• 02.12.2009, 18:00:13
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Balance halten - ein Gewinn: AUVA Landesstelle Wien und Wirtschaftskammer Burgenland zeichnen aktive Betriebe aus

Informations- und Aktionskampagne soll Zunahme der Sturz- und Fall-Unfälle bei der Arbeit einbremsen

Wien (OTS) - 173 ArbeitnehmerInnen und UnternehmerInnen von 36
burgenländischen Betrieben erlebten es am eigenen Körper:
Gleichgewicht zu halten und einfache Bewegungen zu koordinieren ist
gar nicht so leicht - im Arbeitsleben aber oft gefragt. Die
Wirtschaftskammer Burgenland und die Allgemeine
Unfallversicherungsanstalt (AUVA) führten im Jahr 2009 eine
Informations- und Aktionskampagne durch, um die Anzahl der
Arbeitsunfälle - im besonderen durch Sturz- und Fall - zu senken. Das
hervorragende Echo wird 2010 zu einer Weiterführung der erfolgreichen
Zusammenarbeit führen. Dies bekräftigten Mag. Friederike Lackenbauer,
Direktorin der für das Burgenland zuständigen AUVA Landesstelle Wien,
und KommR Stefan Balaskovics, Vizepräsident der Wirtschaftskammer
Burgenland, bei der Abschlussveranstaltung 2009 am Mittwoch, dem 2.
Dezember, ab 18 Uhr in der WK Eisenstadt.

Rund ein Drittel aller Arbeitsunfälle entsteht durch Sturz oder
Fall. In den vergangenen Jahren konnte hier keine signifikante
Verbesserung erreicht werden. Daher setzt die AUVA Kampagne "BABA und
FALL NET" genau hier an. Im Burgenland konnte die für dieses
Bundesland zuständige AUVA Landesstelle Wien die Wirtschaftskammer
Burgenland als Partnerin gewinnen. Es wurde für 2009 ein
Informations- und Veranstaltungspaket geschnürt, um möglichst viele
burgenländische Betriebe anzusprechen und ihre MitarbeiterInnen aktiv
einzubinden. Vorstellung und Start der gemeinsamen Kampagne erfolgte
am 5. Juni 2009 mit einem Sicherheits- und Gesundheitstag bei der
Schloffer G.m.b.H. in Großpetersdorf.

"Jeder, der an dieser Aktion mitgemacht hat, ist ein Gewinner:
Die MitarbeiterInnen, weil sie etwas für ihre Sicherheit und
Gesundheit getan haben.

Die Betriebe, weil sie etwas zur Vermeidung von Sturz- und
Fall-Unfällen und von teuren Ausfällen unternommen haben.
Es war bei den Workshops sehr gut zu sehen, wie die anfängliche
Skepsis der Begeisterung gewichen ist. Viele Teilnehmer waren von
sich selbst überrascht - von der Verbesserung der persönlichen
Koordination und von ihrem sportlichen Leistungsvermögen.

Das Echo in den Betrieben war so gut, dass wir für 2010 eine
Fortsetzung überlegen. Für die Nachhaltigkeit der Workshops planen
wir kommenden September einen Aktionstag mit Balance-Check. Jeder,
der heuer daran teilgenommen hat, tut gut daran, weiter zu üben. Es
wird schöne Preise für Teilnehmer und Betriebe geben.
Wir wollen weiters gemeinsam die Beratung der Unternehmen zu
Schwerpunktthemen wie Wartung und Instandhaltung oder Evaluierung
intensivieren. Die AUVA wird ihre Leistungen für die burgenländische
Wirtschaft verstärkt bei Innungstreffen und Infotagen präsentieren,
über aktuelle Entwicklungen informieren und ihre Unterstützung
anbieten." sagte Mag. Lackenbauer bei der Abschlussveranstaltung
2009.

Vom Start bis zum Abschluss: die Aktion 2009 und ihre Gewinner

48 burgenländische UnternehmerInnen informierten sich Ende Juni
bei zwei Infoabenden in Oberwart und Eisenstadt. 36 Betriebe nahmen
das Angebot der AUVA, Aktiv-Workshops kostenlos in den Unternehmen
abzuhalten, an. Zwischen 24. September und 21 Oktober kamen 173
Teilnehmer bei insgesamt 18 Workshops in Deutsch Kaltenbrunn,
Jennersdorf, Limbach, Eberau, St. Kathrein, Güssing, Rotenturm,
Neutal, Oberpullendorf, Dörfl, Deutschkreuz, Wiesen, Mattersburg,
Leithaprodersdorf, St. Margarethen, Gols und Pamhagen in den Genuß
der speziellen Koordinationsübungen.

Die dreistündigen Aktiv-Workshops wurden eigens für diese Aktion
vom Leistungsdiagnostiker Mag. Hans Holdhaus und seinem Institut
entwickelt und durchgeführt. Die Kosten übernahm die AUVA
Landesstelle Wien. Ein geprüfter Sportlehrer ging dabei auf die
individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer ein, trainierte die
koordinativen Fähigkeiten, um die Gleichgewichtsfähigkeit zu
verbessern und gab praxis- und alltagstauglichen Tipps. Begonnen
wurde mit professionellen Übungsgeräten, um dann auf einfache und im
Betrieb vorhandene "Übungsgeräte" wie zum Beispiel Sessel, Tische
oder Auflageböcke zurückzugreifen.

Jeder Teilnehmer erhielt dazu ein spezielles Turnpaket mit
Trainingsanleitungen zum Weiterüben. Ein Balancestab aus Holz sollte
unterstreichen, dass Balance- und Koordinationstraining jederzeit mit
einfachen und unkomplizierten Hilfsmitteln möglich ist.

Die Workshops wurden mit einem Aktions- und einem Präventionspreis
begleitet und die Gewinne bei der Abschlussveranstaltung am Mittwoch,
dem 2. Dezember, ab 18 Uhr von Mag. Friederike Lackenbauer,
Direktorin der AUVA Landesstelle Wien, und KommR Stefan Balaskovics,
Vizepräsident der Wirtschaftskammer Burgenland, übergeben.

Unter den Betrieben, die an den Aktiv-Workshops teilgenommen
hatten, verloste die AUVA drei Gutscheine für einen Intensivcheck von
ArbeitnehmerInnen im Wert von 1.500 Euro, 1.000 und 500 Euro. In
einer Vor-Verlosung waren drei Firmen ermittelt worden. Unter diesen
Nominierten für den Aktionspreis wurden die Preise direkt bei der
Abschlussveranstaltung verlost. Die Preise der AUVA erhielten:

- die Tischlerei Dömötör-Strobl GmbH aus Eberau,
- die Dachdeckerei Resch Dach GmbH & Co KG aus Mattersburg und die
- Sektkellerei Gebrüder Szigeti GmbH aus Gols.

Jeder Betrieb im Burgenland konnte am Präventionspreis der
Wirtschaftskammer teilnehmen. Das Servicemagazin der
Wirtschaftskammer "Burgenländische Wirtschaft" hatte Formularvorlagen
mit Fragen publiziert. Die Gewinner der sechs Sachpreise - ein
Bildungsscheck im Wert von 500 Euro - waren: Ing. Peter Adelmann aus
Rechnitz, das Betonwerk Friedl GmbH aus Sieggraben, die Ing. E. Graf
KG aus St. Margarethen, die Kohla-Strausz GmbH aus Stoob-Süd, die
Seier GmbH aus Großpetersdorf und die Wagner Maschinenbau GmbH aus
Neuhaus am Klausenbach.

Die aktuelle Arbeits-Unfallrate im Burgenland beträgt 30,6 Unfälle
auf 1.000 Beschäftigte. Bei rund 2.300 Arbeitsunfällen pro Jahr im
Burgenland kommen rund 42.000 Krankenstandstage zusammen, die in den
Betrieben ausgeglichen werden müssen. Jeder Arbeitsunfall verursacht
Kosten von durchschnittlich 18.000 Euro. Die lebenslangen
Unfallfolgekosten betragen rund 21 Millionen Euro. Sie werden zu zwei
Dritteln von der AUVA und zu einem Drittel von den Betrieben
getragen. Gemeinsame Aktivitäten für Sicherheit und Unfallverhütung
am Arbeitsplatz rechnen sich mehrfach und tragen dazu bei,
menschliches Leid zu verhindern.

Rückfragehinweis:

Mag. Josef Stiglitz, 
   Wirtschaftskammer Burgenland, Lobbying/Stabstelle, Arbeits- und 
   Sozialpolitik
   Tel.: 05 90907-4710 
   E-Mail: [email protected] 
   Gabriela Würth, GWK, 
   im Auftrag der AUVA Landesstelle Wien, 
   Tel.: 02242 38300, 0676 33 24 879, 
   E-Mail: gabriela [email protected]

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