- 18.12.2009, 10:24:01
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Gipfelbahn vollendet Skiverbindung von Mellau und Damüls
LH Sausgruber und LR Rüdisser erwarten positive Impulse für die gesamte Region
Mellau/Damüls (OTS/VLK) - Mit der Inbetriebnahme der neuen
Gipfelbahn von der Mellauer Roßstelle (1406 m) auf den Gipfelgrat
(1924 m) ist der Zusammenschluss der Skigebiete von Mellau und Damüls
nach jahrelanger Diskussion, zeitaufwändigen Verfahren sowie mehreren
Umplanungen endlich bewerkstelligt. Die Skiverbindung hat
Investitionen von rund 23 Millionen Euro nötig gemacht - neben der
neuen Gipfelbahn wurden zwei weitere Liftanlagen sowie ein Schitunnel
errichtet. "Nicht nur für die beiden Gemeinden sondern für die
gesamte Region sind positive Impulse zu erwarten", zeigte sich
Landeshauptmann Herbert Sausgruber heute, Freitag, in Mellau bei der
offiziellen Eröffnung dieses letzten Verbindungsstücks
zuversichtlich.
Was lange währt, wird endlich gut, sagt der Volksmund. Im Falle
der Verbindung der beiden Skigebiete von Mellau und Damüls trifft
diese Lebensweisheit den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf. Ein
Vierteljahrhundert nach Beginn der ersten Planungen ist die
Zusammenlegung seit heute mit der Inbetriebnahme der neun Millionen
Euro teuren Gipfelbahn als Herzstück endgültig vollzogen. 29
Seilbahnen und Liftanlagen und mehr als 100 Pisten- und
Skiroutenkilometer lassen das größte Skigebiet des Bregenzerwaldes
entstehen. "Durch die Erweiterung des Angebots gewinnt die gesamte
Region an Attraktivität", machte Sausgruber deutlich. Für die Zukunft
hätten sich Mellau und Damüls mit besten Erfolgsaussichten gerüstet.
Qualitative Aufwertung
Mit dem gemeinsamen Schigebiet und dem einhergehenden
Modernisierungsschub hat sich die Region im Wettbewerb mit anderen
Destinationen konkurrenzfähig positioniert", lobt auch
Tourismuslandesrat Karlheinz Rüdisser die Kooperation der beiden
Gemeinden und der Bergbahnenbetreiber. Beide Seiten hätten beharrlich
den Plan zum Zusammenschluss verfolgt und damit für den gesamten
Bregenzerwald ein positives Signal gesetzt. "Die qualitative
Aufwertung ist ein neuerlicher Beweis für die hohe Innovationskraft
der heimischen Tourismuszentren", betont Rüdisser.
"Touristischer Quantensprung"
Von einem "touristischen Quantensprung" sprachen die
Gemeindeoberhäupter von Mellau und Damüls, Bürgermeisterin Elisabeth
Wicke und Bürgermeister Wilfried Madlener. Für beide realisiert sich
mit der Eröffnung der neuen Gipfelbahn ein Vorhaben, das rund 15
Jahre lang viel Zeit und Energie gekostet hat. Zufrieden zeigten sich
Wicke und Madlener insbesondere mit der Art und Weise, wie die
Skiverbindung Damüls-Mellau verwirklicht wurde. "Es ist gelungen, die
sinnvollste und zugleich umweltschonendste Variante umzusetzen, die
auf der einen Seite der Natur den nötigen Spielraum lässt und auf der
anderen Seite auch den Menschen in der Region eine Perspektive für
die künftige Entwicklung bietet", sind sich Wicke und Madlener einig.
Wolfgang Beck und Markus Simma von den Seilbahnen Damüls sowie
Herbert Frick und Tone Fink von den Bergbahnen Mellau schlossen sich
dieser Meinung an: "Das Projekt wurde mit großer Umsicht und so
behutsam wie möglich realisiert. Die Region hat einen
zukunftsweisenden
Schritt getan". Die kürzlich erfolgte Auszeichnung von Damüls-Mellau
im "ADAC SkiGuide" als Top-Skigebiet in der Kategorie "Aufsteiger des
Jahres 2010" bestätige, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.
Damüls und Mellau seien jedenfalls bereit und die Gäste können
kommen, so der einhellige Tenor.
Erfolgreiche Tourismuswirtschaft
Die Tourismuswirtschaft hat wesentlich dazu beigetragen, das
Wohlstandsgefälle zwischen dem Ballungsraum Rheintal-Walgau und den
Gebirgstälern in Vorarlberg abzubauen und eine ausgewogene
Landesentwicklung in Gang zu setzen. Mit der Tourismusförderung habe
das Land in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit einen wichtigen
Impuls zur Stärkung der Investitionskraft gesetzt, sagte Sausgruber
mit Hinweis auf das im Vorjahr beschlossene Konjunkturpaket des
Landes, das sich bislang als äußerst wirkungsvoll erwiesen hat. Das
Fördervolumen im Tourismus - inklusive Infrastrukturvorhaben -
beläuft sich auf mittlerweile 70 Millionen Euro. Als erfreulich
bewertete der Landeshauptmann zudem den Umstand, dass bei der
Realisierung der neuen Gipfelbahn fast ausschließlich heimische
Unternehmen zum Zug gekommen sind. Sausgruber: "Wenn Aufträge,
Nachfrage und Wertschöpfung im Land bleiben, kommt das in erster
Linie den Menschen in der Region zugute".
Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter
www.damuels-mellau.at.
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