- 09.12.2009, 11:36:59
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NEWS: Sozialminister Rudolf Hundstorfer will beim Schuldenabbau über Schieflage bei Steuern diskutieren.
Auf Spekulationen über seine Zukunft lässt er sich nicht ein, gibt aber zu: "In der Politik gibt es das Wort nie nie."
Wien (OTS) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer will im kommenden
Jahr, wenn der Abbau der Krisenkosten vorbereitet wird, die
Diskussion über eine Schieflage bei der Besteuerung, Stichwort
Vermögenssteuern, führen, sagt er im Interview mit dem morgen
erscheinenden NEWS: "Wir müssen die soziale Schieflage bekämpfen. Es
geht nicht, dass einer seine Aktien verkauft, 365 Tage wartet, und am
366. Tag, hurra, machen kann, was er will, ohne irgendeinen Cent
Steuern zu zahlen. Da geht es um mehr Gerechtigkeit."
Das von Vizekanzler Josef Pröll ins Spiel gebrachten
Transferkonto lehnt er als Beginn einer Neid-Debatte "vehement" ab:
"Zu sagen: Ich weiß nicht, welche sozialen Transfers wir in die
Gesellschaft pumpen, ist doch merkwürdig. Ich weiß es jedenfalls für
mein Ressort. Sonst disqualifiziert man sich doch selber. " Sollte
das Ziel der Aktion eine Besteuerung der Sozialtransfers sein, "muss
man das offen sagen." Ein Beitrag zur Armutsbekämpfung wäre das
jedenfalls nicht.
Über seine Nennung als Zukunftshoffnung der SPÖ macht sich auch
der Minister Gedanken: "Natürlich denkt man nach: Hallo, wie kommt
man in so eine Rolle hinein?" Er wolle seinen "tollen Job"
weitermachen, gibt aber zu: "In der Politik gibt es das Wort nie nie.
Aber ich lasse mich auf keinerlei Spekulationen ein."
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