tavener und Robin
Holloway, zählt zu den schillerndsten Persönlichkeiten unter den
zeitgenössischen britischen Komponisten. Ihrem Stück "Bright
Cecilia-Variation 'Thou Tun'st'" - zu hören als österreichische
Erstaufführung - liegt ein Thema aus Henry Purcells Ode an die Hl.
Cecilia zugrunde. Das Werk entstand anlässlich des
Zehn-Jahr-Jubiläums des BBC Music Magazine und wurde bei den Proms
2002 uraufgeführt. "Meine Variation", beschreibt die Komponistin,
"stellt hohe, helle, schnell wechselnde Klangfarben in Bläsern und
Geigen dem tiefen, langsamen, geheimnisvollen Choral in Celli und
Kontrabässen, Kontrafagott und Pauke gegenüber." Voller Kontraste ist
auch Bohuslav Martinus Konzert für zwei Klaviere und Orchester. So
humorvoll wie virtuos fordert es dem Klavierduo Jennifer Micallef &
Glen Inanga - seit 15 Jahren von Kritikern gerühmt - alles ab. In Ö1
ist der Konzertmitschnitt am 31. Jänner ab 19.30 Uhr zu hören.
Einen Tag davor wird im ORF-RadioKulturhaus die Möglichkeit
geboten, im Rahmen einer "Klassischen Verführung" mit Wilhelm
Sinkovicz und Wayne Marshall "Die Planeten" von Gustav Holst und ihre
Geschichte näher kennenzulernen. Die "Klassische Verführung" am 14.
Jänner im ORF-RadioKulturhaus beginnt um 19.30 Uhr. In Kooperation
mit dem Wiener Stadtschulrat findet am Vormittag (11.00 Uhr) auch
eine Schülervorführung statt.
Der Solistin Patricia Kopatchinskaya liegt die zeitgenössische
Violinliteratur besonders am Herzen - dem Dirigenten de Billy ist das
Oeuvre von Henri Dutilleux ein wichtiges Anliegen: Daraus folgt die
Programmierung von Stücken für Violine und Orchester von Dutilleux.
Der französische Komponist verglich die musikalischen Verästelungen
in seinem Violinkonzert "L'Arbre des songes" mit dem Werden eines
Baumes, dessen "Zweige sich vermehren und immer wieder erneuern." Das
Konzert ist Isaac Stern gewidmet, der es 1985 in Paris uraufführte.
Der Komponist meinte einmal, die größte Herausforderung sei es
gewesen, "ein Stück für einen großen Solisten zu schreiben, ohne
dabei der Virtuosität zu frönen." Auch das Nocturne "Sur le même
accord" ist einer großen Solistin gewidmet: Anne-Sophie Mutter.
Spielerisch lässt Dutilleux das Stück, das der berühmte Musikmäzen
Paul Sacher in Auftrag gab, aus sechs Tönen entstehen. Weiters sind
an diesem Abend die Werke "Amériques" von Edgar Varèse und "Till
Eulenspiegels lustige Streiche" von Richard Strauss zu hören. Das
RSO-Konzert unter Chefdirigent Bertrand de Billy am 22. Jänner im
Wiener Konzerthaus beginnt um 19.30 Uhr und wird live in Ö1
übertragen. Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind abrufbar
unter http://rso.orf.at.
Ehrung für RSO-Chefdirigent Bertrand de Billy
Am Mittwoch, den 13. Jänner wird bei einer Veranstaltung im
ORF-RadioKulturhaus RSO-Chefdirigent Bertrand de Billy die Wiener
Flötenuhr der Mozartgemeinde Wien verliehen - eine Auszeichnung für
herausragende Einspielungen von Mozart-Werken. Der seit 1969
verliehene Preis, gefördert vom Kulturamt der Stadt Wien, wird
traditionsgemäß im Rahmen eines Preisträgerkonzertes verliehen. Der
Vorstand der Mozartgemeinde hat beschlossen, die Wiener Flötenuhr
2009 dem Dirigenten Bertrand de Billy für seine Einspielung der drei
Da Ponte-Opern von Mozart zu verleihen. In Anwesenheit des
Preisträgers werden neben Barbara Moser (Klavier) auch Protagonisten
und Protagonistinnen der CD-Produktion, u.a. Heidi Brunner (Sopran)
und Birgit Steinberger (Sopran), sowie Musiker des RSO Wien
mitwirken. Die Veranstaltung der Mozartgemeinde Wien im Großen
Sendesaal beginnt um 19.30 Uhr, Eintritt 15/17 Euro, mit
RadioKulturhaus-Vorteilskarte 10 bzw. 30 Prozent Ermäßigung; bei
Buchungen über Ticket Online 10 Prozent Ermäßigung. Weitere
Informationen zum Programm des RadioKulturhauses gibt es auf der
Homepage http://radiokulturhaus.orf.at oder über das Kartenbüro (Tel.
01/501 70-377).(ih)
Rückfragehinweis:
ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Isabella Henke
Tel.: (01) 501 01/18050
mailto:isabella.henke@orf.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1260
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HOA