Bayr: Berlakovichs Vorgehensweise beim Klimaschutzgesetz vergeudet wertvolle Zeit

Neues Fördermodell für die thermische Sanierung vorgeschlagen

Wien (OTS/SK) - "Österreichs Klimapolitik braucht endlich klar definierte Maßnahmen, Zeitpläne und Finanzierungsmechanismen - in Form eines umfassenden Klimaschutzgesetzes", forderte SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr Umweltminister Berlakovich nach dessen Aussagen im Ö1-Mittagsjournal auf. "Während der Umweltminister nach wie vor an einem Klimaschutzgesetz bastelt, könnte diese Zeit besser genützt werden, um mit den Ländern bereits klare Zuständigkeiten zu vereinbaren und so die politische Durchsetzbarkeit zu erhöhen", erklärte Bayr.****

Als Maßnahme zur Effizienzsteigerung schlägt Bayr ein neues Fördermodell für die thermische Sanierung vor, das auch ärmeren Familien zugute kommt. "Gerade die Ärmsten sitzen in den Wohnungen mit alten Kohleheizungen, dünnen Wänden und undichten Fenstern", so die SPÖ-Umweltsprecherin. Daher schlägt sie vor, 2010 ein neues Fördersystem mit einem Kreditmodell einzuführen, das nicht nur Ein-oder Zweifamilienhäusern zugute kommt.

Manche Agrotreibstoffe verursachen "katastrophale Treibhausgasbilanz"

"Mit Vorsicht zu genießen" sei der Vorschlag Berlakovichs, künftig mehr auf Agrotreibstoffe für Autos zu setzen. Für diese Treibstoffe brauche es strikte Nachhaltigkeitskriterien, da sie häufig durch das Zerstören von Wäldern, etwa in Indonesien und Brasilien, gewonnen würden. "Agrotreibstoffe lösen das Problem des Klimawandels nicht -vielmehr verursachen manche derzeit eine nahezu katastrophale Treibhausgasbilanz", so Bayr abschließend. (Schluss) as

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