- 22.12.2009, 10:25:20
- /
- OTS0052 OTW0052
MediaWatch/APA-OTS Medien-ATX Jahresbilanz 2009: AUA-Übernahme dominiert die Berichterstattung 2009 - GRAFIK
Innsbruck/Wien (OTS) - Die APA-Töchter APA-OTS und MediaWatch
analysieren im Service "Medien-ATX" monatlich die Präsenz der
ATX-Unternehmen in den führenden Wirtschaftstageszeitungen
Deutschlands und der Schweiz. Die von MediaWatch erhobenen Daten
zeigen, mit welchem Präsenzgrad und mit welchen Themen die heimischen
ATX-Unternehmen in der internationalen Presse am stärksten vertreten
sind.
Im Jahresranking 2009 verzeichnet die AUA (trotz Streichung aus dem
ATX mit 21. September 2009) die stärkste mediale Präsenz. Rang zwei
geht an die STRABAG, Platz drei an die OMV.
Der Präsenzleader im Jahr 2009 ist mit 398 Nennungen die Austrian
Airlines. Das Jahr 2009 war für die Austrian Airlines von vielen
Tiefs gekennzeichnet. Das Unternehmen fährt immense Verluste ein und
muss als Konsequenz viele Stellen abbauen. Die Lösung scheint eine
Übernahme durch die Lufthansa zu sein. Die wird jedoch von der
EU-Kommission gebremst, die eine Wettbewerbsverzerrung vermutet. Nach
langen Verhandlungen und Zugeständnissen scheint die Übernahme in
letzter Minute zu scheitern, am Ende gibt es jedoch grünes Licht und
die österreichische Airline fliegt nun unter den Flügeln der
Lufthansa.
Mit 391 Nennungen positioniert sich die STRABAG auf Platz zwei.
Die weltweite Finanzkrise führt zum Ausstieg Oleg Deripaskas bei der
STRABAG, der jedoch - wenn die Frist zur Zahlung seiner Kredite
verlängert wird - 2010 seine Anteile wieder zurückkaufen will. Musste
die STRABAG 2008 bei erhöhter Bauleistung ein gesunkenes
Betriebsergebnis hinnehmen, so profitiert sie von staatlichen
Konjunkturpaketen und Geschäften in Polen und Deutschland, was zu
einem starken Gewinnanstieg 2009 führt. DeTe Immobilien wird 2009 von
der STRABAG übernommen, die Übernahme des Schweizer Baukonzerns
Implenia scheitert
An der dritten Stelle im Ranking reiht sich die OMV mit 382
Nennungen ein. Als Teil des Nabucco-Konsortiums, das vom ehemaligen
deutschen Außenminister Joschka Fischer beraten wird, konzentriert
sich die Berichterstattung über die OMV auf die Planung und
Fortschritte der Pipeline. Bei der OMV kommt es im Jahr 2009 aufgrund
der fallenden Ölpreise und Raffineriemargen zu einem deutlichen
Rückgang von Umsatz und Ebit. Weiters scheitert die Übernahme des
türkischen Mineralölkonzerns Petrol Ofisi nach mehrmaligen Anläufen.
Das Top-Thema in der Themenanalyse aller ATX-Unternehmen ist mit
846 Aussagen Betriebswirtschaftliche Performance. Die
Weltwirtschaftskrise macht den ATX-Unternehmen zusehends zu schaffen:
So steht die schwer defizitäre AUA vor der Pleite und hofft auf die
Übernahme durch die Lufthansa, die die Fluggesellschaft wieder
profitabel machen soll. Die Erste Bank beklagt Kreditausfälle in
Osteuropa, die Aktie startet jedoch nach einem Absturz eine
Aufholjagd. Das Osteuropa-Engagement setzt auch der Raiffeisen
International zu, die einen Gewinnrückgang, einen Einbruch des
Nettogewinns und weitere Kreditausfälle zu verzeichnen hat. Die OMV
leidet unter den niedrigen Ölpreisen und Raffineriemargen, die zu
Rückgängen von Umsatz und Ebit führen. Wienerberger fährt einen
Rekordverlust ein, die Österreichische Post verzeichnet Kursverluste
und das Betriebsergebnis von Zumtobel wird stark von der Krise
beeinflusst. Auch für die Voestalpine ist das laufende Geschäftsjahr
das wohl schwierigste seit Jahrzehnten - trotz einem überraschenden
Gewinn im 2. Quartal. Besser ergeht es dem Verbund, der die Umsatz-
und Ertragsgrößen halten und Dividenden auszahlen will. War das
Betriebsergebnis der STRABAG 2008 noch gesunken, so profitiert das
Unternehmen 2009 von staatlichen Konjunkturpaketen und Geschäften in
Polen und Deutschland und verzeichnet einen starken Gewinnanstieg.
Auch bwin will den Vorsteuergewinn verdoppeln, die bwin-Aktie legt um
fünf Prozent zu.
Das zweitpräsenteste Thema 2009 ist Management Issues mit 674
Aussagen. Der Vorstandsvorsitzende der OMV, Wolfgang Ruttenstorfer
wird von der Finanzmarktaufsicht des Insiderhandels verdächtigt. Der
ehemalige Außenminister Joschka Fischer berät die
Nabucco-Konsortiumsmitglieder RWE und OMV. Weiters setzt die OMV auf
die Wachstumsregion Türkei und erweitert das Produkt-Portfolio im
Mittleren Osten. Das massive Sparprogramm bei der AUA wird mit Stefan
Lauer als neuem Aufsichtsratsvorsitzenden weitergeführt. Mit Georg
Pölzl bekommt auch die Österreichische Post einen neuen
Vorstandsvorsitzenden und Peter Krammer übernimmt die Aufgaben von
Nematollah Farrokhnia im Vorstand der STRABAG. Wienerberger, mit
neuem Vorstandschef Heimo Scheuch, plant nach einem Rekordverlust
einen härteren Sparkurs und beschließt eine Kapitalerhöhung in der
Höhe von 335 Millionen Euro. Auch die Erste Bank erwägt eine
Kapitalerhöhung in der Höhe von einer Milliarde Euro. Die Voestalpine
stellt einen Antrag auf Staatsgarantien und strafft die
Konzernstruktur. Thomas Fahnemann, Vorstandschef bei RHI, versucht
durch ein Sanierungsprogramm den Absturz des Unternehmens in die
roten Zahlen zu verhindern.
An der dritten Stelle im Themenranking findet sich Mergers &
Acquisitions mit 597 Aussagen. In diesen Themenbereich fällt die
Übernahme der AUA, die insgesamt die Berichterstattung dominiert.
Schlussendlich wird der AUA-Lufthansa-Deal von der EU genehmigt und
seit September ist die Lufthansa nun die größte Fluggesellschaft
Europas. Weitere Übernahmen tätigen bwin durch den Kauf von Gioco
Digitale, Italiens größten Online-Poker-Anbieter, und die STRABAG mit
dem Kauf von DeTe Immobilien. Beim österreichischen Baukonzern gibt
es aber auch eine gescheiterte Übernahme zu verzeichnen, nämlich die
des Schweizer Baukonzerns Implenia. Ebenso scheitert die Übernahme
des türkischen Mineralölkonzerns Petrol Ofisi durch die OMV. Zu einem
raschen Weiterverkauf der Constantia Privatbank kommt es durch die
Eigner Bank Austria, Raiffeisen, Bawag und Volksbank. Der Verbund
wiederum kauft dreizehn Wasserkraftwerke vom E.ON-Konzern und die
Lybische Investment Authority will bis zu zehn Prozent der
Wienerberger-Anteile kaufen.
MediaWatch analysiert im Auftrag von APA OTS die Präsenz der
ATX-Unternehmen in der Berichterstattung internationaler
Wirtschaftszeitungen. Der Medien-ATX wird jeden Monatsbeginn
aktualisiert und ist über http://www.ots.at kostenlos abrufbar.
About MediaWatch:
APA-MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH steht zu 100
Prozent im Eigentum der APA - Austria Presse Agentur und gehört zu
den führenden Spezialisten für quantitative und qualitative
Medienresonanz-Analysen. MediaWatch erstellt für PR-Professionals aus
Wirtschaft und Politik maßgeschneiderte Analysen zur Erfolgs- und
Effizienzkontrolle von Public Relations und medialem Image-Building.
Die Analysen basieren auf der Inhaltsanalyse als anerkannte Methode
der empirischen Sozialforschung.
Grafik(en) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original
Grafik Service, sowie im OTS Grafikarchiv unter http://grafik.ots.at
Rückfragehinweis:
MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH. Hannes Vorhofer Geschäftsführer Tel.: +43 512 588 959-0 E-Mail: [email protected] http://www.apa-mediawatch.at APA - Austria Presse Agentur Barbara Rauchwarter Unternehmenssprecherin Leitung Marketing & Kommunikation Tel.: +43/1/360 60-5700 E-Mail: [email protected] http://www.apa.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/696
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF







