- 15.12.2009, 11:41:08
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Klimakonferenz: KOO kritisiert Industrienationen
"Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für Internationale Entwicklung und Mission" fordert klares Bekenntnis zum Kyoto-Protokoll
Kopenhagen-Wien, 15.12.2009 (KAP) Scharfe Kritik an der Strategie
der reichen Nationen beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen kommt von
katholischen Hilfsorganisationen. Die industrialisierten Staaten
versuchten derzeit, sich aus der Verantwortung zu stehlen, heißt es
in einer Presseaussendung der "Koordinierungsstelle der
Österreichischen Bischofskonferenz für Internationale Entwicklung
und Mission" (KOO). Die reichen Staaten, darunter auch Japan und
Russland, würden versuchen, die Klimagespräche mit der Umschiffung
des Kyoto-Protokolls auszuhöhlen. Dieses Übereinkommen, das die
ärmsten Länder vor den weiteren Auswirkungen des Klimawandels und
der damit einhergehenden Armut schützt, stelle derzeit das einzige
bindende Instrument für den Umgang mit dem Klimawandel dar.
Josefa Molitor-Ruckenbauer von der KOO, die in Kopenhagen den Gipfel
beobachtet: "Jetzt in der zweiten Verhandlungswoche, wo die
Regierungschefs in Kopenhagen eintreffen, sind die reichen Staaten
gefordert, die Verhandlungen wieder auf Schiene zu bringen, indem
sie sich klar zum Kyoto-Protokoll bekennen". Die jüngste
Entscheidung der afrikanischen Staaten, die Gespräche zu
unterbrechen, sei das Resultat ihrer Besorgnis, "dass die reichen
Staaten das stärkste Dokument, das wir haben, abschießen könnten".
Das Kyoto-Protokoll aufzugeben, bedeute eine Rückwärtsbewegung für
alle Länder, vor allem aber für die Ärmsten dieser Welt, so
Molitor-Ruckenbauer. Für die verwundbarsten Gesellschaften seien die
Verhandlungen eine Frage des Überlebens, für das ein gerechtes,
ambitioniertes und bindendes Klimaabkommen unerlässlich ist. Das
Kyoto-Protokoll sei dafür ein unverzichtbares Element.
(forts. mgl.)
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