• 10.12.2009, 17:00:11
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"Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "Klimaschutz mit Augenmaß" (Von Kurt Horwitz)

Ausgabe vom 11.12.2009

Wien (OTS) - Vor 25 Jahren haben Aktivisten die Hainburger
Donauauen östlich von Wien besetzt, um den Bau eines
umweltfreundlichen Wasserkraftwerks zu verhindern. Derzeit wird, vor
allem von den Grünen, unter anderem gegen mindestens sieben
Kraftwerke in Tirol und in der Steiermark protestiert; eine Gemeinde
im Umland von Wien hat die Errichtung einer Windkraftanlage
abgelehnt.
Das zeigt, wie wenig in der Praxis und abseits vom Weltklimagipfel,
der derzeit in Kopenhagen stattfindet, von blauäugig-grünen
Forderungen nach einem Umstieg auf nachhaltige Energieerzeugung zu
halten ist. In Wirklichkeit funktioniert Klimaschutz so wie die
Sanierung des Staatshaushalts nur ausgabenseitig: Es muss gespart
werden.
Den Industriestaaten gelingt das relativ gut: Die Wirtschaft
reduziert schon aus Eigennutz den Energieverbrauch, und die
Konsumenten dämmen aus demselben Grund ihre Häuser und Wohnungen. Wir
müssen aber auch zur Kenntnis nehmen, dass auch Länder wie China oder
Indien einen Lebensstandard erreichen wollen, wie wir ihn längst
haben. Das geht nur durch zusätzlichen Energieverbrauch.
Wer der europäischen Wirtschaft zusätzliche Lasten aufbürden will,
erreicht nur eines: Die Verlagerung von Produktion und Arbeitsplätzen
in andere, weniger restriktive Länder.
Die Panikmache, die rund um den Weltklimagipfel betrieben wird, mag
als Werbung fürs Energiesparen gut gemeint sein. In Wirklichkeit ist
es wie bei der Schweinegrippe: Wenn der erste Schreck vorbei ist,
stumpfen alle ab. In beiden Fällen kommt hinzu, dass nicht einmal die
Grunddaten außer Streit stehen: Klima-Experten haben möglicherweise
Daten unterdrückt, die Zweifel an der These der Erderwärmung und
ihren Ursachen stärken könnten.
Sicher ist nur, dass es schon lange vor dem Auftauchen des Menschen,
der Industrie und des Autoverkehrs weit gravierendere
Temperaturschwankungen auf der Erde gegeben hat. Klimaschutz und
Energiesparen sind sicher notwendig - aber bitte mit Augenmaß.

Rückfragehinweis:
Vorarlberger Nachrichten, Chefredaktion, Tel.: 0664/80588382

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