• 09.12.2009, 11:30:12
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Erfolgreicher Start des AMS Wien-Projekts "Step2Job"

Probelauf für bedarfsorientierte Mindestsicherung

Wien (OTS) - Zur Vorbereitung der bedarfsorientierten
Mindestsicherung läuft in der AMS Wien-Geschäftsstelle
Schloßhoferstraße in Wien-Floridsdorf das Pilotprojekt "Step2Job".
Dort werden seit September dieses Jahres Personen betreut, die
Sozialhilfe beziehen und bislang noch nie Leistungen des AMS in
Anspruch nahmen. Ziel ist es, diese Personen in den Arbeitsmarkt zu
integrieren.

150 Betroffene aus Wien-Floridsdorf haben seit Beginn des Projekts im
September 2009 mit der örtlich zuständigen AMS-Geschäftsstelle
Kontakt aufgenommen. Es handelt sich um Menschen, die entweder
ausschließlich Sozialhilfe beziehen oder so genannte
Richtsatzergänzungen aus Mitteln der Sozialhilfe zu einem Einkommen
aus geringfügiger Beschäftigung erhalten sowie deren Angehörige.
Diesen Personenkreis wird das Arbeitsmarktservice ab Inkrafttreten
der bedarfsorientierten Mindestsicherung im Herbst des kommenden
Jahres zusätzlich zu seiner bisherigen Klientel bundesweit betreuen.
Das Projekt, in dem AMS Wien, MA 40 und der Waff zusammenarbeiten,
trägt den Namen "Step2Job" und dient hier als Vorbereitung.
"Es sind dies Menschen, die derzeit vom Arbeitsmarkt sehr weit
entfernt sind", erläutert Claudia Finster, Leiterin des AMS Wien.
"Wir versuchen über Step2Job, auch diesen Personen den Eintritt ins
Berufsleben zu ermöglichen."
Bis März des kommenden Jahres sollen insgesamt 800 Personen aus den
Bezirken Floridsdorf und - ab Jänner 2010 - Donaustadt in das Projekt
aufgenommen und bis März 2011 begleitet werden, sofern sie nicht
schon zuvor eine Arbeit aufnehmen. Die konkrete Betreuung bis hin zur
Arbeitsuche wird durch die AMS-Partnerinstitution Context geleistet
und besteht in einem Case-Management: Jeder Person steht eine
Betreuerin oder ein Betreuer zur Seite, um Unterstützung in
vielfältigen Problemlagen zu gewährleisten. Hierzu zählen etwa
geringe Qualifikationen, mangelhafte Deutschkenntnisse
(Migrationsanteil bei "Step2Job": 46 Prozent), hoher Schuldenstand,
Suchtproblematik oder Vorstrafen.
Trotz derartiger Hindernisse hat das AMS Wien sich ein ehrgeiziges
Ziel gesteckt: "Wir wollen nach Abschluss des Projekts zumindest 30
Prozent der Personen für mindestens drei Monate in Arbeit gebracht
haben", erläutert Finster. Obwohl diese an sich schon schwierige
Aufgabe durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zusätzlich
erschwert wird, zeichnen sich bereits erste Erfolge ab. Finster: "Wir
konnten in den ersten Monaten vier Personen auf dem ersten
Arbeitsmarkt unterbringen sowie zehn Leuten zu Beschäftigungen in
Sozialökonomischen Betrieben verhelfen."
Den Betreuten steht die komplette Förderpalette des AMS Wien offen.
AMS Wien-Chefin Finster: "Dies sind Qualifizierungen genauso wie
Eingliederungsbeihilfen." Die Kosten von "Step2Job" belaufen sich bis
zum Projektende im März 2011 auf 1,9 Mio. Euro. 54 Prozent davon
stammen aus Mitteln des AMS Wien, 46 Prozent kommen vom Europäischen
Sozialfonds.

Rückfragehinweis:
Dr. Hans-Paul Nosko
Pressesprecher
Arbeitsmarktservice Wien
Tel.: 0043/1/87871-50114
E-Mail: [email protected]

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