Grüner Erfolg: Möglicher Durchbruch zur Sanierung der Jüdischen Friedhöfe

Schreuder: Hoffe, die Stadt Wien wird ihren Beitrag leisten

Wien (OTS) - Die Grünen Wien zeigen sich erfreut über eine mögliche Lösung zur Sanierung der Jüdischen Friedhöfe. 2001 verpflichtete sich Österreich im Washingtoner Abkommen finanziell zur Sanierung und Pflege aller Jüdischen Friedhöfe beizutragen. Bislang blieb dieser Punkt unerfüllt, stattdessen streiteten Bund und Länder - insbesondere Wien - über die Finanzierung. In Wien befinden sich die kulturhistorischen wertvollen Areale Seegasse, Währing, Floridsdorf sowie Zentralfriedhof Tor 1 und 4 in einem prekären und teilweise zerstörten Zustand. Berichten zurfolge dürften sich Bund und Wien zu einer Lösung durchgerungen haben.

Grün-Gemeinderat Marco Schreuder, der gemeinsam mit zahlreichen Freiwilligen und Historikerin Tina Walzer seit Jahren für den Erhalt der Jüdischen Friedhöfe kämpft, zeigt sich sehr erfreut: "Eine Lösung zur Sanierung der Jüdischen Friedhöfe scheint in Sicht. Es war auch längst an der Zeit. Wir Grüne werden das Gespräch mit Bürgermeister Michael Häupl suchen, um besonders die in Wien liegenden Friedhöfe zu retten. Immerhin befand sich in der Bundeshauptstadt vor 1938 die drittgrößte jüdische Gemeinde Europas und daher auch die drei größten Jüdischen Friedhöfe Österreichs. Es handelt sich bei den Friedhöfen daher um einen historischen Ort der Erinnerung an eine zerstörte Kultur. Unser jahrelanger Kampf hat sich gelohnt, ich werte den Durchbruch auch als Grünen Erfolg", so Schreuder abschließend.

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