Reaktion des Asylgerichtshofes zum Rechnungshof Prüfbericht

Wien (OTS) - Der Asylgerichtshof hat zu der heute veröffentlichten Rechnungshofkritik Stellung genommen und erklärt, dass die Rechnungshofprüfung im Herbst des vergangenen Jahres nur die ersten Monate der Arbeit des Asylgerichthofes und damit dessen Aufbauphase erfasst hat. Seither haben die Asylverfahren eine dynamische Entwicklung erfahren.

So konnten insbesondere im heurigen Jahr 41 % der teilweise schon seit vielen Jahren anhängigen Altverfahren abgebaut werden. Parallel dazu ist es gelungen, 60 % und damit mehr als der Hälfte jener Verfahren, die beim Asylgerichtshof neu anhängig geworden sind, in einem Zeitraum von weniger als 6 Monaten abzuschließen. Verfahren über die Zuständigkeit Österreichs (Dublinverfahren) weisen eine durchschnittliche Verfahrensdauer von, 2-3 Wochen auf.

Damit ist für den Asylgerichtshof das Ziel, jenen Altverfahrensrucksack, den er vom Unabhängigen Bundesasylsenat übernommen hatte, bis Ende 2010 abzubauen, realisierbar. Damit wird auch eine Gesamtbeschleunigung aller Asylverfahren bis 2011 möglich sein.

Die Ausschöpfung aller Leistungspotentiale des Asylgerichtshofes findet kontinuierlich statt. Dazu gehört ein hoher Spezialisierungsgrad der Richter und Richterinnen auf die Herkunftsländer ebenso wie die kontinuierliche Steigerung der Effizienz des Mitarbeitereinsatzes.

Seit Oktober des heurigen Jahres weist der Gerichtshof eine ISO-Zertifizierung seiner Arbeitsabläufe auf und ist damit der erste österreichische und europäische Gerichtshof, dessen Arbeitsabläufe international anerkannten Maßstäben entsprechen.

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ASYLGERICHTSHOF
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