ÖH zu Sünkel: Es braucht mehr als vage Forderungen

Bundesvertretung weist Vorwurf der Passivität bei Protesten zurück

Wien (OTS) - Zu vage blieb der designierte uniko-Päsident Präsident Hans Sünkel aus Sicht der ÖH-Bundesvertretung bei seiner heutigen Antritts-Pressekonferenz. "Es reicht nicht, zwei Prozent des BIP für die Hochschulen bloß "in möglichst kurzer" Zeit zu fordern. Wir brauchen von der Regierung einen verbindlichen Fahrplan, der uns dieses Ziel bis 2015 garantiert", sagt Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam.

In Sachen Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren bleibt die ÖH bei ihrem "nein". Die von Sünkel vorgeschlagene Brücke zwischen AHS, BHS und Hochschulen bietet die ÖH bereits jetzt mit ihrem Projekt "Studieren probieren". Unter http://www.studierenprobieren.at/ können sich interessierte SchülerInnen registrieren, um in Kleingruppen mit Studierenden verschiedenste Lehrveranstaltungen - von Sozial-, über Wirtschaftswissenschaften bis hin zu technischen Fächern - zu besuchen und ein Einblick zu erhalten", erklärt Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam. "Studieren probieren" war 2009 ein voller Erfolg und wird nächstes Jahr fortgesetzt", freuen sich Maurer und Wallerberger.

Die von Sünkel kritisierte Passivität der ÖH während der Proteste weist diese zurück. "Wir haben seit Beginn klar gemacht, dass wir diese unterstützen, aber nicht deren InitatorInnen sind und die Bewegung nicht vereinnahmen", so ÖH-Generalsekretärin Eva Maltschnig. Die ÖH begrüßt aber Sünkels Bereitschaft, mit den protestierenden StudentInnen vor Ort zu diskutieren - auch im Audimax der Uni Wien.

Ebenso ist die Bundesvertretung gesprächsbereit für das vorgeschlagene "Gipfeltreffen" von ÖH, uniko, Hahn-NachfolgerIn und Nationalratspräsidentin Prammer im Jänner 2010. "Wir begrüßen alle Maßnahmen, die Österreichs Hochschulsystem schneller vorwärts bringen", sagt Maurer abschließend.

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