Erfolgreicher Start des AMS Wien-Projekts "Step2Job"

Probelauf für bedarfsorientierte Mindestsicherung

Wien (OTS) - Zur Vorbereitung der bedarfsorientierten Mindestsicherung läuft in der AMS Wien-Geschäftsstelle Schloßhoferstraße in Wien-Floridsdorf das Pilotprojekt "Step2Job". Dort werden seit September dieses Jahres Personen betreut, die Sozialhilfe beziehen und bislang noch nie Leistungen des AMS in Anspruch nahmen. Ziel ist es, diese Personen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

150 Betroffene aus Wien-Floridsdorf haben seit Beginn des Projekts im September 2009 mit der örtlich zuständigen AMS-Geschäftsstelle Kontakt aufgenommen. Es handelt sich um Menschen, die entweder ausschließlich Sozialhilfe beziehen oder so genannte Richtsatzergänzungen aus Mitteln der Sozialhilfe zu einem Einkommen aus geringfügiger Beschäftigung erhalten sowie deren Angehörige. Diesen Personenkreis wird das Arbeitsmarktservice ab Inkrafttreten der bedarfsorientierten Mindestsicherung im Herbst des kommenden Jahres zusätzlich zu seiner bisherigen Klientel bundesweit betreuen. Das Projekt, in dem AMS Wien, MA 40 und der Waff zusammenarbeiten, trägt den Namen "Step2Job" und dient hier als Vorbereitung.
"Es sind dies Menschen, die derzeit vom Arbeitsmarkt sehr weit entfernt sind", erläutert Claudia Finster, Leiterin des AMS Wien. "Wir versuchen über Step2Job, auch diesen Personen den Eintritt ins Berufsleben zu ermöglichen."
Bis März des kommenden Jahres sollen insgesamt 800 Personen aus den Bezirken Floridsdorf und - ab Jänner 2010 - Donaustadt in das Projekt aufgenommen und bis März 2011 begleitet werden, sofern sie nicht schon zuvor eine Arbeit aufnehmen. Die konkrete Betreuung bis hin zur Arbeitsuche wird durch die AMS-Partnerinstitution Context geleistet und besteht in einem Case-Management: Jeder Person steht eine Betreuerin oder ein Betreuer zur Seite, um Unterstützung in vielfältigen Problemlagen zu gewährleisten. Hierzu zählen etwa geringe Qualifikationen, mangelhafte Deutschkenntnisse (Migrationsanteil bei "Step2Job": 46 Prozent), hoher Schuldenstand, Suchtproblematik oder Vorstrafen.
Trotz derartiger Hindernisse hat das AMS Wien sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: "Wir wollen nach Abschluss des Projekts zumindest 30 Prozent der Personen für mindestens drei Monate in Arbeit gebracht haben", erläutert Finster. Obwohl diese an sich schon schwierige Aufgabe durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zusätzlich erschwert wird, zeichnen sich bereits erste Erfolge ab. Finster: "Wir konnten in den ersten Monaten vier Personen auf dem ersten Arbeitsmarkt unterbringen sowie zehn Leuten zu Beschäftigungen in Sozialökonomischen Betrieben verhelfen."
Den Betreuten steht die komplette Förderpalette des AMS Wien offen. AMS Wien-Chefin Finster: "Dies sind Qualifizierungen genauso wie Eingliederungsbeihilfen." Die Kosten von "Step2Job" belaufen sich bis zum Projektende im März 2011 auf 1,9 Mio. Euro. 54 Prozent davon stammen aus Mitteln des AMS Wien, 46 Prozent kommen vom Europäischen Sozialfonds.

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Dr. Hans-Paul Nosko
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Arbeitsmarktservice Wien
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