- 16.12.2009, 11:02:25
- /
- OTS0096 OTW0096
Dominique Meyer: Sechs Opernpremieren in der 1. Saison - aus für Kinderoper auf dem Staatsopern-Dach
"Kulturperson des Jahres 2010" mit spektakulären Plänen in NEWS
Wien (OTS) - In der Ära Dominique Meyer wird es eine bis dahin
beispiellose Zahl an Opern- und Ballettpremieren geben: Das erklärt
der ab September 2010 amtierende Direktor der Wiener Staatsoper in
einem Interview für die morgen erscheinende NEWS-Ausgabe, in der er
als "Kulturperson des Jahres 2010" präsentiert wird.
Die Direktion Meyer beginnt mit sechs Opern- und drei
Ballettpremieren (jene in der Volksoper nicht gerechnet). Das Ballett
soll vollkommen in den Spielbetrieb integriert werden. So übernimmt
Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst selbst eine Ballettpremiere,
nämlich Richard Strauss? "Josefslegende". Die Saisonpläne bis Juni
2013, sämtliche Premieren für 2013/14 und drei für 2014/15 stehen
fest.
Ein Hauptvorhaben der neuen Direktion gilt Neuproduktionen aller
Hauptwerke Mozarts, beginnend mit "Figaro". Welser-Möst übernimmt
dabei die drei Da-Ponte-Opern. Außerdem wird der Generalmusikdirektor
einen Zyklus der fünf zentralen Werke Janaceks leiten.
Weitere Atouts: ein "Ring"-Zyklus 2011 und ein neuer "Lohengrin"
2014 unter Thielemann; jährliche Auftritte mit insgesamt zwei bis
drei Premieren des Tenors Jonas Kaufmann; umfangreiche Premierenpläne
mit Elina Garanca, beginnend mit "Anna Bolena" an der Seite Anna
Netrebkos in der ersten Saison.
Nur noch eine Saison erlebt das Kinderopern-Zelt auf dem Dach.
Dann soll die neue Probebühne (vielleicht im Arsenal) fertig und das
große Haus untertags frei für Kindervorstellungen sein. Meyer hat in
seinen zehn Pariser Jahren 230.000 Kinder willkommen geheißen und
dabei Raritäten wie Brittens "Schornsteinfeger" gespielt, mit Kindern
auf der Bühne und mit Chören aus dem Zuschauerraum, die das kleine
Publikum zuvor in der Schule einstudiert hatte. Ähnliches plant Meyer
nun für die Staatsoper.
Meyer macht deutlich, dass man, auch für den Kollektivvertrag der
Philharmoniker, mehr Geld benötigt. "Ja, wir sprechen mit dem
Orchester, dass wir mehr Proben kriegen. Das ist eine finanzielle
Frage, und das Orchester ist nicht so gut bezahlt. Wir brauchen mehr
Geld, so viel ist klar. Und für mich als Ausländer ist es schon
bemerkenswert, dass die Staatsoper mit Orchester, Chor und Ballett
nur zwei Millionen mehr bekommt als das Burgtheater."
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES






