- 18.12.2009, 12:13:15
- /
- OTS0144 OTW0144
Kickl: Arbeitsmarkt darf trotz positiver Prognosen nicht vernachlässigt werden
SPÖ und ÖVP mit Arbeitsminister Hundstorfer an der Spitze scheinen den Ernst der Lage noch nicht erkannt zu haben
Wien (OTS) - "Das Schlimmste wäre es, wenn man angesichts der
aktuellen Analysen zur heimischen Wirtschaft den Arbeitsmarkt
neuerlich vernachlässigt und sozusagen in diesem Bereich rein auf das
freie Spiel der Marktkräfte setzt", kommentierte heute
FPÖ-Arbeitnehmersprecher NAbg. Herbert Kickl die Prognosen des
Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) und des Instituts für Höhere
Studien (IHS). Von einer wirklichen Trendwende könne man schon
deshalb nicht sprechen, weil die Arbeitslosigkeit schon jetzt
erschreckend hoch sei und im Jänner und Februar 2010 voraussichtlich
noch weiter ansteigen werde, wobei auch das Arbeitsmarktservice von
bis zu 400.000 Beschäftigungslosen ausgehe. Kickl betonte außerdem,
dass man endlich die Opfer der Wirtschaftskrise angemessen
unterstützen müsse - und dazu gehöre auch eine Erhöhung des
Arbeitslosengeldes und der Notstandshilfe.
"Wenn die Arbeitslosigkeit sich erst einmal verfestigt, dann gibt es
kaum mehr einen Weg zurück", warnte Kickl. Die bisherigen
Arbeitsmarktpakete seien nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, es
gebe immer mehr Schulungsteilnehmer ohne erkennbare Perspektive und
gerade bei Jungendlichen und älteren Arbeitslosen bleibe die Lage
prekär. Zudem müsse man sich fragen, ob SPÖ und ÖVP mit
Arbeitsminister Hundstorfer an der Spitze wirklich den Ernst der Lage
erkennen würden. Man unternehme auch nichts, um den Arbeitsmarkt
strukturell umzukrempeln. Dabei habe die Statistik Austria aktuell
darauf hingewiesen, dass der österreichische Arbeitsmarkt auch im
dritten Quartal 2009 unter der Wirtschaftskrise gelitten habe und
durch eine weitere Verlagerung von Voll- zu Teilzeitarbeit der
Rückgang der Beschäftigung stärker sei als auf den ersten Blick
erkennbar. Teilzeitarbeit werde für immer mehr Österreicherinnen und
Österreicher zur oftmals bitteren Realität: Einem Minus von 70.400
Vollzeiterwerbstätigen im Vorjahresvergleich sei etwa ein weiterer
Zuwachs an Teilzeitbeschäftigten um 51.400 gegenübergestanden. "Auch
bei diesem Thema schweigt SPÖ-Minister Hundstorfer beharrlich. Dabei
müssten SPÖ und ÖVP gerade beim Thema aktive Arbeitsmarktpolitik
endlich Nägel mit Köpfen machen, um ein drohendes Fiasko zu
verhindern", schloss Kickl.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:presse-parlamentsklub@fpoe.at http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK