Das Waldviertel hat auch beim Personenverkehr Zukunft

Ein neues Busnetz mit 21 Linien - Großteils Taktverkehr mit wesentlich kürzeren Fahrzeiten

Wien (OTS) - Es sieht vielleicht wie ein Weihnachtsgeschenk aus, wird aber erst nach den Feiertagen das Leben im Waldviertel so richtig bereichern. Ob von Litschau im Norden bis Melk im Süden, ob von Karlstift im Westen bis Hollabrunn im Osten - ein Netz von 21 neuen Buslinien macht im Waldviertel nunmehr fast jeden Punkt im Bustaktverkehr von Montag bis Freitag (werktags) erreichbar. Vor kurzem ist vorerst "zum Schnuppern" der Betrieb ohne Tickets angelaufen, ab 1. Jänner 2010 erfolgt dann die Ausgabe von Fahrkarten im regulären Betrieb.

Dabei musste in vielen Dingen Neuland betreten werden: Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) war erstmals damit befasst, die Leistungen - und es handelt sich um immerhin fast zwei Millionen Kilometer pro Jahr - EU weit auszuschreiben. Grundsätzliche Fragestellungen im Verhältnis zwischen Vergaberecht und dem Konzessionssystem des Kraftfahrliniengesetzes waren zu klären. Die Grundsatzarbeit die hier geleistet wurde, wird für künftige Ausschreibungsmodalitäten im VOR, aber auch für andere österreichische Verkehrsträger im ÖPNV richtungweisend sein, meint man im VOR, wie Mag. Erich STADLER betont.

Gegenüber dem bisher bestehenden Verkehrsangebot, das im Wesentlichen auf Pendler und Schüler abgestimmt war, trachtet man als neue Zielgruppe überhaupt Menschen anzusprechen, die innerhalb des Waldviertels unterwegs sind. Das Verkehrskonzept basiert auf zwei Hauptachsen, nämlich von Horn nach Waidhofen/Thaya und von Krems über Zwettl nach Gmünd, an die 19 Zubringerlinien gekoppelt sind. Allerdings gelangt man wesentlich schneller an sein Fahrziel -beispielsweise von Horn nach Zwettl in weniger als eine Stunde - denn die Linien fahren großteils im Taktverkehr. Die Anschlüsse der einzelnen Linien sind aufeinander abgestimmt und für eine bessere Übersichtlichkeit wurden eigene Liniennummern geschaffen, die in Bezug auf die Region die Kennungen WA 1 bis WA 61 führen.

Insgesamt sind fünf Betreiber eingebunden, und zwar Postbus, Dr. Richard, Gschwindl, Pichelbauer und Zuklin. Das Land Niederösterreich veranschlagt dafür Kosten in der Höhe von 25 Millionen Euro für fünf Jahre, die Fahrpreise werden gemäß den Tarifen des Verkehrsverbundes Niederösterreich-Burgenland (VVNB) berechnet.

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