• 21.12.2009, 14:01:02
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Wlodkowski zum Weltklimagipfel: Ernüchterndes Ergebnis

Energiewende bleibt weiterhin Ziel der Landwirtschaft

Wien (OTS) - "Das Ergebnis der Klimakonferenz von Kopenhagen ist
mehr als ernüchternd, weil überhaupt nichts rechtlich Verbindliches
und auch keine konkreten Reduktionsziele beschlossen wurden. Das Ziel
eines weltweiten Klimavertrages ist somit wieder in weite Ferne
gerückt. Auf der anderen Seite nehmen die negativen Auswirklungen der
Klimaerwärmung zu und sind mittlerweile unübersehbar. Die
Landwirtschaft wird ihren Weg zur Durchsetzung einer Energiewende
daher unbeirrbar fortsetzen und weiterhin versuchen, engagierte
Mitstreiter zu gewinnen. Denn nach dem Versagen der Verhandler beim
Klimagipfel braucht die Umwelt jetzt umso mehr das Engagement jedes
Einzelnen und jedes Wirtschaftsbereiches", erklärte heute Gerhard
Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.

"Die EU ist schon Anfang 2009 konkrete Reduktionsverpflichtungen
von minus 20% eingegangen. Diesem Vorbild sind die internationalen
Verhandlungspartner in Kopenhagen nicht gefolgt. Sie sind daher nun
aufgefordert, ähnlich ambitionierte Reduktionsziele anzubieten",
unterstrich Wlodkowski. Die Landwirtschaft habe EU-weit ihre
Emissionen bereits um 20% gesenkt und daher seien nun auch andere
Bereiche, wie der Verkehr, aufgefordert, dem Beispiel der Bauern zu
folgen. "Die Land- und Forstwirte arbeiten auch in den nächsten
Monaten und Jahren kontinuierlich an der Energiewende weiter und sind
jedenfalls bereit und in der Lage, mit erneuerbaren Rohstoffen zur
zusätzlichen Treibhausgas-Reduktion beizutragen, betonte der
Präsident.

"Wer es mit dem Klimaschutz tatsächlich ernst meint, darf daher
auch nicht länger faire und kostendeckende Tarife im Rahmen der
Ökostromgesetznovelle verzögern. Schließlich ist die 'grüne Energie'
die große Chance: Sie ersetzt schädliche Klimagase, erspart
Milliarden Euro, die sonst für fossile Energie beziehungsweise für
den Ankauf von Emissionsrechten ins Ausland abfließen würden, sie
sichert Aufträge für Forschung und Anlagenbau, steigert die heimische
Wertschöpfung und gibt natürlich auch der Landwirtschaft neue
Perspektiven", gab der Präsident der LK Österreich zu bedenken.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Ludmilla Herzog,
Tel 01/53441-8522,
E-Mail [email protected]

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