Laienrat für Maßnahmen zum "Schutz des Lebens"

Oberste Kommunikations- und Koordinationsplattform der katholischen Laienorganisationen für anonyme Erhebungen über Zahl und Motive der Abtreibungen sowie gegen Aufhebung der Rezeptpflicht für die "Pille danach"

Wien, 03.12.2009 (KAP) Für Maßnahmen zum "Schutz des Lebens" hat sich der Vorstand des Katholischen Laienrates Österreichs (KLRÖ) ausgesprochen. Dabei wurde daran erinnert, dass der Rat als oberste Kommunikations- und Koordinationsplattform der katholischen Laienorganisationen "wiederholt" die Durchführung der versprochenen "flankierenden Maßnahmen" zur Fristenregelung eingefordert hat. Der Laienrat unterstützt die Forderung von Staatssekretärin Christine Marek, anonyme statistische Erhebungen zur Abtreibung durchzuführen. Verlässliche Unterlagen über Zahl und Motive für Abtreibungen könnten eine bessere Grundlage für Maßnahmen zur Verhinderung von Abtreibungen und zur Unterstützung von schwangeren Frauen in Not bilden.

Zugleich sprach sich der Laienrat "mit Nachdruck" gegen die Aufhebung der Rezeptpflicht für Präparate aus, die nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft verhindern sollen. Nach Aussagen von Fachleuten bedeute die Einnahme dieser hochwirksamen Hormonpräparate eine wesentlich höhere Belastung des Organismus als andere Präparate, für die eine Rezeptpflicht ganz selbstverständlich sei. Die Aufhebung der Rezeptpflicht würde "eine Verlagerung von Maßnahmen zur Geburtenregelung von der Vorbeugung zur nachträglichen Verhinderung bzw. Frühabtreibung" verursachen.

Frauen, besonders Mädchen, würden durch den Einsatz der "Pille danach" unter größeren Druck gesetzt, sexuelle Wünsche rasch zu erfüllen, erinnerte der Laienrat. Die hormonelle Belastung des Organismus sei wesentlich höher als bei vorbeugenden chemischen Präparaten. Schließlich werde eine frühabtreibende Wirkung in Kauf genommen: "Wenn diese Präparate verhindern, dass eine befruchtete Eizelle sich in der Plazenta einnisten kann, dann ist das eine Frühabtreibung".

Durch die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle erfolge der entscheidende Vorgang, der ein mit allen Anlagen ausgestattetes eigenständiges menschliches Lebewesen begründet, heißt es in der Erklärung des Laienrats.

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