- 29.12.2009, 10:31:21
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Sternsinger bei Bundespräsident Fischer in der Hofburg
85.000 Kinder ziehen bis 6. Jänner von Haus zu Haus, überbringen weihnachtliche Segenswünsche und sammeln für die "Hilfe unter gutem Stern"
Wien, 29.12.2009 (KAP) Bundespräsident Heinz Fischer empfängt am
Mittwoch, 30. Dezember, um 13 Uhr in der Hofburg die "Heiligen Drei
Könige". Sternsinger der Katholischen Jungschar aus ganz Österreich
kommen, um dem Präsidenten die Segenswünsche für das Jahr 2010 zu
überbringen.
Martin Krenn, einer der Vorsitzender der Katholischen Jungschar,
wird bei der Begegnung mit dem Bundespräsidenten auch auf die
Anliegen der Projektpartner in den Entwicklungsländern hinweisen.
Gerade die Länder des "Südens" seien ja verstärkt von den Folgen des
Klimawandels betroffen. Wenn keine konsequenten Maßnahmen erfolgen,
könne das verheerende Folgen für Millionen von Menschen haben.
Österreich sei aufgerufen, dazu einen größeren Beitrag zu leisten.
In den bunten Gewändern von "Caspar, Melchior und Balthasar" bringen
85.000 Kinder bis 6. Jänner weihnachtliche Segenswünsche zu den
Menschen im Land. Die "Hilfe unter gutem Stern" macht die
Sternsinger aber auch zu "Botschaftern weltweiter Humanität". Bei
der letzten Sternsinger-Aktion haben die Österreicherinnen und
Österreicher 13,8 Millionen Euro gespendet. Damit ist die Aktion die
größte Sammlung für die Länder des "Südens" in Österreich und unter
den "Top 5" der österreichischen Hilfswerke. Mit den Spenden werden
jedes Jahr 500 Hilfsprojekte der Dreikönigsaktion der Katholischen
Jungschar in Afrika, Lateinamerika und Asien finanziert, die rund
einer Million Menschen zu Gute kommen.
Bei Vizekanzler Josef Pröll haben die Sternsinger bereits
vorgesprochen. Eine Sternsingergruppe der Pfarre St. Othmar in
Wien-Landstraße überbrachte dem Vizekanzler die weihnachtliche
Friedensbotschaft und bat ihn um Unterstützung für die Hilfe zu
Gunsten der Armen in Afrika, Asien und Lateinamerika.
Am 4. Jänner besuchen die Sternsinger Familien-Staatssekretärin
Christine Marek, am 7. Jänner die Erste Nationalratspräsidentin
Barbara Prammer, den Zweiten Nationalratspräsidenten Fritz
Neugebauer und Unterrichtsministerin Claudia Schmied. (Infos:
Christian Herret, Tel. 01/481.09.91/41 oder 0676/880.11.10.71,
E-Mail: [email protected]).
Besuch bei Bischof Alois Schwarz
Insgesamt 13 Sternsinger der Pfarre Klagenfurt-St. Lorenzen und des
slowenischen Pastoralzentrums Klagenfurt besuchten am Montag den
Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz. "Es freut mich, dass die
Sternsinger die Botschaft von Weihnachten von Haus zu Haus tragen",
sagte Schwarz. Die Sternsinger-Aktion sei, so der Kärntner Bischof,
ein Zeichen globaler Solidarität und Verbundenheit und leiste einen
konkreten Beitrag dazu, den Hunger in der Welt zu lindern.
Indien: Hilfe für die Adivasi
Auch die "Wiener Städtische" unterstützt die Dreikönigsaktion der
Katholischen Jungschar. Die indische Projektleiterin, Sr. Bina
Stanis, war mit dem Geschäftsführer der Dreikönigsaktion, Erwin
Eder, und einer Sternsinger-Gruppe aus der Pfarre Maria Treu zu
Besuch bei der "Wiener Städtischen" in deren Unternehmenszentrale im
Ringturm.
"Die schöne Tradition des Sternsingens verbindet seit Jahrzehnten
österreichisches Brauchtum mit gelebter Solidarität. Wir sind stolz
darauf, die Dreikönigsaktion partnerschaftlich zu unterstützen. Ich
freue mich sehr über das große Engagement der Sternsinger für
Menschen, die unsere Hilfe dringend brauchen", so "Wiener
Städtische"-Vorstandsmitglied Judit Havasi.
Sr. Stanis schilderte die Situation im indischen Bundesstaat
Jharkand, wo ein Schwerpunktprojekt der aktuellen Dreikönigsaktion
durchgeführt wird. Wegen der ungehemmten Industrialisierung im
Bundesstaat Jharkand werden Wälder abgeholzt, Grundwasser und Flüsse
verschmutzt. Vor allem die Adivasi - Nachfahren der indischen
Ureinwohner - sind dramatisch betroffen. Mangelerkrankungen, Krebs-
und Lungenleiden haben drastisch zugenommen, Kinderarbeit ist weit
verbreitet.
CASS (Chotanagpur Adivasi Seva Samiti), der Projektpartner der
Dreikönigsaktion im Bundesstaat Jharkand, steht den Adivasi
engagiert zur Seite. Gesundheitsstationen, Trinkwasseraufbereitung
und die Gründung von Selbsthilfegruppen für Mütter sollen die
Menschen in die Lage versetzen, selbst für ein gesundes Leben zu
sorgen. Auf rechtlicher Ebene setzt sich CASS dafür ein, dass die
Familien eigenes Land wieder zurück bekommen, um die Versorgung mit
Nahrung zu sichern.
(forts mgl)
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