AK: Achtung vor dem Verein Konsumenten-Schutz für den österreichischen Kapitalmarkt

Wien (OTS) - AK bringt UWG-Klage wegen irreführender Angaben ein Die Arbeiterkammer (AK) warnt vor dem Verein "Konsumenten-Schutz für den österreichischen Kapitalmarkt" (www.konsumenten-schutz.at). Der Verein KSföK wurde heuer im Frühjahr gegründet. Die Homepage suggeriert, dass der Verein von öffentlichen Stellen wie Bundesministerien und Konsumentenschutzverbänden, etwa AK oder VKI, beauftragt, gebilligt und gefördert wird. Die AK distanziert sich vom Verein und hat jetzt wegen irreführender Angaben eine Klage nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) beim Handelsgericht Wien eingebracht.

Die Vereinsgründer (Lukas Bichl und Roman Umschweif) geben vor, im Bereich Konsumentenschutz zu beraten. Tatsächlich hat deren Tätigkeit aber mit einem unabhängigen Konsumentenschutz nichts zu tun. Sie bezeichnen sich auch auf den von ihnen ausgegebenen Visitenkarten als "Sektionsleiter".

Auf der Homepage werden verschiedene Beratungsbereiche dargestellt, zum Beispiel die Sektion Energie, die Sektion Absicherung, die Sektion Förderungen oder die Sektion Banken. So wird angeboten, dass etwa Bankspesen überprüft werden können oder es Tipps zur Senkung der Kreditkosten gibt. Weiters vermittelt der Verein über Versicherungsmakler den Abschluss von Neuverträgen. Er tritt auch an Telekommunikationsunternehmen heran wegen Auskünften zu konkreten Verbraucherverträgen. Darüber hinaus lässt der Verein durch meist nur kurzfristig angestellte "freie Dienstnehmer" umfangreiches Datenmaterial sammeln. Dabei ist vollkommen offen, was mit deinsen Daten konkret geschieht. Eine derartige Tätigkeit würde ein richtiger Konsumentenschutzverein nie übernehmen, sagt die AK.

Entgegen der Darstellung, dass der Verein im Auftrag der österreichischen Bürger, insbesondere im Auftrag seiner Fördermitglieder arbeite und aus diesem Grund der Service gemäß den Statuten zu 100 Prozent gefördert und dadurch für jeden Steuerzahler kostenlos sei, verlangt der KSföK eine einmalige Einschreibgebühr von 30 Euro. Weiters verlangt der Verein für die Basismitgliedschaft 68 Euro im Jahr und für die Premiummitgliedschaft 92 Euro im Jahr. Zusätzlich werden je nach Mitgliedstatus diverse Entgelte verrechnet - so für die Löschung einer Negativeintragung 480 Euro für Nichtmitglieder, 220 Euro für Basismitglieder und 160 Euro für Premiummitglieder. Für sonstige Leistungen wie Beratungen, Untersuchungen in Schadensfällen oder Interventionen bei Behörden und Unternehmen wird für Nichtmitglieder ein Stundensatz von 160 Euro verrechnet.

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