- 16.12.2009, 09:26:56
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Leitner/Binder-Maier/Prammer: Frauenrechte sind Menschenrechte!
100 Jahre SPÖ Frauenorganisation - ein Grund zum Feiern
St. Pölten (OTS) - "Seit 100 Jahren, seit dem Parteitag der
Sozialdemokratinnen in Reichenberg im September 1909, setzen sich die
SPÖ Frauen als anerkannte Teilorganisation der SPÖ unermüdlich für
Freiheit, Gleichheit und Solidarität ein", erklärt die Vorsitzende
der SPÖ NÖ Frauen, NRin Gabriele Binder-Maier, anlässlich des
Jubiläums "100 Jahre SPÖ Frauenorganisation", das gestern in Hainfeld
- an der Wiege der Sozialdemokratie - mit gefeiert wurde.
Um die Wurzeln der SPÖ Frauenorganisation, aber auch um
Zukunftsvisionen ging es in Anwesenheit von NR-Präsidenten Mag.a
Barbara Prammer, Landeshauptmann-Stv. Dr. Sepp Leitner und
zahlreichen Gästen aus ganz Niederösterreich. So unterstrich LHStv.
Dr. Sepp Leitner in seiner Rede, dass die SPÖ für "Gleichheit und
gleiche Chancen eintritt" und die Frauenorganisation einen wichtigen
Teil der SPÖ ausmache. Er sicherte der SPÖ NÖ Frauenvorsitzenden
seine volle Unterstützung zu und wies darauf hin, dass die SPÖ NÖ mit
gutem Beispiel vorangeht und das große Potential der Frauen nutzt:
"Beim Landesparteitag Ende Oktober haben wir erstmals in den Gremien
die geforderte Frauenquote von 40 Prozent in der Geschichte der SPÖ
NÖ erreicht!"
Die Nationalratspräsidentin Barbara Prammer verwies darauf, dass die
SPÖ Frauen in den vergangenen Jahrzehnten durch ihren maßgeblichen
Beitrag viele gesellschaftspolitische Meilensteine angeregt,
erarbeitet und mitumgesetzt haben: "Ohne unser Zutun gäbe es kein
Frauenwahlrecht, keine Fristenregelung, kein Gewaltschutzgesetz,
keine 1.000 Euro Mindestlohn und keinen Ausbau von
Kinderbetreuungsplätzen. 100 Jahre sozialdemokratische Frauenbewegung
haben gezeigt, wie viel Frauen erreichen können, sie haben aber auch
gezeigt wie langsam und steinig der Weg oft sein kann."
Schon seit 30 Jahren ist in Österreich das Gleichbehandlungsgesetzt
verankert, die tatsächliche Gleichstellung sei aber noch nicht
erreicht, so Binder-Maier: "Der nächste wichtige Schritt auf unserem
Weg zur Geschlechtergerechtigkeit ist die Schließung der
Einkommensschere, die Umsetzung der Gehaltstransparenz und der
verpflichtende Frauenanteil in den österreichischen Führungsetagen."
"Wir dürfen nicht innehalten, solange nicht alle Frauen ein
selbstbestimmtes, unabhängiges und finanziell abgesichertes Leben
führen können. Chancengleichheit darf es nicht nur auf dem Papier
geben, sie muss endlich zur Realität werden", ergänzt Prammer. "Dafür
brauchen wir flächendeckend, flexible und leistbare
Kinderbetreuungseinrichtungen, auch für unter 2,5-Jährige - diese
sollen für die BezieherInnen von kleinen und mittleren Einkommen
kostenlos sein", so Leitner: "Die Finanzierung soll durch
Umschichtungen im Budget des Landes NÖ erfolgen. So kann in manchen
Bereichen eingespart werden, damit für die Maßnahmen in
Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Familienpolitik Mittel lukriert werden.
Bei den Werbe- und Repräsentationskosten der NÖ Landesregierung
können etwa an die 50 Mio. Euro eingespart werden."
"Frau. Macht. Politik" - dieses Ziel wollen die SPÖ Frauen auch in
den nächsten 100 Jahren konsequent, aktiv und umfassend anstreben:
"Wir werden für die Rechte der Frauen, für die gleichberechtigte
Teilhabe von Frauen in allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen
Ebenen beharrlich weiter kämpfen", sind sich LHStv. Dr. Sepp Leitner,
LFV NRin Gabriele Binder-Maier und NR-Präs. Barbara Prammer einig,
"denn: Frauenrechte sind Menschenrechte!"
Rückfragehinweis:
SPÖ-Niederösterreich, Medienservice, Mag. Gabriele Strahberger, Tel: 02742/2255-121, www.noe.spoe.at,
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