- 01.12.2009, 10:57:41
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LK Österreich: Saubere Gewässer durch ordentliche Land- und Forstwirtschaft
Bauern: Keine weiteren Belastungen durch neue Auflagen oder Verbote
Wien (OTS) - "Der Nationale Gewässerbewirtschaftungsplan darf
keinesfalls dazu führen, dass Ansprüche einer ordnungsgemäß
produzierenden Landwirtschaft hinter jene der Wasserwirtschaft
gestellt werden. Der Gewässerbewirtschaftungsplan erhält derzeit vom
Lebensministerium seinen letzten Feinschliff, bevor er mit Ende
diesen Jahres in Kraft treten soll. Er hat zum Ziel, eine Erhöhung
der Wasserqualität zu erreichen. So wichtig dieses Ziel auch ist, es
darf niemals zu einer Benachteiligung von ordentlich wirtschaftenden
bäuerlichen Betrieben führen", verlangte Hannes Herndl, Vorsitzender
des Ausschusses für Umweltfragen der Landwirtschaftskammer Österreich
und Präsident der LK Oberösterreich, nach der Sitzung des
Umweltausschusses.
Trinkwasserqualität nahezu flächendeckend
"Unsere Land- und Forstwirtschaft setzt sich seit Jahren intensiv
für den Schutz der Oberflächengewässer und des Grundwassers ein,
wodurch es gelungen ist, dass das heimische Grundwasser fast
flächendeckend Trinkwasserqualität aufweist. Wesentlich dazu
beigetragen hat ein deutlicher Rückgang der Verwendung von
Pflanzenschutz- und Düngemitteln, wodurch die Nitrat- und
Atrazinbelastung im Grundwasser deutlich abgenommen hat", stellte
Herndl fest.
Freiwillige Programme
"Neben dem Aktionsprogramm Nitrat mit seinem flächendeckenden
Ansatz, tragen eine Fülle von freiwilligen Leistungen der Land- und
Forstwirte zur Qualitätsverbesserung des heimischen Wassers bei.
Diese reichen von der bodennahen Wirtschaftsdünger-Aufbringung bis
hin zum Verzicht von Pflanzenschutz- und Düngemitteln", ergänzte
Herndl, der jedoch strikt forderte: "Alle zusätzlichen Belastungen
durch weitere verpflichtende Auflagen oder Verbote würden die
heimische Land- und Forstwirtschaft unter den bereits jetzt schon
schwierigen Rahmenbedingungen noch weiter unter Druck setzen und den
Produktionsstandort Österreichs gefährden. Produktionsrückgänge sowie
Extensivierungen wären die Folge, die zu großflächigen
Außernutzung-Stellungen von bewirtschafteten Flächen führen würden,
mit negativen Auswirkungen auch für den Tourismusstandort und das
Beschäftigungspotenzial im ländlichen Raum."
Vertragswasserschutz hat Vorrang
"Als Lösungsansatz für weitere Verbesserungsschritte in der
Landwirtschaft sind in erster Linie der Ausbau des
Vertragswasserschutzes unter Einbeziehung der
Wasserversorgungsunternehmen, eine Überprüfung der festgelegten
Grenzwerte sowie eine Unterscheidung zwischen relevanten und nicht
relevanten Metaboliten wie in Deutschland und eine Intensivierung der
Beratung durch die Landwirtschaftskammern geeignet", betonte Herndl.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Tel.: +43/1/53441-8520, 8523
mailto:[email protected]
www.lk-oe.at
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