• 16.12.2009, 11:56:04
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  • OTS0146 OTW0146

Behindertenanwalt: Vetternwirtschaft im Sozialministerium wird fortgesetzt

Hundstorfer traf im Sinne der Parteipolitik falsche Entscheidung

Wien (OTS) - "Mit der Bestellung von Erwin Buchinger setzt sein
Parteifreund Hundstorfer die unappetitliche Tradition der
Vetternwirtschaft bei der Bestellung der Behindertenanwaltschaft im
Sozialministerium fort", protestiert das Behindertenberatungszentrum
BIZEPS gegen die heute bekanntgewordenen Entscheidung.

Bereits bei der Bestellung von Herbert Haupt gab es heftige Kritik
an der Vorgangsweise der damaligen Sozialministerin. Dachten damals
einige, unter einem "roten" Sozialminister würde es so etwas nicht
geben, so wurden sie jetzt eines Besseren belehrt. Auch
Sozialminister Hundstorfer gab bei der Bedstellung einem Partefreund
den Vorrang und setzte sich damit über die Qualifikationen der
übrigen BewerberInnen kaltschnäuzig hinweg.

"Dem Sozialminister ist die Versorgung eines Parteifreundes
wichtiger als die Bestellung eines qualifizierten direkt Betroffenen
als Behindertenanwalt", sagt BIZEPS und weist darauf hin, dass es
genügend kompetente behinderte Bewerberinnen und Bewerber gegeben
habe.

Statt die Behindertenanwaltschaft endlich zu reformieren, wie es
im Regierungsübereinkommen schon zwei Mal (!) festgeschrieben wurde,
setzt der Sozialminister mit der heute bekanntgewordenen Bestellung
die Entwertung dieser entbehrlichen Stelle fort.

Die behinderten Menschen betrachten das Vorgehen des
Sozialministers als einen Affront und als einen Ausdruck des
Desinteresses für ihre Anliegen.

Rückfragehinweis:
BIZEPS - Tel. 523 89 21

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