- 10.12.2009, 13:16:31
- /
- OTS0203 OTW0203
Heinisch-Hosek über die Eingetragene Partnerschaft: Schritt in die richtige Richtung, aber lange nicht der letzte
Wir im Hohen Haus sollten als Erste Toleranz zeigen
Wien (OTS/SK) - "Ich bin froh, dass mit der Eingetragenen
Partnerschaft ein Schritt in die richtige Richtung getan wurde, der
aber noch lange nicht der letzte sein wird", so Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek am Donnerstag im Nationalrat. Kritik übte sie
an den teils intoleranten Wortmeldungen der Abgeordneten: "Ich schäme
mich für die Stimmen im Hohen Haus, die Intoleranz predigen. Wie muss
es den schwulen oder lesbischen Menschen, die diese Wortmeldungen
hören, ergehen?" ****
Als positiv betrachtet Heinisch-Hosek die vielen Organisationen in
Österreich, die Beratung und Hilfe für homosexuelle Menschen
anbieten. "Wenn das Umfeld erfährt, dass eine Person schwul oder
lesbisch ist, kommt es immer noch zu Diskriminierungen", so
Heinisch-Hosek. "Wir im Hohen Haus sind die Ersten, die vorzeigen
sollten, wie Toleranz funktioniert", forderte die Frauenministerin
auf.
"Ich bin froh über die Eingetragene Partnerschaft, froh, dass
homosexuelle Menschen im Krankenhaus Auskunft über den
Gesundheitszustand ihres Partners erhalten, dass das Erbrecht und
andere wichtige Bereiche jetzt geregelt sind. Homosexuelle Paare
werden heterosexuellen in vielen Pflichten und Rechten
gleichgestellt", so Heinisch-Hosek. Zu bedauern sei, dass
homosexuelle Familien keine Kinder adoptieren können, auch die
Möglichkeit einer Zeremonie im Standesamt hätte die Ministerin
begrüßt.
"Ich wünsche mir mehr Toleranz bei allen Parteien", so
Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) bj
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK