Eduscho Austria: Blauer Brief unterm Christbaum für Logistik-MitarbeiterInnen

AKNÖ-Haneder: "90 Menschen verlieren trotz Gewinns ihren Arbeitsplatz"

Wien (OTS/AKNÖ) - Das Logistik-Zentrum von Eduscho Austria im Bezirk Bruck/Leitha steht vor dem Aus. Kurz vor Weihnachten informierte der Vorstand die 90 MitarbeiterInnen, dass sie in den kommenden eineinhalb Jahren ihren Arbeitsplatz verlieren werden. AKNÖ-Präsident Hermann Haneder zeigt sich in einer ersten Reaktion irritiert von der beschlossenen Schließung. "Arbeitsplätze in einer Firma abzubauen, die Gewinn schreibt, das ist schlicht nicht in Ordnung."

Es gibt angenehmere Weihnachtsgeschenke als den Blauen Brief, den die Eigentümer von Eduscho Austria ihren Logistik-MitarbeiterInnen unter den Christbaum legen. Heute wurden sie in einer Betriebsversammlung informiert, dass der Aufsichtsrat des deutschen Mutterkonzerns die Abteilung schließen will. Für die 90 MitarbeiterInnen bedeutet das mittelfristig den Verlust des Arbeitsplatzes. "Und das in einer Firma, die Gewinne schreibt. Man fragt sich, was das soll", sagt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder in einer ersten Reaktion. "Dabei hat es die MitarbeiterInnen von Eduscho Austria schon hart getroffen, als die Produktion Ende 2008 endgültig stillgelegt wurde -ebenfalls eine Abteilung, die damals Gewinne geschrieben hat. Gerade in der Wirtschaftskrise, die eine hohe Arbeitslosigkeit gebracht hat, ist das ein fatales Signal. Den Verantwortlichen mangelt es hier offensichtlich an Sensibilität", meint Haneder.

"Wir werden den Betriebsrat und die betroffenen KollegInnen im Kampf für diese Arbeitsplätze unterstützen", kündigt Haneder an. Wünschenswert sei weitere politische Unterstützung. "Man muss den Eigentümern aufzeigen, dass diese Entscheidung in Österreich auf sehr wenig Verständnis stößt." Er fühle sich ein wenig an den Fall Semperit erinnert: "Mit Produktion und Logistik werden zentrale Bereiche eines funktionierenden Unternehmens geschlossen, das danach immer mehr zu einem bloßen Anhängsel des Mutterkonzerns wird."

Sollte sich keine Lösung finden, werde die AKNÖ die betroffenen KollegInnen nicht alleine lassen. "Wenn gewünscht, werden wir gemeinsam mit den Betroffenen, dem Betriebsrat und der Gewerkschaft alle Möglichkeiten ausloten, um den Arbeitsplatzverlust für diese 90 Menschen abzufedern und ihnen einen möglichst guten Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen", sagt Haneder. Jetzt gelte es aber, sich für den Erhalt der Arbeitsplätze einzusetzen.

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