• 10.01.2010, 04:00:17
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Faymann in ÖSTERREICH: "Weitere Liste von potenziellen Asyl-Großzentren bringt nichts"

Vor Gipfel Fekter-Darabos: Keine Suche nach Alternativ-Standorten zu Eberau

Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann lässt die Kritik der ÖVP
an seiner Ablehnung zu einem dritten Asyl-Lager kalt. Im Interview
mit ÖSTERREICH (Sonntagausgabe) sagt Faymann: "Die Bevölkerung soll
wissen, dass ich im Fall Eberau als Bundeskanzler ein Machtwort
gesprochen habe, wie man mit Volksbefragungen umgeht. Ich garantiere:
Die Regierung akzeptiert das Ergebnis. Politischer Mut ist ja nicht,
gegen die Wähler Politik zu machen - sondern mit der Bevölkerung
Lösungen zu suchen, das ist mutig."

Vor dem Asylgipfel von Innenministerin Fekter und
Verteidigungsminister Darabos am Montag lehnt Faymann es dezidiert
ab, Ersatzstandorte für Asyllager von der Größe, wie sie in Eberau
geplant war, zu suchen: "Mir gefällt der Vorschlag von SOS Mitmensch,
in jedem Bundesland ein kleineres Zentrum zu errichten, statt nur in
einem ein riesengroßes. Weitere Listen von potenziellen
Asyl-Großzentren bringen jedenfalls überhaupt nichts, weil sich in
dieser aufgeheizten Stimmung nur alle hintergangen fühlen. Ich bin
für den absolut geradlinigen Weg: Verkürzen wir die Verfahren - und
lösen wir das Problem gemeinsam mit Landeshauptleuten und
Bevölkerung."

Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1259

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