Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad redet der Regierung und Österreich für 2010 ins Gewissen:

"Eisern sparen und den Gürtel um ein, zwei Löcher enger schnallen!"

Wien (OTS) - Was Österreichs Staatsfinanzen angeht, werde das Jahr 2010 ein Schlüsseljahr, erklärt Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad in der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. Konrad:
"Die Staats-Budgets der nächsten Jahre zu bewältigen, wird ein politischer Kraftakt sein müssen!" Es gehe dabei nicht allein nur um eine Sanierung der Staatsfinanzen, sondern "es muss eine Umkehr werden. Wir werden nicht ständig mehr Schulden machen können, das wird nicht gehen", außerdem müsse Schluss sein mit der Aushöhlung des Staatsvermögens. Und: Sparsamkeit sei angesagt, "nur neue Steuern brauchen wir nicht." Daher: Das "Diktat der leeren Kassen" werde zur Bundesstaatsreform zwingen, die "ernsthaft und konsequent" anzugehen Konrad die Bundesregierung im NEWS-Interview auffordert.

Generell werde Österreichs Bevölkerung 2010 "den Gürtel um ein, zwei Löcher enger schnallen müssen", aber am Ende dieses neuen Jahres "werden wir uns mit der Vergangenheit, vor allem aber mit der Zukunft schon wieder viel fröhlicher beschäftigen", übt sich der Raiffeisen-General in vorsichtigem Optimismus. Was die Banken-Krise angeht, stellt Konrad fest, dass man etwa zur Causa Hypo-Alpe-Adria in Klagenfurt "nur mit Mitleid den Kopf schütteln" könne, und dass dazu im Gegensatz Raiffeisen bei seinen Ost-Geschäften sehr viel mehr moderater, vernünftiger und vorsichtiger agiert habe als dies die Kärntner getan hätten: "Wir haben und hatten einen völlig anderen Risikozugang."

Auch bundespolitisch hat Konrad im Gespräch mit NEWS einiges den Parteien, vor allem der ÖVP, auszurichten: Dass sein Freund Erwin Pröll nun doch nicht für die Bundespräsidentschaft kandidiere, darüber "bin ich froh, für`s Land NÖ und auch für ihn persönlich." Was die Landtagswahlen 2010 angeht, müsse die ÖVP-Rückeroberung der Steiermark möglich sein, und im Burgenland und in Wien glaube er in beiden Fällen an der Verlust der bisherigen SPÖ-Mehrheiten. Danach, so der deklarierte Großkoalitionär Konrad, seien in beiden Fällen eben großkoalitionäre Landesregierungen von SPÖ und ÖVP zu bilden. Was Österreichs Bankenlandschaft angeht, zu Gerüchten, Raiffeisen würde die Volksbanken schlucken, spricht Konrad von allen möglichen Überlegungen, die kursierten. Sollte man zu Gesprächen eingeladen werden, "haben wir klare Vorstellungen", aber offiziell sei der Volksbankensektor nicht an sein Haus herangetreten.

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