- 17.12.2009, 11:02:40
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Klima: Kirchliche Entwicklungs-Organisationen drängen Politiker
"Klima fair bessern"-Koordinatorin Josefa Molitor-Ruckenbauer betont historische Verantwortung der reichen Länder für den Klimawandel
Kopenhagen-Wien, 17.12.2009 (KAP) Die katholischen
Entwicklungs-Organisationen fordern die Regierungsvertreter beim
Klimagipfel in Kopenhagen auf, die ins Stocken geratenen
Verhandlungen wieder in Gang zu bringen und ein "ambitioniertes und
bindendes Abkommen" zu beschließen, das vor allem auch den Ärmsten
zu Gute kommt. "Die Angebote der industrialisierten Staaten für
Emissionsreduktionen und zur finanziellen Unterstützung der
Entwicklungsländer decken bei Weitem nicht das, was die
Gerechtigkeit fordert", betonte am Donnerstag Josefa
Molitor-Ruckenbauer, Koordinatorin der Kampagne "Klima fair
bessern", die von den katholischen Entwicklungs-Organisationen
getragen wird. Die reichen Länder hätten die historische
Verantwortung für den Klimawandel, der seine Auswirkungen bereits
jetzt vor allem in Entwicklungsländern zeigt.
Die Regierungsvertreter in Kopenhagen seien nun gefragt, die
Stimmung der Öffentlichkeit aufzufangen und ernst zu nehmen.
"Besonders in diesen letzten Tagen der Konferenz zeigt sich, dass
die Menschen bereit sind, sich für Klimagerechtigkeit einzusetzen.
Jetzt müssen sich auch die politischen Vertreter bewegen. Auch
Bundeskanzler Werner Faymann ist gefordert, die Unterstützung der
österreichischen Bevölkerung für ein gerechtes Abkommen in die
Verhandlungen einzubringen", so Josefa Molitor-Ruckenbauer, die sich
derzeit in Kopenhagen aufhält.
Heinz Hödl, Geschäftsführer der "Koordinierungsstelle der
Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung
und Mission", kritisiert die politischen Finten in Kopenhagen: "Die
derzeitigen Versuche, die Entwicklungsländer als die blockierende
Gruppe auszuweisen, sind gänzlich fehlgeleitet. Der Kampf gegen den
Klimawandel ist von weltumspannender Bedeutung. Es geht darum, die
Zukunft der Menschen zu retten und wir haben die Verpflichtung, die
am meisten gefährdeten unter uns zu schützen". (Infos: Josefa
Molitor-Ruckenbauer, Tel.: 0676/756.73.00).
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