• 06.01.2010, 11:00:20
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Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad redet der Regierung und Österreich für 2010 ins Gewissen:

"Eisern sparen und den Gürtel um ein, zwei Löcher enger schnallen!"

Wien (OTS) - Was Österreichs Staatsfinanzen angeht, werde das Jahr
2010 ein Schlüsseljahr, erklärt Raiffeisen-Generalanwalt Christian
Konrad in der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. Konrad:
"Die Staats-Budgets der nächsten Jahre zu bewältigen, wird ein
politischer Kraftakt sein müssen!" Es gehe dabei nicht allein nur um
eine Sanierung der Staatsfinanzen, sondern "es muss eine Umkehr
werden. Wir werden nicht ständig mehr Schulden machen können, das
wird nicht gehen", außerdem müsse Schluss sein mit der Aushöhlung des
Staatsvermögens. Und: Sparsamkeit sei angesagt, "nur neue Steuern
brauchen wir nicht." Daher: Das "Diktat der leeren Kassen" werde zur
Bundesstaatsreform zwingen, die "ernsthaft und konsequent" anzugehen
Konrad die Bundesregierung im NEWS-Interview auffordert.

Generell werde Österreichs Bevölkerung 2010 "den Gürtel um ein,
zwei Löcher enger schnallen müssen", aber am Ende dieses neuen Jahres
"werden wir uns mit der Vergangenheit, vor allem aber mit der Zukunft
schon wieder viel fröhlicher beschäftigen", übt sich der
Raiffeisen-General in vorsichtigem Optimismus. Was die Banken-Krise
angeht, stellt Konrad fest, dass man etwa zur Causa Hypo-Alpe-Adria
in Klagenfurt "nur mit Mitleid den Kopf schütteln" könne, und dass
dazu im Gegensatz Raiffeisen bei seinen Ost-Geschäften sehr viel mehr
moderater, vernünftiger und vorsichtiger agiert habe als dies die
Kärntner getan hätten: "Wir haben und hatten einen völlig anderen
Risikozugang."

Auch bundespolitisch hat Konrad im Gespräch mit NEWS einiges den
Parteien, vor allem der ÖVP, auszurichten: Dass sein Freund Erwin
Pröll nun doch nicht für die Bundespräsidentschaft kandidiere,
darüber "bin ich froh, für`s Land NÖ und auch für ihn persönlich."
Was die Landtagswahlen 2010 angeht, müsse die ÖVP-Rückeroberung der
Steiermark möglich sein, und im Burgenland und in Wien glaube er in
beiden Fällen an der Verlust der bisherigen SPÖ-Mehrheiten. Danach,
so der deklarierte Großkoalitionär Konrad, seien in beiden Fällen
eben großkoalitionäre Landesregierungen von SPÖ und ÖVP zu bilden.
Was Österreichs Bankenlandschaft angeht, zu Gerüchten, Raiffeisen
würde die Volksbanken schlucken, spricht Konrad von allen möglichen
Überlegungen, die kursierten. Sollte man zu Gesprächen eingeladen
werden, "haben wir klare Vorstellungen", aber offiziell sei der
Volksbankensektor nicht an sein Haus herangetreten.

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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