Bauindustrie ad BMVIT: keine Verschiebung von Infrastrukturprojekten!

Bauindustrie fordert konsequente Umsetzung der beschlossenen Bauprogramme

Wien (OTS) - Die Vereinigung Industrieller Bauunternehmungen Österreichs - VIBÖ zeigt sich besorgt über die aktuellen Überlegungen des BMVIT, wichtige Verkehrsinfrastrukturprojekte zu verschieben oder sogar ganz auf Eis zu legen.

Die österreichische Bundesregierung habe die Krise im Vorjahr zeitgerecht erkannt und durch den Beschluss der Konjunkturbelebungspakete rasch und richtig reagiert, so VIBÖ-Präsident Wolfgang Hesoun. Es sei daher umso erstaunlicher, dass nunmehr aus finanziellen Gründen Einsparungen beim Bauprogramm erfolgen sollen.

"Dieses Vorgehen ist völlig unverständlich und wäre aus volkswirtschaftlicher Sicht das absolut falsche Signal. Die positiven Impulse zur Stabilisierung der Wirtschaft würden damit konterkariert und viele Arbeitsplätze in Frage gestellt. Zudem steht dies im Widerspruch zu den bisherigen Intentionen der relevanten politischen Entscheidungsträger, die sich ganz klar für antizyklische Investitionsmaßnahmen ausgesprochen haben", kritisiert Hesoun.

Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Wirtschaftskrise bereits vorbei sei, so Hesoun weiter. Die beschlossenen mittelfristigen Investitionspläne bei ASFINAG, ÖBB und BIG seien wichtige Konjunkturstabilisatoren, welche maßgeblich zum Erhalt von Arbeitsplätzen beitragen und das Einkommen Tausender Arbeitnehmer sichern.

In den kommenden Monaten gehe es mehr denn je darum, dass ein dauerhafter Abwärtstrend verhindert werde. Die Politik sei daher gefordert, die erforderlichen finanziellen Rahmenbedingungen zur konsequenten Umsetzung der beschlossenen Investitionsprogramme sicherzustellen.

"Bevor wegen der konjunkturbedingten Einnahmen-Rückgänge der ASFINAG eine Redimensionierung der bereits beschlossenen Ausbauprogramme diskutiert wird, sollte jedenfalls der nationale Spielraum bei der Höhe der LKW-Maut in vollem Umfang ausgeschöpft werden", so Hesoun abschließend. (Schluss)

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