Faymann in ÖSTERREICH: "Weitere Liste von potenziellen Asyl-Großzentren bringt nichts"

Vor Gipfel Fekter-Darabos: Keine Suche nach Alternativ-Standorten zu Eberau

Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann lässt die Kritik der ÖVP an seiner Ablehnung zu einem dritten Asyl-Lager kalt. Im Interview mit ÖSTERREICH (Sonntagausgabe) sagt Faymann: "Die Bevölkerung soll wissen, dass ich im Fall Eberau als Bundeskanzler ein Machtwort gesprochen habe, wie man mit Volksbefragungen umgeht. Ich garantiere:
Die Regierung akzeptiert das Ergebnis. Politischer Mut ist ja nicht, gegen die Wähler Politik zu machen - sondern mit der Bevölkerung Lösungen zu suchen, das ist mutig."

Vor dem Asylgipfel von Innenministerin Fekter und Verteidigungsminister Darabos am Montag lehnt Faymann es dezidiert ab, Ersatzstandorte für Asyllager von der Größe, wie sie in Eberau geplant war, zu suchen: "Mir gefällt der Vorschlag von SOS Mitmensch, in jedem Bundesland ein kleineres Zentrum zu errichten, statt nur in einem ein riesengroßes. Weitere Listen von potenziellen Asyl-Großzentren bringen jedenfalls überhaupt nichts, weil sich in dieser aufgeheizten Stimmung nur alle hintergangen fühlen. Ich bin für den absolut geradlinigen Weg: Verkürzen wir die Verfahren - und lösen wir das Problem gemeinsam mit Landeshauptleuten und Bevölkerung."

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1259

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0001